Andreas Radlmaier im Gespräch mit: Böhler & Orendt

DIENSTAG, 7. MAI 2019

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Kaum sind die beiden Garanten für tiefsinnigen Witz nochmals ein Stück höher in der Gunst der Nürnberger Kunstfreunde aufgestiegen, schon sind sie weg: Böhler & Orendt, deren raumgreifende King-Kong-Allegorie Give us, Dear, die dem Neuen Museum gerade eine veritable Publikumsattraktion beschert, sitzen auf gepackten Koffern.

Im Mai siedelt das Künstler-Duo nach Berlin um. Zeit für eine Rückschau in einem ihrer Nürnberger LieblingsOrte. Wir treffen uns im „Eddie would attack“, einem originellen Bike-laden-Souterrain mit angeschlossenem Café an der Frauentormauer. Stimmt, überzeugte Radfahrer sind die beiden Zivilisationskritiker ja auch.

ANDREAS RADLMAIER: Ihr brecht gerade die Zelte Richtung Berlin ab. Ist das die erwartbare Flucht aus einem kulturellen Entwicklungsgebiet? Aus der geistigen Provinz? Das ist eure Chance auf Bashing!
CHRISTIAN ORENDT (lacht): Wir mögen das Leben hier gerne, haben vermutlich die meisten Freunde auf der Welt hier in Nürnberg. Es gibt überhaupt keinen Grund für Bashing. Es sind pragmatische Gründe, dass wir, wie viele andere auch, nach Berlin gehen. Dort gibt es Dinge, die es in Nürnberg nicht gibt, aber für unsere Arbeit wichtig sind.

Zum Beispiel?
CHRISTIAN: Es gibt einfach viel mehr Menschen, die als Vermittler tätig sind, die Verbindungen haben. 

Also Infrastruktur.
CHRISTIAN: Ja, zum Beispiel auch Galerien. In Nürnberg existieren, wenn man ehrlich ist, nur sehr wenige, professionell arbeitende Galerien.
MATTHIAS BÖHLER: Und es macht einfach Sinn, die bestehenden Berliner Kooperationen zu vertiefen.

Braucht ihr diesen Austausch, den Humus, das Netzwerk?
CHRISTIAN: Ein geistiges Netzwerk haben wir hier schon auch. Uns geht’s in diesem Fall einfach um ein ökonomisch-professionelles Netzwerk. Bis auf die Tätigkeiten an der AdBK (Anm. der Red.: Akademie der Bildenden Künste, kurz Kunstakademie), die aber mittlerweile beendet sind, ist das ja unsere Arbeit. 

Wie fällt man da einen mehrheitlichen Entschluss? Bei einem Duo könnte das schwierig sein.
CHRISTIAN: Da bedurfte es keiner prozentualen Entscheidung.
MATTHIAS: Wir haben seit Jahren immer wieder darüber geredet, dass ein Ortswechsel in absehbarer Zeit gut wäre. 2009/2010 haben wir das erste Mal darüber gesprochen, gemeinsam nach Wien, Köln, Berlin zu gehen. Dann kam Christians Job als Assistent bei Jochen Flinzer an der Kunstakademie dazwischen, später dann auch bei mir bei Eva von Platen.
CHRISTIAN: Die Assistenz bei Jochen war überhaupt der Grund wieder nach Nürnberg zu kommen.

Wo wart ihr davor?
CHRISTIAN: Matthias war in Wien, ich in Leipzig.

Und ihr wolltet mit Berlin so lange warten, bis das Mietniveau dort auch euren Vorstellungen entsprechend hoch ist.
Gemeinsames Gekicher.
MATTHIAS: Genau, gut geplant. Letztendlich waren es Projekte, die reinkamen, oder bestimmte Vorhaben wie Kataloge und Einzelausstellungen, die uns reingegrätscht sind in die Umzugspläne.
CHRISTIAN: Ich bin außerdem fünf Jahre privat zwischen Nürnberg und Frankfurt gependelt. Ein Dreieck mit Berlin wäre dann doch etwas zu kompliziert gewesen.

