Kunst neu in curt - jetzt mit wild!

SONNTAG, 1. MäRZ 2020

#Dr. Marian Wild, #Kolumne, #Kunst, #Natalie de Ligt

Seit Juni 2014 sichtete, sondierte und beschrieb Natalie de ligt für uns die regionale Kunstlandschaft. Das gab es so in curt noch nie, diese Kompetenz hatten wir einfach nicht. Da musste erst die Frau vom Matthias Egersdörfer kommen, damit es funzt. Und wie das bei curt so ist und sein soll: aus Kollegen werden Freunde. Dennoch verabschiedet sich Natalie nun und wird in Zukunft die kunst galerie fürth leiten, präsentiert in ihrer Gewissenhaftigkeit aber auch gleich ihren Nachfolger, damit curt nicht in eine Kunst-Krise stürzt: Wir freuen uns auf Marian Wild – ebenfalls maximal vom Fach! Danke, liebe Natalie, du wirst uns wirklich fehlen! Lieber Marian, wir freuen uns auf dich! P.S.: Wir duzen uns und unsere Leser.

TSCHÜSS BIS TSCHÜSS
Dieser wenig poetisch klingende Abschiedsgruß war einmal ein Versprecher meines lieben Gatten. Aber im Grunde ist dieses „Tschüss bis Tschüss“ voller Zuneigung und auch hochphilosophisch, meint es doch nicht das endgültige Sich-aus-den Augen-Verlieren, sondern inkludiert bereits, dass es ein nächstes Mal geben wird. Das muss man erstmal hinbekommen: Ein doppeltes Tschüss, und doch bleibt man irgendwie zusammen. Und genau so ist es jetzt bei mir. Leider muss ich mich zwar an dieser Stelle vom curt und von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, verabschieden, aber eben weder komplett noch endgültig. Ich wechsle gewissermaßen nur zu der anderen Seite derselben Medaille und werde fortan als Leiterin der kunst galerie fürth von Fürth aus auf den monatlichen curt gieren, um zu erfahren, was so los ist in Nürnberg, Fürth und Erlangen. Und Sie werden vielleicht doch ab und an etwas von mir lesen und sehen, nämlich Pressetexte und Ausstellungen von meiner neuen Arbeitsstätte. Und dann sagen Sie sich vielleicht: Schau an, da hat die de Ligt jahrelang im curt Ausstellungen bekrittelt, die immer nur gut gemeint waren, und jetzt meint sie es selbst noch besser. Und wie die sich oft über Pressetexte echauffiert hat, nur weil die so schlau geschrieben waren … aber die hat einfach nicht verstanden, dass das mit der Kunst im Wandel ist.
Bitte freuen Sie sich deshalb mit mir auf Dr. Marian Wild, von dem zukünftig die Kunstkritiken und -kommentare kommen werden. Ich weiß, dass Sie sehr glücklich werden mit ihm.

Lieber Lampe, lieber Gerald, Euch möchte ich das süßeste „Tschüss bis Tschüss“ zurufen. Alle sollen es wissen: Vielen, vielen Dank für den curt, dass ich mitmachen durfte, dass Ihr so toll seid. Vielen, vielen Dank für Euch!

NATALIE

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„WER WILL, DASS DIE WELT SO BLEIBT, WIE SIE IST, DER WILL NICHT, DASS SIE BLEIBT.“ – Erich Fried

Liebe Leser,
Stabilität ist momentan ein sehr relativer Begriff. Mit atemberaubender Geschwindigkeit werden alte Gewissheiten von der Realität kassiert, die Dinge scheinen ins Morgen zu rasen und sich gleichzeitig irgendwie im Gestern zu verheddern. Die allgemeine Verunsicherung ist groß und vermutlich beherrscht Sie momentan eine tiefe existenzielle Angst um die Zukunft dieser Kolumne. Darum ist es für Ihr Wohlbefinden ausgesprochen wichtig, dass die Übergabe der journalistischen Souveränität elegant und sanft geschieht, gelassen und in jeder Hinsicht stabil, wie im englischen Königshaus. Die Regentschaft wandert also von Natalie zu mir, darum haben Sie ein gewisses Recht zu erfahren, wer ich eigentlich bin:
Mein Herz hängt daran, die Kunst und Kultur der Region besser sichtbar zu machen. Durch Artikel, Vorträge, Führungen, Lehraufträge, Ausstellungen und das Mitwirken an, sowie den Verkauf von Kunstbüchern versuche ich mein Quäntchen beizutragen.
Verschiedene Tagwerke müssen in diesem weiten Feld der Kunst verrichtet werden: das Schöne erlebbar zu machen, das Allzuschöne kritisch zu hinterfragen, das Rätselhafte nicht zu zerstören, das Gute zu loben und das Missglückte sachlich und fair zu benennen. Natalies Vermächtnis wird also gewahrt, darum sind Aufwallungen akuter Panik, Hoffnungslosigkeit und Wut, oder am Ende gar öffentliche Demonstrationen gegen mich momentan wohl noch verfrüht.
Ich wünsche meiner geschätzten Kollegin das Beste für die neuen Stationen ihres Wegs und freue mich auf die gemeinsamen kulturellen Abenteuer mit Ihnen.

MARIAN
 




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