MEMORIUM NüRNBERGER PROZESSE. In einer Stadt, die so von Geschichte durchdrungen ist wie Nürnberg, tauchen einige Namen auf, die hier eine andere, besondere Bedeutung haben – und dem Ort auf eine Weise immer verbunden bleiben. Dazu gehört auch Benjamin Ferencz, Jurist und letzter noch lebender Chefankläger der Nürnberger Prozesse. Ferencz leitete die Anklage im Einsatzgruppenprozess, in dem gegen 24 SS-Offiziere verhandelt wurde, die in der besetzten Sowjetunion schlimmste Kriegsverbrechen begangen hatten. Die Zahl der Opfer der Einsatzgruppen, vor allem aus der jüdischen Bevölkerung, wird auf 600.000 bis 1 Million geschätzt. Der Chefankläger bezeichnete die Verhandlung als “größten Mordprozess aller Zeiten”.
An diesem Donnerstag, 11.03., wird Benjamin Ferencz 101 Jahre alt. Seine Familie hat zu diesem Anlass den dänischen Künstler Bjørn Okholm Skaarup damit beauftragt, eine Büste anzufertigen – um diese dem Nürnberger Memorium zu stiften. Sie wird vor dem Saal 600 aufgestellt. Sie trägt eine Aufschrift mit Ferencz’ Motto: Law not War – Recht nicht Krieg. Der Jurist blieb der Stadt seines historischen Einsatzes ein Leben lang verbunden. Er lebte noch bis 1957 in Deutschland, wo er sich für die zivilrechtliche Wiedergutmachung von nationalsozialistischem Unrecht einsetzt. Sein Donald wurde in Nürnberg geboren.

Während eines bereits vorab aufgezeichneten digitalen Gesprächs, in welchem sich Benjamin Ferencz, Bjørn Skaarup und Axel Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Memoriums Nürnberger Prozesse, über die Bedeutung der Nürnberger Prozesse austauschten, wurde auch die Büste enthüllt. Die Aufzeichnung ist ab 11. März 2021 auf der Website des Memoriums Nürnberger Prozesse unter www.memorium-nuernberg.de abrufbar.

Auch die ARD sprach anlässlich 75 Jahren Nürnberger Prozesse mit Ferencz.




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