FREITAG, 03.12.2021 / 10.30 Uhr
Fleur Grelet, Antonia Joséphine Meier, Anja Rüegg, Mira Wickert und Nina Vieten wollen uns mit „I do the same job bleeding“ einem ganz bestimmten Thema näher bringen: Der Periode.

„I do the same job bleeding“ ist die Aufarbeitung einer Leerstelle, eines Themas, über das in unserer Pubertät fast gar nicht gesprochen wurde und welches noch immer für allgemeines Unwohlsein sorgt: Die Periode. Selbst bei erwachsenen Menstruierenden sitzt die Scham oft so tief, dass Umschreibungen wie „Erdbeerwoche“ benutzt, Periodenprodukte versteckt und nur still und heimlich weitergegeben werden. Durch die Tabuisierung wird die Menstruation oft als etwas völlig Abstraktes, Unnormales und Ekliges wahrgenommen. Dabei ist die Periode nicht mehr als eine natürliche Körperfunktion. Aber wir alle erinnern uns an Momente in der Schule, wo Lehrer*innen uns nicht auf die Toilette lassen wollten, weil die Pause gerade fünf Minuten her war. Also hieß es aushalten und spüren, wie sich das Periodenblut langsam in der Hose ausbreitet. Wie wäre es gewesen, wenn die Lehrenden ein bisschen sensibler und informierter gewesen wären? Wenn die anderen Schüler*innen nicht gelacht hätten? Wenn es einfach „normal“ gewesen wäre und nicht schambehaftet? Und was muss sich ändern, damit wir endlich frei und ungezwungen über das Thema sprechen können?
Die Periode darf nicht länger ein Tabuthema sein. „I do the same job bleeding“ soll eine Einladung für alle Geschlechter, Alters- und Interessengruppen sein. In einem offenen Diskurs versuchen wir gemeinsam etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei begegnen wir als Spielerinnen auch immer wieder der Frage nach der Sichtbarkeit, denn klar ist: Nicht jede Frau menstruiert und nicht jede menstruierende Person ist eine Frau. Mit unserer Arbeit am Gostner Hoftheater wollen wir in den Austausch gehen und einen Beitrag zur Enttabuisierung der Periode leisten.
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Spiel: Fleur Grelet, Antonia Joséphine Meier, Anja Rüegg, Mira Wickert und Nina Vieten
Konzept & Regie: Antonia Joséphine Meier, Anja Rüegg, Mira Wickert und Nina Vieten
Bühne: Una Jankov


GOSTNER HOFTHEATER

Austr. 70
90429 Nürnberg






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