DONNERSTAG, 04.07.2019 / 19.30 Uhr
Kammeroper von Wolfgang Rihm, in der es um den literarischen Aufbruch im Deutschland des späten 18. Jahrhunderts geht.

Pressetext:

Der Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz ist die tragische Figur des literarischen Aufbruchs im Deutschland des späten 18. Jahrhunderts. Begabt wie kaum ein Schriftsteller seiner Generation, scheitert er an der Liebe, an seinen Konkurrenten – darunter Goethe – und am Wahnsinn in seinem Kopf. Lenz verstrickt sich in seine Widersprüche, sucht Kontakt zu anderen Menschen und kann sie doch nicht ertragen. Sein Sendungsbewusstsein, verbunden mit Selbstzweifeln und der Erinnerung an seine unerfüllte Liebe zu Friederike, treiben ihn in den Irrsinn. Seine Freunde, insbesondere Pfarrer Oberlin und der Schriftsteller Kaufmann, versuchen, ihn in der Welt zu halten. Doch sie müssen erkennen, dass die Stimmen in Lenz’ Kopf längst das Kommando übernommen haben.

Georg Büchners Erzählung Lenz ist die bewegende literarische Schilderung eines Menschen, der dem Wahnsinn verfällt. Wolfgang Rihm, heute einer der international erfolgreichsten deutschen Komponisten, hat sich in seiner 1979 uraufgeführten Kammeroper von Büchners Text inspirieren lassen und die Auflösung einer menschlichen Psyche mit musikalischen Mitteln gestaltet. Dabei ist Jakob Lenz weit mehr als die Studie einer klinischen Schizophrenie: Die Oper beschreibt eine fundamentale Spaltung zwischen Individuum und Gesellschaft, die der Einzelne mit dem Verlust seiner Autonomie und Freiheit bezahlen muss.


OPERNHAUS

Richard-Wagner-Platz 2-10
90443 Nürnberg

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