DIENSTAG, 17.04.2018 / 19.00-22.00 Uhr
Neue Reihe zur Intensivierung der kulturpolitischen Diskussion in Nürnberg mit den Kernthemen Soziokultur, Kulturelle Bildung und Interkultur Anstöße zum kultur- und gesellschaftspolitischen Diskurs geben. Heute mit Dr. Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt und Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft. Eintritt frei.

Pressetext:

Das Amt für Kultur und Freizeit startet im April 2018 mit der neuen Veranstaltungsreihe "Kulturwerkstattgespräche" und will damit zur Diskussion über Kulturpolitik einladen. Am 31. Januar 2018 hat der Kulturausschuss des Nürnberger Stadtrats mit seinem Beschluss zur "Kulturstrategie der Stadt Nürnberg" kulturpolitische Weichen für die Zukunft gestellt. Eine der beschlossenen Maßnahmen ist die Intensivierung des kulturpolitischen Diskurses. Dazu will das Amt für Kultur und Freizeit mit den neuen "Kulturwerkstattgesprächen" in der Kulturwerkstatt Auf AEG regelmäßig seinen Beitrag leisten.

Entlang der Kernthemen des Amtes – soziokulturelle Stadtteilarbeit, Kulturelle Bildung und Interkultur – sollen die "Kulturwerkstattgespräche" Anstöße für den kultur- und gesellschaftspolitischen Diskurs in der Stadtgesellschaft geben und ein Ort des offenen Austauschs in entspannter Atmosphäre werden. Dazu laden wir viermal im Jahr interessante Impulsgeberinnen und Impulsgeber ein, ihre Gedanken vorzustellen und mit den Besucherinnen und Besuchern darüber ins Gespräch zu kommen.

Diskutieren Sie mit uns: Der Eröffnungsabend der Reihe am Dienstag, 17. April, steht unter dem Motto „Die Vermessung der Soziokultur“. Zu Gast ist Dr. Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt und Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Das Thema
Soziokultur hat eine starke und rebellische Herkunft. Sie wurde durch eine kulturpolitische Perspektive „von unten“ geprägt: „Kulturelle Demokratisierung“ war die Parole der Stunde. Oft war daher auch von Gegen- oder Subkultur die Rede, weil herrschende Kulturvorstellungen ins Wanken gerieten. Ein politisch aufgeladener Soziokultur-Diskurs prägte die neue Praxis und führte zum Wandel der Kulturpolitik im Ganzen. Soziokultur war und ist also mehr als ein Soziokulturelles Zentrum oder ein Kulturladen, sie ist eine Signatur unserer Demokratisierungsgeschichte.

Diskurserfolge bedeuten nicht automatisch dauerhafte Praxiserfolge. Die Praxis in ihrer Vielfalt wird herausgefordert, häufig mit Erwartungen überfrachtet, als sei Soziokultur eine Apotheke. Wir agieren in einem dynamischen, komplexen System von Gesellschaft. Gegenwärtig scheint die Demokratie in schwieriger Verfassung: man spricht von müder oder gar von Postdemokratie.

Wird damit soziokulturelles Denken neu stimuliert? Was kann heute „Kulturpolitik von unten“ bedeuten? Was bleibt an bisherigen Konzepten oder Werten relevant, welche Programmbilder transportieren heute Soziokultur? Wer macht heute überhaupt Soziokultur? Und was wissen heutige Akteure über Soziokultur, die einst das kulturpolitische Denken revolutionierte? Was kann man von der Gründergeneration lernen?

Der Vortrag von Dr. Tobias J. Knoblich zeichnet die Diskurs- und Praxisgeschichte nach, um aktuelle Bedingungen und Optionen zeitgemäßer Soziokultur zu vermessen – und damit die Soziokultur selbst.

Der Referent
Dr. Tobias J. Knoblich ist Kulturwissenschaftler, Kulturmanager und Kulturpolitiker. Seit 2011 ist er Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt, seit 2006 Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Als Referent und Autor hat Dr. Tobias J. Knoblich zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zu Fragen der Kulturpolitik vorgelegt.

Ort:
Kulturwerkstatt Auf AEG - Akademie für Schultheater und performative Bildung - AkademieLAB, Nr. 1.34
Fürther Straße 244d
90429 Nürnberg
Anfahrt mit der vgn

Der Eintritt ist frei

Veranstalter:
Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg (KUF)


KULTURWERKSTATT AUF AEG

Fürther Straße 244d
90429 Nürnberg

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