Künstlerstrecke: Star-Architekt Helmut Jahn

DIENSTAG, 18. DEZEMBER 2012

#curt-Stipendium, #Design, #Fotos

Jeden Monat stellen wir Euch ausgesuchte Kreative vor. Diesmal ist es Architekt Helmut Jahn, den es als jungen Mann von Zirndorf rausgeschwemmt hat, um weltweit Gebäude zu entwerfen. Ein Jahn-Gebäude haben wir nicht, aber eine Jahn-Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg. Immerhin!

Bereits 1966 ging Helmut Jahn in die damalige Architektur-Metropole Chicago, wurde Partner und bald Inhaber des legendären Chicagoer Architekturbüros C. F. Murphy Associates, später umbenannt in Murphy/Jahn. Als eines seiner Schlüsselwerke baute er dort das James R. Thompson Center, den immer noch modernen Flughafen der Stadt am Michigansee, innovative Firmensitze sowie öffentliche Bibliotheken. Seine unkonventionelle Kreativität machte ihn zum erfolgreichen Enfant Terrible.





Mit der erstmalig umfassenden Darstellung seines dynamischen Gesamtwerkes kehrt der Architekt nach 46 Jahren in seine Geburtsstadt Nürnberg zurück. Die Entstehungsgeschichte des Sony Centers in Berlin wird ebenso dokumentiert wie die Entwicklung des futuristischen Großflughafens in Bangkok, ebenso wie die Projektierung von Idealstädten, Shoppingzentren oder die Entwicklung von heutigen „mega big buildings“.





Alle Entwürfe zeichnet Helmut Jahn auf Papierblöcke, nicht größer als 21x21 cm. Aus den 100.000 archivierten Blättern wird ein fokussierter Überblick zusammen mit den meist in Plexiglas gefertigten Arbeitsmodellen gezeigt. Neben den über 100 gebauten Werken spiegelt die Ausstellung auch die Visionen des Ungebauten und Zukünftigen.





Seit mehr als sechs Jahren hat Helmut Jahn den Münchner Fotografen Rainer Viertlböck sein Gesamtwerk fotografieren lassen. Die Fotografien bilden den Rahmen für die gezeichneten und in Handmodellen entwickelten Architekturwelten.
Dass sich Jahn 1991 wegen eines Bürgerentscheids (gegen die Zerstörung des Charakters der Sebalder Altstadt) nicht am Gelände des Augustinerhofs verewigen durfte, ist schade für die Stadt, dafür diese Ausstellung nun umso erfreulicher.








Helmut Jahn – Process Progress. Das Gesamtwerk des Architekten in Zeichnungen und Modellen sowie Fotografien von Rainer Viertlböck. vom 30.11. bis 24.02. im Neuen Museum.

Am Mittwoch, 16. Januar, hält Helmut Jahn ab 20 Uhr höchstselbst einen Vortrag mit dem Thema "Die Zukunft ist nie falsch". Die Veranstaltung findet im Auditorium des Neuen Museums statt.
Kosten: 4,– Euro, ermäßigt 2,– Euro.

www.die-neue-sammlung.de/jahn

http://www.murphyjahn.com/

[pb]




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