Du hättest ja Matthias als Stallwache in Nürnberg lassen können.
Gelächter
CHRISTIAN: Das ist auf Dauer auch nicht ganz praktikabel.
MATTHIAS: Das Ateliergespräch ist schon wichtig.
CHRISTIAN: Das hatten wir auch in der Wien-Leipzig-Situation. Kommunikation funktioniert über Skype auch, aber es ergeben sich andere Dinge, wenn man nebeneinander sitzt.

Also ein richtiges Atelier-Duo.
MATTHIAS: Meistens überschneidet es sich zwischen zehn und fünf Uhr. Es gibt unterschiedliche Schlafrhythmen.

Euer Abschied kommt ja zur Unzeit. Ihr seid zu Szene-Darlings aufgestiegen. Der Auftrieb im Neuen Museum vor kurzem war ja wirklich erstaunlich, als ihr dort „Give us, Dear“ präsentiert habt.
MATTHIAS: Wir waren auch überrascht über die vielen Besucher. In Nürnberg sind für uns alle Ausstellungsorte – bis auf die Kunsthalle – nun damit durch. Deshalb ist es auch nicht zwingend, nochmals ein Bad in der Menge zu erhoffen (lacht). Wir bleiben Nürnberg andererseits nicht für immer fern. 

Wie lange habt ihr hier gelebt?
CHRISTIAN: Bei mir waren es zwei Etappen. Von 2001 bis 2005. Und von 2011 bis jetzt eben.
MATTHIAS: Und bei mir von 2003 bis 2006 und von 2011 bis 2019.

Prägende Jahre.
MATTHIAS: Ganz schön lang.
Gelächter

Reden wir über “Give us, Dear”, eine einprägsame Allegorie auf den Raubbau der Natur und der Wildnis.
MATTHIAS: Oder auch auf Hypochondrie und ganz viele Stellen, an denen der Körper schmerzt.

Aha, eigene Erfahrungen? Schon operiert worden?
CHRISTIAN: Das ein oder andere Mal. Was Matthias gerade erwähnte, ist natürlich ein Nebenaspekt, aber es stimmt schon.

Seid ihr Sozialromantiker oder Systemkritiker?
CHRISTIAN: Das Komische ist, glaube ich, dass wir beides sind.
MATTHIAS: Insgesamt haben wir eher ein Faible fürs barocke Erzählen als für asketische Einzeiler. Dramen ergeben Stoff. Das liegt uns näher als bestimmte Kontexte von Minimal-Künstlern.

Seid ihr politisch motiviert, ökologisch missionarisch? Seid ihr wütend? Oder handlungsunfähig?
CHRISTIAN: Das Missionarische liegt uns nicht. Das mag ich vom Duktus nicht, dieses Wort. Es hat weniger etwas von Überzeugen als von Überreden. Und – zum Beispiel – die christliche Mission in verschiedenen Erdteilen hatte ja nun wirklich nicht überwiegend positive Auswirkungen gehabt.
MATTHIAS: Ich glaube auch, dass es besser ist, eine Geschichte zu erzählen und den Zuschauern die Schlussfolgerung selber zu überlassen.

Interpretationsspielräume schaffen.
MATTHIAS: Genau, das ist besser und geht einem weniger auf die Nerven.

Aber ihr lasst keinen Zweifel daran, dass die vermeintliche Krone der Schöpfung sich mit vollem Einsatz selbst abschafft.
MATTHIAS: Das ist unübersehbar. Man muss nur sehen, was Menschen aus einer Bequemlichkeitshaltung heraus tun.

Seid ihr Fatalisten?
MATTHIAS: Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Optimismus liegt uns nur manchmal.
CHRISTIAN: Ich weiß nicht, ich mag schon ganz gerne das Sisyphos-Motiv. Man weiß um die Vergeblichkeit, macht aber trotzdem weiter, weil es immer besser ist als nichts zu machen.

Eure Arbeiten sind gut zu erfassen, auch plakativ. Freut ihr euch über spontane, vielleicht auch naive Publikumsreaktionen oder wollt ihr schon eher den intellektuellen Betrachter aus dem Kunstgeschichtsseminar?
MATTHIAS: Wir freuen uns über jegliche Reaktion. 

Bei „Give us, Dear“ kommt dann die Assoziation, dass sich King Kong in Gullivers Reisen verirrt hat.
CHRISTIAN: Das sind natürlich bewusst ausgelegte Fährten.

