DONNERSTAG, 27.09.2018 / 19.30-22.00 Uhr
Themen heute: Zwischen Grundrechten und Sicherheitsinteressen – Zum schwierigen Verhältnis von Fankultur und Polizeiarbeit. Eintritt frei.

Pressetext:

Was den gewöhnlichen Sitzplan-Fan womöglich gar nicht betrifft, schlägt dem einen oder anderen Allesfahrer regelmäßig auf die Stimmung: Der Kontakt zur Polizei beim Stadionbesuch. Viele fühlen sich kriminalisiert, während andere ein deutlich härteres Vorgehen gegen Krawallmacher und Pyrozündler fordern. Auch die meisten Beamten dürften für ihre Wochenenden bessere Pläne haben, als sie in Einsatzmontur rund um die Bundesligastadien zu verbringen. Während sie sich nicht selten beleidigende Parolen wie "ACAB" gefallen lassen müssen, sehen sich auf der anderen Seite ganze Gruppen unter Generalverdacht gestellt. Differenzierung scheint die Ausnahme, das Verhältnis ist zerrüttet.

Vor dem Hintergrund des frisch verabschiedeten Polizeiaufgabengesetzes werden die Befürchtungen auf Seiten der aktiven Fanszene nicht weniger. Die Debatte entzündet sich an dem Begriff der „drohenden Gefahr“, die es der Polizei ermöglicht, viele Maßnahmen deutlich früher und ohne konkreten Verdacht anzuwenden. Ein nützliches Hilfsmittel, um den Schutz von Großveranstaltungen zu garantieren und die Sicherheit beim Stadionbesuch zu gewährleisten? Oder ein weiteres Instrument, das Fans als Schikane wahrnehmen, weil es in ihre Grundrechte eingreift?

Unabhängig von persönlichen Meinungen steht fest: das Verhältnis zwischen (aktiven) Fans und der Polizei ist alles andere als gut und verschlechtert sich weiter. Vertrauensvolle Gespräche zwischen Polizei, Fans und Vereinen scheinen längst der Vergangenheit anzugehören. Gerade deshalb möchte sich die Podiumsrunde der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur beim Fußball-Talk im südpunkt dem Thema widmen. 

Informationen zu den Gesprächsgästen rechtzeitig unter www.fussball-kultur.org


SüDPUNKT

Pillenreuther Str. 147
90459 Nürnberg






KARTE

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