Veronika Dimke malt die Opfer des NSU: Ausstellung in der Roten Galerie

8. MAI 2022 - 5. JUNI 2022, ROTE GALERIE

#Ausstellung, #Malerei, #NSU, #Rote Galerie, #Veronika Dimke

Drei der zehn Opfer des NSU sind in Nürnberg ermordet worden. Sie wurden mitten aus dem Leben gerissen. Viel zu oft spricht man über die Täter, zu selten über die Opfer. Die Rote Galerie rückt nun diese Menschen in den Fokus. In der Galerie, und maximal präsent in den großen Schaufenstern in der Koberger Straße. Die Bilder der beiden Nürnberger, Enver Şimşek und İsmail Yaşar, werden in Nürnberg zudem auf 21 Großplakatwänden zu sehen sein.

Im Rahmen der Initiative Keupstraße ist überall entstand die Idee, die zehn Opfern des NSU würdigend darzustellen. Die Porträts malt die Kölner Künstlerin Veronika Dimke. “Wir wollten Veronika Dimkes Werk als wir davon hörten, sofort in der Roten Galerie ausstellen. Die Gemälde werden tatsächlich nur dieses eine Mal zu sehen sein und dann am Ende der Ausstellung den Angehörigen geschenkt”, erklärt Michael Ziegler, Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft.

Zitat der Künstlerin zum Hintergrund dieser besonderen Arbeit: “Brutal aus dem Leben gerissene Menschen zu porträtieren anhand von privaten Fotos und ohne engen Kontakt zu den Familien. Diese Aufgabe ist für mich zu etwas ganz Grossen geworden. Nie hätte ich gedacht, dass diese Arbeit so lange und intensiv ist. Ich wollte das pralle Leben darstellen, die Schönheit und Wärme und eine schöne Erinnerung an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.”

Zur Vernissage am Sonntag, 08. Mai, 17 Uhr werden die Künstlerin und Angehörige der Opfer des NSU anwesend sein.
Ebenso bei der Finissage am 5. Juni um 17 Uhr, bei der die Bilder an Familienangehörige übergeben werden.

Die Rote Galerie sammelt zur Umsetzung der Ausstellung Spendengelder, die zur Erstellung der Bilder aber auch zur Unterbringung der Aneghörigen benötigt werden. Unter dem Betreff "Opfer des NSU" könnt ihr hier an die Karl-Bröger-Gesellschaft spenden: IBAN DE61 7605 0101 0001 2564 44.
 



 




Twitter Facebook Google

#Ausstellung, #Malerei, #NSU, #Rote Galerie, #Veronika Dimke

Vielleicht auch interessant...

ROTE GALERIE. Ja, das wäre schön gewesen, wenn man zuletzt im Palmengarten hätte einkehren und dabei auch noch Kunst von Gymmick hätte bestaunen können. So aber wie es nunmal ist, hingen die Kunstwerke zwar im Gasthof, wurden dabei aber kaum je von Blicken gestreift. Ein trauriger Gedanke. Fand auch Die Rote Galerie, Michael Ziegler, die Karl-Bröger-Gesellschaft und befreite die Kunst aus dem Kneipengefängnis und brachten sie in ihre Räumlichkeiten, die den Vorzug der Schaufenster aufweisen.  >>
KULTUR.LOKAL.FüRTH. Mal wieder was Spannendes aus dem kultur.lokal.fürth, das sich zum Anfang des Jahres in einen artsy Postkartenshop verwandelt. Schöne Grüße aus Fürth ist ein Konzept von Barbara Engelhard und Stephan Schwarzmann, die den Raum in der Fürther Innenstadt vom 12. bis 23. Januar in ein offenes Atelier verwandeln, in dem tatsächlich Postkarten produziert und ausgestellt werden und auch erworben werden können. Die Postkarte feierte 2019 ihren 150. Geburtstag und hat es in diesen Zeiten der permanenten digitalen Kommunikation und Bilderverschickerei in die Familiengruppe wahrscheinlich so schwer wie noch nie. Aber mal ehrlich: Über so eine richtige Karte freut man sich doch eigentlich viel mehr. Insbesondere, wenn es dich dabei zudem um ein Kunstwerk handelt. Barbara Engelhard setzt und näht Karten aus alltäglichen Materialien, Zeichnungen und Malereien collagenartig zusammen. Stephan Schwarzmann greift zum scharfen Messer und Linoleum und druckt mit der Druckerpresse plakative Postkarten im Hochdruckverfahren. Ziemlich gut geeignet zum Zwecke des netten Neujahrsgrußes.

Öffnungszeiten: Vom 12. bis 23. Januar 2024 von Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr.
Eröffnung am Donnerstag den 11. Januar 2024 um 19 Uhr statt.
   >>
NüRNBERG. Über 30 Jahre lang hat Petra Weigle, die dieses Jahr formal in den Ruhestand geht, einige Dutzend Ausstellungen des Instituts für moderne Kunst, sowie diverse andere als Kuratorin verantwortet. Entstanden sind mal vielschichtige, mal minimalistisch präzise Setzungen in den verschiedensten Räumen Nürnbergs. Höchste Zeit, mit einer der erfahrensten Ausstellungsmacherinnen der Stadt ein paar Worte zu wechseln.  >>
20240201_Mummpitz_160
20240201_Staatstheater
20240201_Kaweco
20240201_VAG_D-Ticket
20240201_NMN_Weaver
20240201_Theater_Erlangen
20240201_Retterspitz
20240201_Referat_Umwelt_Konferenz
20240201_KuF_11xFAIR
20230703_lighttone
20240201_AFAG_akustika