Nürnberg neu entdecken: Quartiervorstellung #6: Der Lorenzer Platz

MITTWOCH, 12. OKTOBER 2022, LORENZER PLATZ

#CTZ Quartiere, #Katzentempel, #Lorenzer Platz, #Nürnberger Quartiere, #Weinerei, #Zeit&Raum

Dass curt sich in Nürnberg ein wenig auskennt, wisst ihr ja. Wie schön für uns, dass wir hier in dieser Koop mit der Congress- & Tourismus-Zentrale Nürnberg, in der wir euch die Schönheit einiger Altstadtquartiere präsentieren, noch einiges lernen können. Bisher haben wir den Weinmarkt, den Augustinerhof, den Jakobsmarkt, den Handwerkerhof und das Burgviertel unter die Lupe genommen. Diesmal präsentieren wir das Zentrum des Zentrums, den Knotenpunkt der Stadt: den Lorenzer Platz. Es komplettiert den ersten Reigen aus sechs besonderen Quartieren, die jederzeit online abrufbar sind. Wie es weitergeht, erfahrt ihr natürlich bei uns. Bis dahin und sowieso gilt: Entdeckt Neues im Alten! Besucht die Quartiere und lasst euch überraschen, welche Perlen es dort gibt und wie wunderschön wir es hier haben, in unserer grandiosen Stadt. 

Die Content Creator Kristof und Lena, Geschwister aus Nürnberg, porträtieren im Rahmen der CTZ-Kampagne die ausgesuchten Quartiere und bündeln ihre Fotos, Texte, Porträts und Stories in einem digitalen Quartiersguide. Um den abzurufen, muss man lediglich vor Ort den QR-Code im Quartier scannen, Kopfhörer aufsetzen und den Geschichten lauschen, die uns durchs Quartier begleiten. Einfacher gehen Stadterkundung und Flanieren wirklich nicht. Probiert es aus! 

Diesmal: Der Lorenzer Platz rund um die imposante Stadtkirche im Herzen Nürnbergs. In diesem Quartier ist definitiv immer was los und das liegt nicht nur daran, dass wir uns hier im Kreuzungsgebiet der größten Einkaufsstraßen befinden. Der Lorenzer Platz an sich ist der Treffpunkt schlechthin: „Lass an der Lorenzkirche treffen“, das geht leicht von den Lippen, auch wenn das Treffen am Ende immer so schwierig wird, wenn sich nunmal alle da treffen. Von hier aus lässt es sich ideal weiterstromern. Die Wege in den nächsten Laden, das nächste Restaurant, die nächste Kneipe oder den nächsten Kulturort sind kurz. Spätestens seit der Begrünung kann man aber auch direkt hierbleiben, und sich am Lorenzer Platz selbst niederlassen. Unsere Freunde vom Fotoszene e.V. bespielen seit einiger Zeit den Bauzaun an der Kirche mit Fotografie, die Marktstände bieten frisches Obst und Gemüse an, am Open-Air-Antiquariat findet man immer fantastischen Lesestoff und meistens spielt auch noch irgendwo ein Straßenmusiker. Eigentlich ganz gemütlich, so inmitten der Geschäftigkeit.  

