MITTWOCH, 16.11.2016 / 19.00-22.00 Uhr
Vierteilige Veranstaltungsreihe. Heute Panel III: “Die Konsequenz(en) der Geschichte”

Im Wintersemester findet die im Juli gestartete Reihe "Die Konsequenz(en) der Kunst" ihre Fortsetzung. Ausgangspunkt ist Alenka Zupančičs Vorschlag, den Begriff der Konsequenz als Maßstab des eigenen Denkens und Handelns anzusetzen. Statt schlicht auf die gesellschaftliche Eingemeindung der eigenen Taten, auf ihre Relevanz zu hoffen, sollten sich diese vielmehr anhand der Konsequenzen ausrichten, die sie in sich tragen. Mit Zupančič lässt sich in diesem Sinne auch nach der/den Konsequenz/en der Kunst fragen, nach ihren Folgen ebenso wie nach ihrer Folgerichtigkeit.

Das dritte Panel nimmt „die Konsequenz(en) der Geschichte" in den Fokus. Hierbei stellt sich die Frage, wie geschichtsvergessen oder wie geschichtsversessen künstlerisches Handeln sein muss oder darf, um als konsequent zu gelten. Der Begriff Geschichte kann in diesem Kontext ganz Unterschiedliches meinen, sei es die „gemeinsam geteilte Vergangenheit“, die „individuell unmittelbar erlebte Handlung“ (Y. Dziewior) oder etwa das Modell einer zeitlichen Folgelogik. Folgte der Imperativ des Zeitgenössischen in und seit der Moderne noch dem Bruch mit der Vergangenheit, fragt sich nunmehr, ob künstlerisches Handeln sich heute allein aus der Kunst – aus der Relevanz für die Kunst – rechtfertigen lässt oder ob sich künstlerische Praxis nicht auf ihre Folgehaftigkeit zu verpflichten hat. Auf einer ganz basalen Ebene wird also der doppelte Dualismus von Gegenwart und Geschichte, von Relevanz und Konsequenz reflektiert.

mit Beiträgen von:
Eva Kernbauer (Wien)
Holger Kube Ventura (Tübingen)
Sven Lütticken (Amsterdam)

Konzeption: Prof. Kerstin Stakemeier und Prof. Lars Blunck, AdBK Nürnberg


AKADEMIE DER BILDENDEN KüNSTE

Bingstr. 60





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