MONTAG, 03.07.2023 / 19.00 Uhr
Der neue Roman des Fernsehmoderators

Dortmund in der Nachkriegszeit: Das bedeutet Armut, Kriegstraumata und wenig Hoffnung auf eine rosige Zukunft. Doch drei Jugendliche kämpfen um einen besseren Platz im Leben. Edgar wächst bei seiner Mutter und seinem Onkel auf – der Vater ist im Krieg gefallen. Der Junge soll später den Friseurladen übernehmen oder bei schlechtem Betragen im Bergbau arbeiten. Er, seine Jugendliebe Nelly und sein bester Freund Jürgen – sie alle haben genug von der ärmlichen Enge. Als Edgar die Möglichkeit bekommt, Schaufensterdekorateur zu lernen und Förderer findet, öffnet sich die Tür zur Düsseldorfer Künstlerszene. Der Roman über einen Aufsteiger, der mit seiner Herkunft bricht und sie doch nie ganz loswird, lehnt sich an das Leben des Malers Norbert Tadeusz an, der es zum Meisterschüler von Joseph Beuys und zum Kunstprofessor brachte. Jörg Thadeusz, Radiojournalist, Fernsehmoderator und Autor, hat dem Roman seine Familiengeschichte zugrunde gelegt.

Der Vater des Autors war ein Cousin des Malers Norbert Thadeusz. 1968 geboren und in Dortmund als Sohn eines Elektrikers und einer Friseurin aufgewachsen, machte Jörg Thadeusz Abitur und studierte in Bochum Geschichte und Politikwissenschaften. Früh zog es ihn zum Journalismus, zunächst als Radioreporter, seit 1999 ist er auch im Fernsehen zu sehen. Für seine Außenreportagen bei der WDR-Latenight-Show „Zimmer frei“ erhielt er den Grimme-Preis. Er moderiert die politische Gesprächssendung „Thadeusz und die Beobachter“ im rbb-Fernsehen und weitere Sendungen bei  WDR2 und Phoenix. In der Berliner Morgenpost schreibt er wöchentliche Kolumnen. Mit seiner Frau, der Journalistin Anna Engelke, hat er das Buch „Die vereinigten Zutaten von Amerika“ geschrieben. Zuvor erschienen unter anderem seine Romane „Rette mich ein bisschen“ und „Die Sopranistin“.

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