re:festival in der Tafelhalle: Zurück auf die Bühne mit euch!

22. SEPTEMBER 2022 - 3. OKTOBER 2022, TAFELHALLE

#Barbara Bess, #Darstellende Künste, #re:festival, #SETanztheater, #Tafelhalle, #Tanz, #Tanztheater, #Trio Miosko

Stetig wachsender Output, immer neue Formate, neue Produktionen in immer kürzer werdenden Zeitintervallen für immer weniger Zuschauende. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Tafelhalle beschreitet deshalb einen anderen Weg und feiert im Rahmen des re:festivals vom 22. September bis 03. Oktober die Wiederaufnahmen. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten der Freien Darstellenden Künste, die scheinbar bereits zu Ende gelaufen und nun wieder da sind. Ein besten Sinne nachhaltiges Unterfangen.

 

Zum Programm:

Ab 22.09.: Trio Miosko: traffic & Intimate Impros

In traffic interagieren eine Solo-Tänzerin und Musiker*innen vor Ort mit einem live zugeschalteten, internationalen Tanzensemble.
In Kampf und Harmonie mit der Technik entsteht eine Bildsprache, die geprägt ist von unkonventionellen Perspektiven und filigraner Rhythmik. Zu hören sind Eigenkompositionen des Trio Miosko sowie Musikwerke von Elektroniker Paul Biessmann, J. S. Bach u. a. Die Choreografien stammen von Sebastian Eilers und dem SETanzensemble. Die SETanzcompagnie ist international und durch das besondere Konzept quasi CO2-frei vor Ort.
Intimate Impros heißt: Tänzer*innen treffen Musiker*innen. Alle sind in der Region verwurzelt. Spontane Konversationen entstehen, zwischen Bewegung und Musik, teilweise in den Bühnenbildern der Gastspielproduktionen. Vom Moment inspiriert, unaufwändig leicht.

Ab 23.09.: Henrik Kaalund: DreaMe Reloaded

Seit der ersten Produktion von DreaMe im Theater Tacheles in Berlin sind mehr als 12 Jahre vergangen, die Thematik, Wechselwirkungen zwischen Wunsch und Wirklichkeit, hat an Aktualität jedoch noch gewonnen. Zudem ergeben sich neue technische Möglichkeiten des Ausdrucks. Das Publikum und die Tänzerin Lisa Friedmann werden mit einem Überfluss an Anforderungen und Information konfrontiert, wie er typisch ist für unsere heutige Mediengesellschaft. Verlockend scheint die Flucht in virtuelle Welten, die scheinbar die Möglichkeit bieten, verschiedene Identitäten oder sogar Gender anzunehmen. Friedmann interagiert im Rahmen der Performance mit ihrem “alternativen Selbst” auf der Videoleinwand. Für die Wiedeaufnahme kamen dafür auch Motion Tracking und Bodyscan zum Einsatz.

Ab 27.09.: fachbetrieb rita gretchen: hält uns wach

Diese Arbeit aus dem Bereich installatives Musiktheater stellt die Frage, inwieweit die scheinbar alternativlose Wachstumsökonomie unseren Alltag auch auf verborgene Weise prägt. Das Publikum durchläuft dabei eigenständig verschiedene Räume, die Schauplätze des spätmodernen Lebens versinnbildlichen.

29.09.: Round Table: Zukunftsmodelle der Freien Darstellenden Künste

Um den Freien Darstellenden Künsten in Bayern und ihren vielfältigen Arbeitsformen gerecht zu werden, müssen strukturelle Veränderungen angestoßen werden. Dafür setzt sich der Verband Freie Darstellende Künste Bayern e. V. (vfdkb) in seiner Verbandsarbeit ein. Der vfdkb intensiviert regionale, bundesweite als auch internationale Netzwerkarbeit. Er avisiert Projekte u. a. zu den Themen Diskurs und Vermittlung, zur Stärkung der Förderstrukturen auf Landesebene sowie in ländlichen Räumen.

30.09.: O-Team: Wetware zur Technologie der Seele

Die Performance bzw. das maschinelle Tanztheater untersucht die Formbarkeit von Körper und Selbst im Kontext von Technik, Drogen, Sex- und Biopolitik. Es ist ein Spiel mit Gegensätzen und Abhängigkeiten, zwischen Hardware und Wetware, Liebe und Tod, maschineller Präzision und menschlichem Gefühl.

01.10.: fall into place_Eine Landpartie

Somatic nennt sich das Artist-in-Residenz-Programm von Tänzerin Barbara Bess, das die Möglichkeit einer zehntägigen Forschungsarbeit bietet. In einer alten Dorfschule nahe Fürth entstehen in diesem Rahmen Performances aus Multimedia, Sound, Tanz und bildender Kunst. Auszüge daraus von  Sarafina McLeod und Gemma Ragués Pujol sind in der Tafelhalle zu sehen, bevor das Publikum eingeladen ist, sich mit den Performer*innen auf die Reise in besagte Schule zu begeben. Heißt, Teil 2 findet im Bahnhof Puschendorf, Teil 3 in der Alten schule Kirchfembach statt, wo die ganze Nacht über immersive Performances und Installationen stattfinden werden. Es besteht die Möglichkeit, an den drei unterschiedlichen Treffpunkten zuzusteigen.

01.10.: Spielwerk Ansbach: Habenwollen

Zwei Darsteller*innen begeben sich auf die Suche nach dem Glück und durchstreifen dabei märchenhafte Welten. Überall scheint das Glück so greifbar, doch will es sich partout nicht einstellen. Immer wieder müssen sie erneut aufbrechen, doch was ist es eigentlich genau, was sie suchen ... dieses „Glück“? Ein artistisches Tanztheater.

03.10.: Alexandra Karabelas: Why a Dancer should be role model for the future?

Fähigkeiten wie Ausdauer, Kreativität, Unmittelbarkeit und Anpassungsfähigkeit sind in der Tanzwelt selbstverständlich, aber gleichzeitig auch für ein Leben in Gemeinschaft unerlässlich. Auf diesem Grundgedanken fußt dieses Manifest von Alexandra Karabelas. Die Lecture Performance legt die DNA dessen frei, was Tänzer*innen an komplexem Wissen in sich tragen.

03.10.: Anna Konjetzky: Chipping

Der Körper von Sarah Huby muss sich auf einer Bühne, die sich in ständiger Bewegung befindet, immer neuen Gegebenheiten anpassen. Kuben rollen hin und her, Videoprojektionen überfluten das Geschehen, der Körper wird verschluckt. Selbst der passive Körper kann auf dieser Bühne nicht ruhen, der bewegte Raum treibt ihn ständig an – bis zur Erschöpfung und darüber hinaus.

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Alle Infos und Tickets auf:
kunstkulturquartier.de


 

 




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