Künstlerstrecke: Jonathan Danko

SONNTAG, 2. JUNI 2013

#curt-Stipendium, #Fotos, #Kunst

Jeden Monat stellen wir Euch ausgesuchte Kreative aus Franken vor. Diesmal ist es einer, der sich gerne in kaputten Gebäuden rumdrückt.

Als vor drei Jahren eine alte Fabrik abgerissen wurde, hatte der 24-Jährige sein Schlüsselerlebnis: Ihn ärgerte die Zerstörung des Gebäudes, in dem er sich zuvor immer gerne aufgehalten hatte, und wollte es darum zumindest auf dem Foto weiter erhalten. Mit den hierbei entstandenen Arbeiten kam dann auch die Idee für einen Blog.

„Mich fasziniert vor allem die Vergänglichkeit, der Verfall, das Entstehen von neuen Dingen, die Kontraste und das Verborgene in der Stadt“, so der Nürnberger, der im sechsten Semester Design an der GSO-FH studiert und nebenbei als Fotograf für ein Architekturbüro, das Presseamt und diverse Baufirmen arbeitet. Baustellen und Abbrucharbeiten findet Jonathan spannend, weil „sich diese Orte innerhalb kürzester Zeit stark verändern und hieraus abgefahrene Bildmotive entstehen, die oft nur für wenige Momente greifbar sind.“

Ähnlich verhält es sich mit leerstehenden Gebäuden, bei denen sich die Natur ihr Gebiet zurückerobert und Wind und Wetter das Objekt Stück für Stück zerlegen. Jonathan streift durch die Stadt und entdeckt dabei alte Bunker, Tunnelsysteme, vergessene Gebäude und die Infrastruktur, also Kraftwerke, Versorgungstunnel oder U-Bahn-Systeme.

Zudem sind Tipps von Freunden und den Lokalzeitungen eine große Hilfe. Anfang April leitete Jonathan eine Führung für deutsche Filmschaffende, um Nürnberg als Filmstandort mit interessanten Locations zu präsentieren. Derzeit organisiert gemeinsam mit dem „Quellkollektiv“, in dem sich über 40 Kreative und Kunstschaffende zusammengeschlossen haben, eine große Ausstellung, mit der die kulturelle Szene auf dem Areal des ehemaligen Versandhauses vorgestellt werden soll. Eröffnung der Ausstellung ist am 19. Juli. Wir werden berichten.


flickr.com/photos/dankogreenfotos/sets

http://gesichterderstadt.wordpress.com/

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#curt-Stipendium, #Fotos, #Kunst

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NüRNBERG. Den Raumkompass, als neuer Hebel, der Leerstände der Kunst und Kultur zuspielt, haben wir euch ja bereits vorgestellt. Der ist noch recht frisch und neu und zeigt dennoch bereits erste Effekte. Zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem curt, der Teile seines Büros als Pop-Up-Studio zur Verfügung stellen wird, oder in Zusammenarbeit mit dem curt-Mitarbeiter Marian Wild. 200 Ateliers plus X heißt das Projekt von Raumkompass, das Institut für moderne Kunst und unserem Marian. Und genau darum geht es auch.    >>
NüRNBERG. Wenn es so etwas wie einen Günther-Jauch-mäßigen Jahresrückblick auf Nürnberg 2020 gäbe, das eine Bild, das keinesfalls fehlen dürfte, ist allen klar: Das Regenbogenpräludium hat sich, nicht nur wegen der Farbe an der Zeppelintribüne, sondern auch wegen der daran anschließenden Diskussion über Intervention und Kunst im öffentlichen Raum und den Umgang mit dem Reichsparteitagsgelände, ins kollektive Regionalgedächtnis eingebrannt. Bald zwei Monate später ist die Auseinandersetzung wieder etwas abgekühlt, hinter den Kulissen werkeln die Künstler*innen aber weiter. An ihrer Vision und der Zukunft der Gruppe. Jetzt hat das Regenbogen-Präludium sein Regenbogen-Intermezzo verfasst, ein Thesenpapier, ein Manifest, mit konkreten Vorschlägen, wie es jetzt weitergehen könnte, erstveröffentlicht hier, bei curt.
Im Intermezzo beschreibt die Gruppe ihre erste Arbeit als ein längst überfälliges Gegendenkmal, das ein Vakuum fülle: die von der Stadt festgelegten Leitlinien zum Umgang mit dem Gelände seien in 16 Jahren weder mit finanziellen Mitteln noch mit konkreten Konzepten ausgestattet worden. Als eigentliches Werk sei jedoch nicht der Regenbogen, sondern der daran geknüpfte Diskurs zu verstehen, der in Auseinandersetzung mit dem Gelände immer neue Ausdrucksformen findet. Um zu diesen Ausdrucksformen zu gelangen, fordert das Kollektiv jetzt die Schaffung einer Sozialen Plastik in Form eines selbstverwalteten Künstler*innenhauses in direkter Umgebung des Reichsparteitagsgeländes. Auch ein Finanzierungsvorschlag ist im Manifest enthalt. Das gesamte Regenbogen-Intermezzo im Wortlaut:  >>
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