Und ihr denkt: Haha, reingefallen?!?
Gelächter.
CHRISTIAN: Geschichten erzählen funktioniert doch so: über Elemente, die Menschen kennen, einsteigen zu können. Wir wollen, und ich hoffe, das gelingt uns, keine Des-Kaisers-neue-Kleider-Kunstwerke machen, die zunächst ratlos machen und einen dann enttäuscht zurücklassen.

„Give us, Dear“ ist wie vieles von euch eine figurative Installation. Ist diese Ausdrucksform nicht old school?
MATTHIAS: Das sind doch Wellenbewegungen. Wir finden es aber höchst interessant, vermeintlich „altbackene“ Dinge mit zeitgenössischen Themen und Aspekten zu verbinden.
CHRISTIAN: Charaktere und Erzählformen zu nehmen und diese in eine neue Geschichte einzubetten.
MATTHIAS: Insgesamt versuchen wir in unseren Arbeiten verschiedene Zugangsebenen anzulegen. Optische, metaphorische, intellektuelle. Wie bei Witzen, die unterschiedlichste Beiklänge und Aspekte haben. 

Ihr habt beide ursprünglich Malerei bei Michael Munding in Nürnberg studiert. Zeichnend seid ihr immer noch unterwegs. Was kann die Zeichnung, was das Objekt nicht kann? Und umgekehrt?
MATTHIAS: Die Zeichnung ist intimer und hat praktische Vorteile. Man kann schneller Welten entwerfen oder Visionen entwickeln. Installationen und Objekte brauchen Platz und Zeit. Installationen sind meist nur für einen kurzen Zeitraum zu sehen und dann verschwinden sie wieder im Depot.
CHRISTIAN: Bei der Zeichnung hast du wie beim klassischen Theater eine Guckkastensituation. Installationen bieten dem Besucher andere körperliche Erfahrungen.
MATTHIAS: Da wird dann der Zuschauer manchmal auch Protagonist.

Diese Arbeiten genießen die größere Aufmerksamkeit. Stört euch das?
CHRISTIAN: Das hat sich einfach so entwickelt.
MATTHIAS: Und es liegt am Zusammenarbeiten. Es ist einfacher, gemeinsam an Installationen zu arbeiten als an Zeichnungen. Obwohl wir das schon auch gemacht haben. Etwa bei „Against all the Ceares of the World“, wo es um eine zurückgezogene Person geht, die von einer Angst um den Zustand der Welt in die nächste fällt und versucht, globale Probleme alleine auf einmal mit einer Klappe zu schlagen. So eine Art „Tapferes Schneiderlein“.

Ist Größe relevant für eure Kunst?
MATTHIAS: Nicht unbedingt. Es gibt auch kleinere Installationen. Aber Erzählungen im Raum brauchen eben Platz, um bestimmte Spannungsbögen zu entwickeln.
CHRISTIAN: Es wird genauso groß, wie es die jeweilige Geschichte erfordert. Bei „Give us, Dear“ würde es nicht funktionieren, wenn das Geschöpf nur einen Meter lang wäre.

Seit über 10 Jahren arbeitet ihr als Künstler-Duo. Das war eher geplanter Zufall, oder?
MATTHIAS. Genau. Wir hatten eine Ausstellung im Kunstverein Kohlenhof gemacht und uns dafür ein gemeinsames Raumkonzept überlegt. Das war wie bei einer Band, die mal testweise zusammenspielt und dann feststellt: Es funktioniert. Das hat sich dann quasi verselbstständigt. 

Wie hält man das so lange aus?
CHRISTIAN: Das fragen wir uns auch.

Halbiert diese Arbeitsweise die Kreativität oder verdoppelt sie diese?
CHRISTIAN: Sie bringt so circa 110 Prozent.
Gelächter.

Habt ihr auch so etwas wie Abstinenz-Phasen von euch, also so eine Art Buddy-Fasten? Braucht ihr Abstand voneinander?
CHRISTIAN: Wenn wir längere Zeit keine gemeinsamen Projekte vorbereiten, gab’s schon immer zwei, drei Wochen.

Braucht ihr das?
CHRISTIAN: Das ist schon hilfreich.
Gelächter.
MATTHIAS: Wie in anderen beruflichen Zusammenhängen ist es gut, sich zwischendurch auf sich selber zu besinnen, wo man seine Ruhe braucht. Große Arbeiten können ja durchaus Stress bringen, in ihrer Komplexität, dem Termindruck. Da bekommt der Nächststehende am meisten ab. Aber wir gehen alle Schaltjahre auch mal zusammen auf ein Bier oder ein Konzert.

