Geschäft Süd: Fotoausstellung im Leerstand

DIENSTAG, 15. DEZEMBER 2020, KARL-BRöGER-STR. 26

#Ausstellung, #Fotografie, #Geschäft Süd, #Kunst, #Kunstspaziergang, #Peter Christof, #Südstadt

Der Kunstspaziergang geht weiter. Schließlich steht auch in den neusten Coronaverordnungen, dass Kunstspaziergang ein triftiger Grund sei, um das Haus zu verlassen. curt-Leser*innen achten dabei mit großer Selbstverständlichkeit darauf, dass sich ihnen kein zweiter Hausstand aufdrängt und vor den Schaufenstern die Abstände eingehalten werden. In dem Sinne steuern wir die Karl-Bröger-Straße an. 

Hier steht seit geraumer Zeit eine Erdgeschoss-Immobilie leer, vormals: Südstadt-Shop, die sich durch großzügige Schaufenster auszeichnet. Peter Christof, eigentlich Musiker, in der Pandemiezeit zum Fotografen gemausert, zeigt hier Geschäft Süd. Auf den momentan 14 analogen Fotografien sehen wir die Menschen, die genau diesen Kiez – grob: von Bahnhof bis einschließlich Aufsessplatz – beleben, gestalten, prägen. Sei es das Ehepaar von der kleinen Bäckerei am Eck, der Gemüseverkäufer, die Verkäuferin aus dem Tabakladen, der venezolanische Gastronom oder Lampe mit Hund und Thamm vom curt. Peter Christof setzt mit dieser kleinen, feinen Arbeit Menschen in den Fokus, die wir sonst von hinterm Tresen kennen, deren Gesicht und Stimme unser Leben fast unmerklich begleiten, die sonst nicht künstlerische, sondern nur sporadische Aufmerksamkeit bekommen (mit Ausnahme der curt-Heinis). Und: Geschäft Süd nutzt auf unkomplizierte, also schnell realisierte, Art und Weise eine leerstehende Fläche und wenn das auch noch vorbildhaft wäre in einer an Leerständen nicht armen Stadt, das wäre doch erfreulich. 

Für unseren Kunstspaziergang heißt das: Nach dem Adventskalender vom Café Express links, dann Geschäft Süd, dann weiter zum Künstlerhaus, durch die Stadt (Maske auf!) zum Bernsteinzimmer bzw. Bernstein-Kabinett und am Ende den Kunstraum des Konfuzius-Institus nicht vergessen. Geht auch von Norden nach Süden. Wir freuen uns über sämtliche weitere Hinweise, wie wir diesen Nürnberger Art-Walk erweitern können an: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst  

 




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KüNSTLERHAUS IM KUKUQ. So langsam wird das mit dem Spaziergang: Nicht nur das Konfuzius-Institut (bzw. der Kunstraum desselben in der Pirckheimerstraße) stellt momentan Gewinner*innen eines Fotowettbewerbs aus, sondern ab sofort auch das Künstlerhaus. Hinzu kommt das Bernsteinzimmer mit seinem Bernstein-Kabinett (bis 06. Dezember mit den Wunderkammern von Susanne Stiegeler). Googles Vorschlag für unseren Nürnberger Kunstspaziergang siehe unten, dabei sind allerdings die neuen Litfaßsäulen nicht mit eingerechnet, die den ein oder anderen zusätzlichen Schlenker bedeuten würden. Ärzte empfehlen aber eh 10.000 Schritte am Tag, wenn man dabei auch noch Kunst bestaunen kann, trainiert man Herz und, äh, Hirn.   >>
SASANISIMOVA: Kurznachrichten aus Charkiw
Die Künstlerin Sasha Anisimova versieht ihre Fotografien mit Zeichnungen und kurzen Texten und verbindet somit die beiden künstlerischen Gattungen Fotografie und Grafik. Die literarischen Einlassungen nehmen tagebuchartig auf die Kriegsgeschehnisse vor Ort in Charkiw Bezug und kommentieren sie. Die Charkiwer Künstlerin konnte bereits für die Teilnahme an der Ausstellung FARBE BEKENNEN in der Open-Air-Galerie am Bauzaun der St. Lorenzkirche gewonnen werden. Sashas Bilder sind bewegende Zeitzeugnisse der aktuellen Zustände in Nürnbergs Partnerstadt Charkiw.
Ausstellung im
Defethaus, Nbg, bis 08.10.

