kino3: Edith Piaf trifft Lady Di trfitt August Sander

DONNERSTAG, 20. MAI 2021, KINO3

#Der Glanz der Unsichtbaren, #Filmhaus Kino, #Kino, #kino3, #Reiner Holzemer

Neue Woche im kino3, die uns eine französische, Finger in die Wunde legende Komödie mit höher gesellschaftlicher Relevanz bringt – und gleich drei weitere Dokus im Rahmen des Fotofestivals.

DER GLANZ DER UNSICHTBAREN

Das L'Envol ist eine Tagesstätte für obdachlose Frauen in der nordfranzösischen Stadt Anzin. Für die Frauen, die sich, um anonym zu bleiben, die Namen von Prominenten geben (Edith Piaf trifft Lady Di), ist das Haus der oftmals einzige Ankerpunkt in ihrem Leben. Die Stadtverwaltung hingegen findet: Das L’Envol ist nicht effektiv genug. Es soll geschlossen werden. Damit beginnt in der Komödie Der Glanz der Unsichtbaren von Louis-Julien Petit (2018) der Kampf der Frauen. Angeleitet von vier Sozialarbeiterinnen soll das L’Envol heimlich in eine 24-Stunden-Unterkunft umgebaut werden. 
Der Glanz des Unsichtbaren ist zwar ein Spielfilm, basiert aber  auf der Dokumentation Femmes invisibles: survivre dans la rue, die wohnungslosen Frauen im Film wurden von Laiendarstellerinnen besetzt, die diese Situation selbst kennen. Ein Film, der übersehenen Leidtragenden der Gesellschaft Beachtung und Sekbstachtung verleiht.

Weiterhin läuft das Fotofestival mit seinen Künstlerportraits im kino3. Drei weitere gesellen sich in dieser Woche hinzu, alle drei stammen vom absoluten Spezialisten für diese Art von Dokumentation Reiner Holzemer:

MAGNUM PHOTOS – EIN MYTHOS VERÄNDERT SICH über die renommierteste Foto- und Fotografenagentur der Welt,

AUGUST SANDER – MENSCHEN DES 20. JAHRHUNDERTS über den Dokumentaristen der Weimarer Republik und

ANTON CORBIJN – MOST WANTED über eine prägende Figur der Ästhetik der Popkultur.

Außerdem laden Fotofestival und kino3 am 25.05. um 19 Uhr zum Vortrag
ZUM „FORENSISCHEN IMAGINÄREN“. VISUELLE VERIFIZIERUNGSSTRATEGIEN ZWISCHEN AKTIVISMUS UND VERSCHWÖRUNGSERZÄHLUNG von Mira Anneli Naß. Die Kunsthistorikerin beschäftigt sich mit Mechanismen wie Bildforensik und Blicklenkungen und bringt diese in Zusammenhang mit Verschwörungserzählungen, neuem Bürger*innenkournalismus und aktivistischen Argumentationslinien.

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Kino 3
im Filmhaus Nürnberg
Königstraße 93




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KINO3 . ICH, DANIEL BLAKE

Der britische Regisseur ken Loach ist bekannt für seine schnörkellos erzählten Sozialdramen, Filme über das echte, harte Leben, die Loach bereits zwei Mal die Goldene Palme von Cannes eingebracht haben. Unter anderem für Ich, Daniel Blake (2016), der ab dieser Woche im kino3 gestreamt wird. Der titelgebende Held hat sein Leben lang als Schreiner in Newcastle gearbeitet. Nach einem Schlaganfall muss er sich zum ersten Mal um staatliche Hilfen bemühen. Im Zuge dessen trifft er auf Katie, eine alleinerziehende Mutter, die um der Obdachlosigkeit zu entgehen, gezwungen ist, in eine Wohnung weit weg von ihrer Heimat zu ziehen. Ich, Daniel Blake gewährt einen Einblick in die Lebensrealität von Menschen, die sich schuldlos durch die bürokratischen Maschen des Sozialsystems wühlen müssen. Auf der kino3-Homepage findet ihr ein Interview mit dem Regisseur Ken Loach.

DAS SALZ DER ERDE

Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado hat jahrzehntelang internationale Konflikte, Kriege und Vetreibung dokumentiert und damit weltweite Bachtung erlangt. Unter anderem vom deutschen Star-Regisseur Wim Wenders, der sich für diese Dokumentation auf die Spuren Salgados begeben hat. Wenders begleitet den Fotografen und seinen Sohn bei der Arbeit an dem weltumspannendenen Großprojekt “Genesis”, einer gewaltigen Liebeserklärung an die Erde. Auch Das Salz der Erde wurde in Cannes ausgezeichnet und für den Oscar als bester Dokumentarfilm nomminiert. Das kino3 zeigt den Film anlässlich des laufenden Fotofestivals.

BEUYS

Die Zeitungen sind voll davon, das kino3 lässt sich nicht lumpen: 100 Jahre großer Düsseldorfer Kunstprediger, 100 Jahre Fett and Filz, 100 Jahre Joseph Beuys. In dieser Dokumentation aus dem jahr 2017 erteilt Regisseur Andreas Veiel des Künstler selbst das Wort und montiert aus zahlreichen, zuvor unbekannten Bild- und Tondokumenten ein durchlässiges, assoziatives Portrait. Darin lernen die Zuschauer*innen den Lehrer kennen, den Boxer, den Hutträger, den Grünen-Kandidaten, aber auch den Menschen Beuys hinter allen Rollen. Auch Widersprüche und Gegensätze werden in dieser Form der intimen Betrachtung deutlich. 

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Kino 3
im Filmhaus Nürnberg
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