Katzentempel Genuss trifft auf vierbeinige Gesellschaft: Hier werden Tiere nicht auf dem Teller serviert, sondern unter dem Tisch gestreichelt. Miauz. Die Betreiber*innen des Nürnberger Katzentempels finden, nicht nur den hauseigenen Katzen soll es möglichst gut gehen, sondern allen Tieren. Deshalb setzen sie sich nicht nur für Tierrechte ein, sondern servieren ausschließlich pflanzenbasierte Kulinarik. Was als Café begann, hat sich mittlerweile zu einem veritablen kleinen Restaurant mit einer vielfältigen Speisekarte entwickelt. Die selbstgebackenen veganen Kuchen gibt es natürlich immer noch, dazugekommen sind andere süße, aber auch deftige Speisen, sowie ein saisonal wechselndes Angebot. Alles nach hauseigenen Rezepten, frisch und gesund – und das früh, mittags und abends. Ein Highlight ist das täglich frisch gebackene Dinkelbrot. „Leider denken immer noch viele Menschen, veganes Essen geht automatisch mit Geschmackseinbußen einher. Wir wollen zeigen, dass dem ganz und gar nicht so ist!“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin Julia. Wer hier isst, isst mit bestem Gewissen, nicht nur, weil auf Tier verzichtet wird. Das Thema Nachhaltigkeit bezieht der Katzentempel auch auf Regionalität, Wasserverbrauch und fairen Handel. Kurz: Auf der Karte stehen nur Lebensmittel mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck. Der Küchenbetrieb achtet außerdem penibel auf seine Müllproduktion, vom Plastik bis zum Lebensmittel: „Bei uns wird kein Essen weggeworfen“, verspricht Julia. 
Das eigentliche Highlight des Katzentempels sind aber natürlich seine anbetungswürdigen Bewohner*innen: Hier haben sechs Katzen aus Pflegeprogrammen ein neues Zuhause gefunden. Unter liebevoller Beobachtung wurden sie langsam an ihr neues Leben im Café herangeführt. Julia: „Zuerst waren alle eher schüchtern, davon ist jetzt kaum noch was zu spüren. Ich stehe oft hier, schaue den Katzen zu und muss lächeln, weil sie sich so gut entwickelt haben.“ Und weil die Katzen natürlich nicht rund um die Uhr von Gästen liebkost werden wollen, haben sie einen eigenen Rückzugsraum, wenn es zu aufdringlich wird oder die Katzenblase drückt.
Seinen Ursprung hat das Katzentempel-Konzept übrigens in München. Dort hatten Kathrin Karl und Thomas Leidner ihre Lebens-Philosophie rund um Tierschutz und Nachhaltigkeit in eine Geschäftsidee verwandelt. Inzwischen gibt es insgesamt sechs Niederlassungen – weitere sind in Planung. Nürnberg gehört seit 2017 zur Franchise, somit sind die Katzen schon fast alte Hasen.

Zeit&Raum Das „Zeiti“ befindet sich im Wespennest, der kleinen Gasse, die die Peter-Vischer-Straße, in der man den Katzentempel findet, mit dem Gewerbemuseumsplatz mit Cinecittá und Stadtbibliothek verbindet. Gemütlich ist das richtige Stichwort, in dem Café/Restaurant mit großer Frühstückskarte kann und soll man es sich richtig muggelig machen. Dabei genießen wir erneut, wie schon im Tempel der Katzen, vegetarische und vegane Speisen. Die Speisenkarte hat einen gewissen französischen Touch, es gibt unter anderem Flammkuchen und Galettes, wobei die Zutaten nicht vom Atlantik angeliefert werden, sondern bevorzugt aus der Region stammen. Beliebt ist das Zeit&Raum auch bei der stetig wachsenden Spezies der Frühstücker*innen, die sich hier über große, feine Frühstücksplatten freuen dürfen. 
Wer lange genug bleibt, begiebt sich dann direkt in die dazugehörende Rote Bar und trinkt bis spät nachts hervorragende Cocktails und Hochprozentiges.

Katzentempel und Zeit&Raum sind wirklich leicht zu finden, das kriegt ihr hin, auch wenn wir euch nicht an die Hand nehmen. Ein bisschen anders sieht es aus mit Nürnbergs Kulturlocation Weinerei aus. Zu finden in der Ostermayr-Passage, die ihr von der Königsstraße aus betretet, handelt es sich um ein echtes Kulturwohnzimmer im besten Sinne. Hier geht es nicht um Konsum und Gewinnmaximierung, sondern darum, einen guten Ort zu schaffen, den sich potentiell jede*r leisten kann. Der Eintritt ist stets kostenfrei, auch an den Abenden mit Livemusik. Weine und andere Getränke gibt‘s auf Spendenbasis (auf Bier wird hier verzichtet). Das funktioniert, weil die Weinerei von einem Verein auf ehrenamtlicher Basis betrieben wird – und weil es Unterstützer*innen gibt, die das Prinzip nicht ausnutzen, sondern auch so mal was spenden, um diesen besonderen, wilden, unangepassten Ort weiter zu erhalten. An den Wänden hängt im übrigens meist interessante Kunst und die Gäste lümmeln auf alten Sofas. So weinen wir gerne!


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Quartier #6: Lorenzer Platz
Präsentiert von CTZ, Lena + Kristof, supportet von curt 
Web: www.nuernberg.travel/stadtquartiere
Web-App: quartiere-nuernberg.de




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#CTZ Quartiere, #Katzentempel, #Lorenzer Platz, #Nürnberger Quartiere, #Weinerei, #Zeit&Raum

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