INTERNET. Liebe Gemüter, haben Sie sich beruhigt? Wie gerne erinnern wir uns an den 28.10. zurück, nicht etwa wegen der gescheiterten Kulturhauptstadtsbewerbung (minedstens ärgerlich!), sondern wegen des Regenbogenpräludiums (mindestens erfreulich!). Eine Künstler*innengruppe malt die Zeppelintribüne bunt an und initiiert damit eine Debatte, die lange nachwirkt. Von den Debatten über die Reaktion der Stadt mal ganz abgesehen. In diesem Topf war einiges drin an Freude zuerst, dann Ärger und Frustration – aber eben auch Gehaltvolles, das in dieser Stadt und hinsichtliches dieses Geländes auf den Tisch muss. Künstlerinnen, Stadtgesellschaft, Stadt, ihr müsst reden. Die Akademie der bildenden Künste macht daher das einzig Richtige: Am 21.01. um 19 Uhr zeigt die AdbK die Podiumsdiskussion Mit Hochdruck ins Postludium. Auf dem digitalen Podium sitzen: Prof. Dr. Julia Lehner (Kulturbürgermeisterin Nürnberg), Prof. Josef Reindl (TH Nürnberg), Christoph Schäfer (Park Fiction, PlanBude Hamburg), Prof. Georg Winter (HBK Saar) und Dr. Mirjam Zadoff (Direktorin NS-Dokumentationszentrum München). 

Die Diskussion zum Nachschauen findet ihr hier: www.baulust.de/projekte/reichsparteitagsgelaende/postludium   >>
NüRNBERG. Wenn es so etwas wie einen Günther-Jauch-mäßigen Jahresrückblick auf Nürnberg 2020 gäbe, das eine Bild, das keinesfalls fehlen dürfte, ist allen klar: Das Regenbogenpräludium hat sich, nicht nur wegen der Farbe an der Zeppelintribüne, sondern auch wegen der daran anschließenden Diskussion über Intervention und Kunst im öffentlichen Raum und den Umgang mit dem Reichsparteitagsgelände, ins kollektive Regionalgedächtnis eingebrannt. Bald zwei Monate später ist die Auseinandersetzung wieder etwas abgekühlt, hinter den Kulissen werkeln die Künstler*innen aber weiter. An ihrer Vision und der Zukunft der Gruppe. Jetzt hat das Regenbogen-Präludium sein Regenbogen-Intermezzo verfasst, ein Thesenpapier, ein Manifest, mit konkreten Vorschlägen, wie es jetzt weitergehen könnte, erstveröffentlicht hier, bei curt.
Im Intermezzo beschreibt die Gruppe ihre erste Arbeit als ein längst überfälliges Gegendenkmal, das ein Vakuum fülle: die von der Stadt festgelegten Leitlinien zum Umgang mit dem Gelände seien in 16 Jahren weder mit finanziellen Mitteln noch mit konkreten Konzepten ausgestattet worden. Als eigentliches Werk sei jedoch nicht der Regenbogen, sondern der daran geknüpfte Diskurs zu verstehen, der in Auseinandersetzung mit dem Gelände immer neue Ausdrucksformen findet. Um zu diesen Ausdrucksformen zu gelangen, fordert das Kollektiv jetzt die Schaffung einer Sozialen Plastik in Form eines selbstverwalteten Künstler*innenhauses in direkter Umgebung des Reichsparteitagsgeländes. Auch ein Finanzierungsvorschlag ist im Manifest enthalt. Das gesamte Regenbogen-Intermezzo im Wortlaut:  >>
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