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Egersdorfer + Fast zu Fürth im KV

DONNERSTAG, 27. OKTOBER 2022, KUNSTVEREIN



Unser curt-Kolumnist Matthias Egersdörfer und seine Kapelle “Fast zu Fürth” kombinieren schlimme Worte mit schöner Musik. Schlimm ist daran aber gar nichts. Vielmehr sind die Worte unterhaltsam und gut für die Ohren. Die Musik ist dafür besonders schön anzuhören! Zu sehen gibts das fünfköpfige Ensemble glücklicherweise auch. Auf der “Fürchtet Euch nicht”-Tour gastiert das Ensemble im Kunstverein.
Infos und Tickets unter kunstverein.de

Veranstaltungstext:

Seit es diese Musikgruppe gibt, steht der Komiker Matthias Egersdörfer in der Mitte von Fast zu Fürth.
Dieser hocheloquente Meister der gemischten Laune spricht weise, singt wie eine Nachtigall und tanzt
einer Elfe gleich. Wie ein Vulkan ruht er in Fast zu Fürth und manch edle Frucht reift an den Hängen,
die von der Asche seiner Ausbrüche bestens gedüngt werden.

Links und rechts von ihm tobt, gemessenen Schrittes, das Herrenensemble mit den zeitlosen Frisuren.
Der listig, einsilbige Lothar, der das Spiel auf der Quetschkommode noch vor dem Sprechen erlernte
und schon in manchem Festzelt spielte bis die Polizei kommen musste. Niemand kann einen
Akkordwechsel dergestalt virtuos unwidersprochen aussitzen wie L. „Astor“ Gröschel.

Smul Meier, der Sonnenschein von Fast zu Fürth, kam im Inneren einer Wandergitarre den Fluss
herab geschwommen und seit er ans Ufer stieg, bespielte er tausende von Straßenkilometern und
hunderte verschiedenster Plätze mit seinen Liedern. Sein sonniges Gemüt ist den anderen Mitgliedern
von Fast zu Fürth ein wenig unangenehm, außerdem spricht er „Hochdeutsch“.

Tilo Heider überlegt dreimal bevor er ein Wort ausspricht oder eine Silbe singt. Manchmal und gerne
schweigt er wie eine schlafende Amsel. Er kann trommeln, dass es klingt wie ein leichter
Frühlingsregen und im nächsten Moment haut er rein, als hätte er Tollwut. Manchmal spielt er ein
Instrument, von dem niemand den Namen kennt. Und so schnell schaust du nicht hat er eine
Maultrommel im Mund.

Robert Stefan ist ein Faun aus dem Fichtelgebirge, der mindestens so viele Instrumente bespielt, wie
sein Name Buchstaben hat. Er ist der Gärtner in den verwunschenen musikalischen Gärten von Fast
zu Fürth. Seine luzide Musikalität machte schon aus mancher harmonischen Stinkblume ein
bezauberndes Früchtchen. Dieser Mann hat keine Angst.

Die Musik von Fast zu Fürth lustwandelt zwischen Volksmusik und Gassenhauer, Pop und einer Art
von Rock´n Roll, Rezitativ und Menuett, auf dem schmalen Grat zwischen Scheitern und Siegen. Die
Texte werfen mit Fragen, lassen Antworten erscheinen oder sind manchmal nur ein einzelner
Buchstabe. Fast zu Fürth hat einen Humor von gewaltiger Ausdehnung. Fast zu Fürth verkörpert
hysterisches Phlegma und das Erstaunen auch über die winzigsten Dinge. Ein Konzert von Fast zu
Fürth ist ein guter Ort um über Hochzeitspläne, Kinderwünsche, Freundschaften, größere
Investitionen oder die Erbfolge nachzudenken.

Alle Mitglieder von Fast zu Fürth verfügen über ein virtuoses vorderes Minenspiel.




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