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DONNERSTAG, 14.06.2018 / 18.30-21.00 Uhr
Die Ausstellung geht der Frage der Wechselwirkungen von Politik und Kunst bzw. Kultur nach, bringt Zeitzeugen zu Gehör, zeigt die besondere Funktion, die Adolf Hitler (vor allem) der Nürnberger Oper zumaß und beleuchtet exemplarisch die Instrumentalisierung von Kunst für politische Propaganda. Eintritt frei.

Das Musiktheater spielte eine wichtige Rolle in der nationalsozialistischen Propaganda – gerade in Nürnberg: seien es "Die Meistersinger von Nürnberg" zur Eröffnung der Reichsparteitage im Opernhaus oder "Die Götterdämmerung" als letzte Vorstellung vor der kriegsbedingten Schließung aller Theater. Auch die Stadt selbst wurde zur Bühne und Kulisse für die Aufmärsche der Nationalsozialisten. Opernbühne und Stadt traten in einen inszenierten Dialog: Die letzte Szene der "Meistersinger" im Opernhaus glich der Szenerie in den Straßen Nürnbergs bis in Details.

Auch der von Adolf Hitler veranlasste Umbau des Opernhauses zeigt, dass in Nürnberg Ästhetik, Urbanität und politische Machtausübung in besonderer Beziehung zueinander standen. Die Ausstellung geht der Frage dieser Wechselwirkungen nach, bringt Zeitzeugen zu Gehör, zeigt die besondere Funktion, die Adolf Hitler (vor allem) der Nürnberger Oper zumaß und beleuchtet exemplarisch die Instrumentalisierung von Kunst für politische Propaganda.

Die Ausstellung basiert auf Forschungsergebnissen des DFG-Projekts "Inszenierung von Macht und Unterhaltung. Propaganda und Musiktheater in Nürnberg 1920–1950", das vom Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau auf Initiative des Staatstheaters Nürnberg durchgeführt wird.

Am Folgetag öffnet die Ausstellung dann ihre Türen für das allgemeine Publikum und ist bis zum 2. Februar 2019 in Nürnberg zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.


DOKUMENTATIONSZENTRUM REICHSPARTEITAGSGELäNDE

Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

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