DONNERSTAG, 24.11.2022 / 20.00 Uhr
Solo-Tanzperformance von Eva Bohrmann.

Pressetext:

Ich bringe meine Mutter zur Welt. So beginnt die Erzählung der Choreografin und Tänzerin Eva Borrmann, die sich in einer Solo Performance dem Bild der Mutter nähert. Sie rekonstruiert dabei prägende tänzerische Erlebnisse mit der eigenen Mutter, die sich jahrelang dem Flamenco hingab. So ist die Zeichnung der anmutenden Flamencotänzerin in Borrmanns Darbietung allgegenwärtig und formt zugleich ein Frauenbild, das nach seiner gegenwärtigen Position sucht. “Retrospektiv empfinde ich meine Mutter und den Flamenco als stark prägend – ein leidenschaftliches, starkes und lautes Frauenbild eröffnet sich mir. Nur wohin ist dieses starke und inspirierende Bild über die Jahre verschwunden?”

Eva Borrmanns performative Erzählung ist dabei schonungslos und schwankt zwischen sehnsüchtigen Hinwendungen zur Vergangenheit und glasklaren Beobachtungen katastrophaler Familienereignisse. In sechzig Minuten wird ein vergangenes Wochenende im Familienkreis konstruiert, das bis heute nachhallt. Reflexionen, tänzerische Ekstase und Fantasie werden zu einer brennenden Liebeserklärung an die eigene Biografie - ein Kampf zwischen Nostalgie und Gegenwart.

In dieser Performance verschmelzen Tanz und Text miteinander und bilden einen genreübergreifenden Theaterabend.

KONZEPT/CHOREOGRAFIE/PERFORMANCE: Eva Borrmann
TEXT/DRAMATURGIE: Urs Humpenöder
BÜHNE/KOSTÜM: Daina Kasperowitsch
MUSIK: Wolfgang Eckert
DRAMATURGIE: André Studt
LICHT: Sasa Batnozic
OUTSIDE EYE: Hannes Köpke
PRODUKTIONSMANAGEMENT: Julia Opitz
CREATIVE PRODUCER: Dirk Förster
ASSISTENZ: Lina Hartmann

Eva Borrmann arbeitet als freie Choreografin und Tänzerin. Sie produziert unter dem Label PLAN MEE abendfüllende Tanz- und Theaterproduktionen, die sich immer dem sozialgeformten Körper annehmen.
Von 2021 - 2023 erhielt Eva Borrmann die Impulsförderung der Stadt Nürnberg und produziert in enger Zusammenarbeit mit der Tafelhalle Nürnberg eine dreiteilige Serie zum Thema “Kitsch/ Kunst”. Dabei untersucht sie die drei von Kitsch durchzogenen Themenfelder:
Nacktheit/Nostalgie/Esoterik.
UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER ist die zweite Produktion der Reihe “Kitsch/Kunst” und beschäftigt sich mit dem Feld der Nostalgie. Eva Borrmann untersucht dabei sentimentale Rückwendungen zur Vergangenheit. Die Produktion entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Medienwissenschaftler Urs Humpenöder.

Dieses Projekt wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, Stadt Nürnberg, Tanzzentrale der Region Nürnberg/Fürth e. V., TANZ_TAUSCH_NETZWERK und der Tanztendenz München e.V.
Diese Produktion ist eine Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg im Rahmen der Impulsförderung der Stadt Nürnberg.

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TAFELHALLE

Äußere Sulzbacher Str. 62
90491 Nürnberg

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