Künstler-Duos hat die Kunstgeschichte einige erlebt, Gilbert & George, Jeane-Claude & Christo, Fischli & Weiss, Greser & Lenz oder auch Die Weltanschauungsbeaufragten Fürbringer & Moll. Steckt bei Euch der Wunsch nach Teambildung eine Rolle?
CHRISTIAN: Wir waren bisher zufrieden damit, was sich aus diesem Duo ergeben hat. Ich würde nicht nur in dieser Konstellation unterwegs sein wollen, zeichne deshalb auch weiterhin viel alleine, aber man kann dadurch einfach andere Dinge tun. Das ist, als wenn einem zusätzliche Arme und eine weitere Gehirnhälfte wachsen.

Bleiben wir bei den Objekten. Das sind dreidimensionale Kolossal-Karikaturen. Welchen Stellenwert haben der Humor, die Ironie, der Spott, der Sarkasmus?
MATTHIAS: Das ist ein Vorzeichen, das mal stärker, mal weniger stark auftaucht. „Eine Vorstufe zum Kommentar“ hat Christian das mal genannt.
CHRISTIAN: Das ist wie ein bestimmter Sound, den man haben will, eine bestimmte Grundstimmung, wie in der Musik ein definiertes Klangbild, ein Scheppern, ein Kratzen.
MATTHIAS: Das hängt ganz stark ab von einer bestimmten Perspektive auf die Dinge. Den Humor braucht man, um gewisse Geschichten zu erzählen. Da werden sie noch viel bitterer und anstrengender.

Noch bitterer?
CHRISTIAN: Ja, weil man gezwungen wird, mehrere Emotionen gleichzeitig zu empfinden. Die eigentlich nicht vereinbar sind.

Tenor: Die Menschheit ist ein Trauerspiel?
CHRISTIAN: Genau so kann man es vielleicht nicht sagen.
MATTHIAS: In der Installation „The Carrion Cheer“ haben wir 2018 ein Übergangscamp für die Geister ausgestorbene Tierarten geschaffen. Lauter Wiedergänger, die in ihrem Klagegeheul die Menschen aber nicht verfluchen. Sie jammern zwar von der Tonlage her, danken aber den Menschen sogar für ihre Ausrottung. Dadurch wird’s noch viel anstrengender. 

Nach Achternbusch: Wir haben zwar keine Chance, sollten sie aber nutzen?
CHRISTIAN: Was bei „The Carrion Cheer“ mit Achternbusch zu tun hat, ist die Parodie des christlichen Schwelgens im Opfer-Status. Und man merkt, wie absurd das ist, wenn diese Haltung aus einer anderen Perspektive auftritt.

Welche Gegenwehr wollt, könnt ihr leisten?
CHRISTIAN: Keine Ahnung, der Widerstand, den wir im täglichen Leben leisten, ist guter Durchschnitt. Es gibt Leute, die da kompetenter sind.
MATTHIAS: Insgesamt ist es ja wahrscheinlich so, dass die Tiere und Pflanzen die besten Chancen haben, wenn die Menschen möglichst schnell aus dem Leben scheiden.
CHRISTIAN: Man kann das aber jetzt im Hinblick auf das eigene Wohlbefinden auch nicht wirklich empfehlen.
Gelächter

In eurer Arbeit arbeitet ihr gerne mit Ikonen, mit Prototypen auf der Festplatte der Menschheit. Raketen, Zelte, Ungeheuer, Schrebergärten, Denkmäler. Weil das Umprogrammieren des Bekannten, das Ver-Rücken der Tradition stärkere Überraschungen garantiert?
CHRISTIAN: Beides eigentlich. Das ermöglicht einerseits einen Einstieg und dann die Überraschung.

Jetzt also Berlin. Im August läuft dort eine Ausstellung unter dem Titel „Licht, Luft und Scheiße“.
CHRISTIAN: Das ist nicht unser Titel, sondern der einer Gruppenausstellung, zu der wir einen Beitrag liefern. Der wird heißen: „The Lichterfelde Club of Hope“. 