OUTPUT
Fotoszene Open-Air geht in eine neue Runde: Im Rahmen der diesjährigen FreiLuftGalerie Fürth zeigt die fotoszene nürnberg e.V.* - forum freier fotografen, wieder Kunst im öffentlichen Raum, diesmal im Stadtpark Fürth. „Not macht erfinderisch“ besagt eine Redewendung, wenn wichtige Dinge fehlen und besondere Ideen vonnöten sind, um dennoch zum Ziel zu kommen. So waren die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen Grund dafür, dass die fotoszene nürnberg e.V.* den öffentlichen Raum für sich und die Fotografie als Präsentationsplattform entdeckt hat. Beginnend mit einer großen Ausstellung anlässlich des Internationales Fotofestival Nürnberg 2021 im Nürnberger Stadtpark, folgte deren Präsentation im Stadtgarten Roth. Der Gedanke, im Freien einen „white cube“ zu installieren, das heißt, ein Ausstellungsforum einzurichten, das den Interessierten in den Weg gestellt ist und ohne Schwellenhemmnis betreten werden kann, führte schließlich zu neun Open-Air-Ausstellungen an einem Bauzaun rund um die St.Lorenzkirche in der Innenstadt Nürnbergs.
Doch das war mal, der Bauzaun steht längst nicht mehr. In der FreiLuftGalerie Fürth sind Arbeiten von James Edward Albright jr., Mile Cindric, Günter Distler, Tim Händel, Stefan Hippel, Steffen Kirschner, Lena Mayer, Jutta Missbach, Rudi Ott und Jens Wegener zu sehen.
Open-Air-Ausstellung im Stadtpark Fürth, noch bis 25.09.

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fotos zene nürnberg*
www.die-fotoszene.de
Festivalhomepage: www.fotofestivalnuernberg.de


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AUF AEG. Ein Kunstfestival für all die Kunst, die im tradierten, hochoffiziellen Sektflöten-Betrieb nicht stattfindet. Outsider Art oder Art Brut nennen die Veranstaltenden der Idyllerei das, was vom 31. Mai bis 2. Juni in der Kulturwerkstatt auf AEG gezeigt und stattfinden wird. 
Mit dabei sind natürlich die Künstler:innen aus dem Kunstraum der Lebenshilfe, aber auch viele, viele internationale Gäste.   >>
KULTUR.LOKAL.FüRTH. Mal wieder was Spannendes aus dem kultur.lokal.fürth, das sich zum Anfang des Jahres in einen artsy Postkartenshop verwandelt. Schöne Grüße aus Fürth ist ein Konzept von Barbara Engelhard und Stephan Schwarzmann, die den Raum in der Fürther Innenstadt vom 12. bis 23. Januar in ein offenes Atelier verwandeln, in dem tatsächlich Postkarten produziert und ausgestellt werden und auch erworben werden können. Die Postkarte feierte 2019 ihren 150. Geburtstag und hat es in diesen Zeiten der permanenten digitalen Kommunikation und Bilderverschickerei in die Familiengruppe wahrscheinlich so schwer wie noch nie. Aber mal ehrlich: Über so eine richtige Karte freut man sich doch eigentlich viel mehr. Insbesondere, wenn es dich dabei zudem um ein Kunstwerk handelt. Barbara Engelhard setzt und näht Karten aus alltäglichen Materialien, Zeichnungen und Malereien collagenartig zusammen. Stephan Schwarzmann greift zum scharfen Messer und Linoleum und druckt mit der Druckerpresse plakative Postkarten im Hochdruckverfahren. Ziemlich gut geeignet zum Zwecke des netten Neujahrsgrußes.

Öffnungszeiten: Vom 12. bis 23. Januar 2024 von Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr.
Eröffnung am Donnerstag den 11. Januar 2024 um 19 Uhr statt.
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