SONNTAG, 17.03.2019 / 19.00-21.55 Uhr
Oper von Vincenzo Bellini, interpretiert von dem französischen Regisseur Stéphane Braunschweig, in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Pressetext:

Gewandet wird die Geschichte historisch: Während den Galliern die Eroberung durch die Römer droht, plant das Volk einen Aufstand und befragt die Hohepriesterin Norma nach den Chancen des Widerstands. Aber Norma ist befangen, denn sie unterhält eine heimliche Beziehung zu dem römischen Konsul Pollione. Ihre beiden Kinder leben versteckt. Als Norma zudem entdecken muss, dass Pollione eine Liaison mit der jüngeren Priesterin Adalgisa hat, kennt ihre Verzweiflung keine Grenzen. Mordgedanken durchfluten sie, bis ihre Schuldgefühle überwiegen. Sie steigt auf den Scheiterhaufen, den sie eigentlich für Adalgisa errichtet hatte.

Und Pollione? Am Ende geht er mit Norma auf den Scheiterhaufen. Er scheint begriffen zu haben, dass das Leben auf Dauer keine Unverbindlichkeiten zulässt und jede Rechnung irgendwann bezahlt werden muss. Das ist der spannendste Aspekt an „Norma“: dass sie Menschen zeigt, die angesichts einer unauflösbar tragischen Situation zu echter Größe finden. Es ist zwar vieles zu Bruch gegangen im Laufe der Tragödie, doch die Idee von Humanität und Moral ist gerettet.

Vincenzo Bellini hat viel Sorgfalt darauf verwendet, eine spannende Handlung, ein gutes Libretto zu finden. In Felice Romani hatte er einen idealen Partner, der bereit war, an seinen Versen bis zum Schluss zu feilen. So setzt „Norma“ nicht auf äußere Theatereffekte, sondern auf das innere Drama der Figuren und das Aufeinandertreffen ihrer Leidenschaften, die Bellini in seine melodienreiche Musik fasst. Wenn man Belcanto versteht als Kunst, mit den Mitteln der menschlichen Stimme, feinste Gefühlsregungen hörbar zu machen, dann ist „Norma“ sicherlich ein Paradebeispiel dafür. Mit der berühmten Arie „Casta Diva“ verbindet sich der Höhepunkt belcantistischen Könnens und musikdramatischer Rührung. Wie schrieb Bellini? „Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.“


OPERNHAUS

Richard-Wagner-Platz 2-10
90443 Nürnberg

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KARTE

FREITAG, 26.06.2020, VILLA LEON
Künstlerinnen und Künstler kommen auf den Teppich. So macht das die Villa Leon, die sich mit ihrem sommerlichen Programm Villa.Kultur.Teppich zurückmeldet. Auf besagtes Bodentextil passt prinzipiell alles, was Freude macht, sei es Musik oder Kunst, Spiel oder Text. Im Grunde handelt es sich aber um Konzerte. Der Platz drum herum ist, ihr kennt das mittlerweile, begrenzt. Wer dabei sein möchte, melde sich an unter: 0911/231 7400.

Folgende Veranstaltungen stehen an:

26.6. um 20 und um 21 Uhr:
NapoliLatina

Italienische Popmusik aber aus Nürnberg, dem vielleicht doch nördlichsten Zipfel des Mittelmeerstiefels. NapoliLatina mischen ihren Italo-Hits allerdings noch ein paar Latino-Rhythmen bei. Für professionelle wie amateurhafte Hüftwackler geeignet.
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27.6. um 21 Uhr: Musti Nuri & Frederik Dahte

Kurdisch-Türkische Impression
Der Gitarrist Mustafa Nuri entführt uns stimmgewaltig in die Welt der kurdisch-türkischen Musik. Unterstützt wird er dabei von Frederick Dahte am Kontrabass.
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3.7. um 20 und um 21 Uhr: Galataband

Die Galataband aus Halle bezeichnet sich selbst als Multikulti-Band. Das Repertoire besteht aus rockigen bis funky Hits, die Sprache der Musik ist universell, die Sprachen der Galataband sind Englisch, Spanisch, Türkisch und Deutsch. 
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10.7. um 20 und 21 Uhr: Hamavayan

Die Musik von Hamavayan wurzelt in der klassischen persischen Musik durch frische Einflüsse aus dem Iran und aller Welt entsteht eine neue Version der traditionellen Spielart.
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17.7. um 20 und 21 Uhr: Ägäis Connetion
Ägäis Connection

In der Region Izmir trifft seit jeher die traditionelle Musik der Türkei auf die des Nachbarn Griechenland. Die Ägäis Connection hat sich insbesondere dem Rembetiko verschrieben, dem ägäischen Blues der 20er-Jahre.
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24.7. um 20 und 21 Uhr: Argile

Der Nürnberger Flötist, Perkussionist und Komponist Dieter Weberpals hat ein Ensemble zusammengestellt, das eine europäisch-afrikanische Fusion spielt, die ihre Zuhörerschaft mit Calebasse, Handpans und Flöten in eine traumtänzerische Trance versetzt.
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Wer sich einen Eindruck vom Teppich verschaffen möchte, kann sich diesen Film ansehen, der im Rahmen von Back to live entstanden ist:
https://youtu.be/vd8Gtmutd7k

Auch am 20. und 27. Juni ist der Teppich wieder auf Tour.

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg.
kuf-kultur.de/villa



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SAMSTAG, 26.06.2021, KATHARINENRUINE
Schöne Musik in schönster Kulisse: Das Slow Down Festival gehört zu den Nürnberger Jahreshighlights. Club Stereo und st. katharina open air kooperieren für einen Abend und holen regionale und überregionale KünstlerInnen und Bands in die Ruine mit der gerühmten und berühmten Akustik. Hört sich toll an, aber nicht zu früh gefreut: In 2020 wird es kein Slow Down Festival geben. Dafür steht das Line-up fürs kommende Jahr. Dem Club Stereo ist es gelungen, alle bereits gebuchten KünstlerInnen davon zu überzeugen, in 2021 dabei zu sein, wenn Corona, hoffentlich, nur noch eine seltsame Erinnerung ist. Line-up bleibt also gleich, neuer Termin: 26. Juni 2021.

Mit dabei sind:
Sons Of The East, die Australier mit Indiefolk-Hymnen im Gepäck.
Sean Koch, der südafrikanische Gitarrist mit Surfer-Boy-attitude.
We Brought A Penguin, die gewieften Indie-Pop-Lokalhelden.
Lienne, die junge Augsburgerin des opulenten Electro-Pops.

Wir sind also trotzdem voller Vorfreude, die eben etwas länger währt.
Alle Infos zum Festival: https://www.club-stereo.net/konzert/slow-down-festival-2021/  >>