In Fürth „pflanzt“ ihr gerade fürs Landesamt für Statistik einen „Baum der Wissbegier“. Ist das die Ergänzung zum Stein des Weisen?
MATTHIAS: Hahaha … der dumme Baum …
CHRISTIAN: Das ist tatsächlich ein Baum, der von den Menschen, die sich ihm nähern, Dinge wissen will, weil er wirklich selber gar nix weiß.

Ah, dann eher die Ergänzung zum Wunsch „Herr lass Hirn vom Himmel regnen“?
MATTHIAS: Beides.
CHRISTIAN: Vielleicht denkt das dieser Baum zwischendurch.

Ist das ein Kunstbaum?
CHRISTIAN: Das ist ein künstlicher Baum, der im Hof des statistischen Landesamts stehen wird. Ein anthropomorpher Baum mit zwei Ästen, die wie Arme aussehen. Er hat keine Krone, ein Baum, der vom Blitz gespalten wurde. Er ist hohl. Man kann hineingehen und ein Zauberwort sprechen. Dann kommt aus dem Dunkeln ein Zettel herab geschwebt, auf dem eine Frage steht. Wir programmieren im Vorfeld also das Gehirn dieses Baums. 

Wo steht ihr beide in 10 Jahren?
CHRISTIAN: Puuuh, hoffentlich stehen wir dann überhaupt noch.
MATTHIAS: Im Stau.

Wollt ihr berühmt werden? Oder nicht berühmt werden?
CHRISTIAN: Weder noch. Es ergibt sich. Oder eben nicht. Wir wollen in erster Linie Sachen machen, die für irgendjemanden interessant sind. Gerne auch für viele Leute.

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MATTHIAS BÖHLER (geb. 1981 in Deutschland) und CHRISTIAN ORENDT (geb. 1980 in Rumänien) studierten u.a. an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (wo sie zuletzt auch als Assistenten beschäftigt waren) und arbeiten seit über zehn Jahren (nach einer gemeinsamen Ausstellung für den Kunstverein Kohlenhof) als erfolgreiches Künstler-Duo. Bekannt sind die beiden Aushängeschilder der regionalen Kunstszene für raumreifende, ironisch unterfütterte Installationen. Im Neuen Museum Nürnberg ist aktuell der Besuchermagnet „Give us, Dear“ zu erleben. Böhler & Orendt waren als Stipendiaten in Antwerpen, Dublin, Austin und Detroit, bekamen den Bayerischen Kunstförderpreis ebenso wie den Nürnberger Kulturpreis und den Wolfram-von-Eschenbach-Preis. Sie hatten Ausstellungen in Stockholm, Berlin, Luxemburg, Brüssel, Baden-Baden, München und Miami.
Gerade entsteht für das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth ihr „Baum der Wissbegier“. Ab September ist er zu erleben. Da haben Böhler & Orendt bereits Berlin als neuen Wohnort gewählt.

Davor aber noch, am 26. Juni, sind Böhler & Orendt zum Gespräch in der Akademie der bildenden Künste.

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FOTOS:
Studenten der Akademie der bildenden Künste Nürnberg, Fachklasse für Photographie, erstellen seit der Ausgabe Februar 2019 die Bilderstrecke zu dieser monatlichen Interviewserie.
FOTOS DIESER AUSGABE: REBECCA SCHWARZMEIER. Seit dem Wintersemester 2016 besucht Rebecca die Fachklasse für Photographie 
an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Von 2011 bis 2015 studierte sie Design an der TH Nürnberg (Abschluss: Bachelor).

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ANDREAS RADLMAIER ist als Leiter des Projektbüros im Nürnberger Kulturreferat verantwortlich für das Bardentreffen, Klassik Open Air, Stars im Luitpoldhain, sowie für die Entwicklung neuer Formate wie Silvestival, Criminale und Boulevard Babel  – Formate, die curt journalistisch begleitet. Andreas ist seit über 30 Jahren in und für die Kulturszene tätig. 
Studium der Altphilologie, Englisch, Geschichte. Bis 2010 in verantwortlicher Position in der Kulturredaktion der Abendzeitung Nürnberg. 2003: Kulturpreis der Stadt Nürnberg für kulturjournalistische Arbeit und Mitarbeit an zahlreichen Publikationen.




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