kino3: Italienische Brüder und mexikanischer Enthüllungsjournalismus

DONNERSTAG, 15. APRIL 2021, KINO3

#Arthouse, #Filmhaus Kino, #Kino, #kino3, #Nürnberg, #Streaming

Das kino3 bleibt international ohne immerzu Hollywood machen zu müssen: Auf die afrikanischen Filmtage folgt ein Streifen junges Cinema Italia! Marvelloso! Online wie immer ab Donnerstag: 15.04.

Euforia
Matteo ist ein erfolgreicher Unternehmer, der sich ein Penthouse in Rom leisten kann, von dem aus er das Leben betrachtet. Er liebt die Ablenkung durch Partys, Drogen, Sex und Körperkult. Sein Brder Ettore stellt in gewisser Weise das Gegenteil dar: Er ist als Lehrer im Heimatdorf geblieben und verbirgt sich hinter einer Maske aus Sarkasmus. Als Ettore an Krebs erkrankt, holt Matteo ihn für die Dauer einer Therapie zu sich nach Rom. 
Valeria Golino erzählt in Euforia in bittersüßer Weise vom unsichtbaren Band, das Geschwister unweigerlich verbindet. Im emotionalen Wirbel lernen Matteo und Ettore einander neu kennen.  Es ist ihre Zweite Regiearbeit nach Miele und lief in Cannes in der Reihe Un certain regard.

Silence Radio
Das mitreißende Portrait der unbestechlichen mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui feierte im Rahmen der Lateinamerikafilmtage bereits Nürnerg-Online-Premiere im kino3. Zum bundesweiten Online-Kinostart präsentiert das kino3 ein besonderes Live-Event: Am 15.04. um 19 Uhr findet ein Livestream der Dokumentation aus dem Deutschen Filminstitut und Fernsehmuseum in Frankfurt statt – mit anschließendem Premierenfilmgespräch mit der Regisseurin Juliana Fanjul und der ausgezeichneten mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui herself. Moderiert wird das Gespräch von der Filmwissenschaftlerin und Kuratorin des Días de Cine – Lateinamerikanisches Filmfest, Laura Teixeira (M.A.), und Dr. Marta Muñoz-Aunión vom Institut für Romanische Sprachen und Literaturen, an der Goethe Universität Frankfurt.

Kino 3
im Filmhaus Nürnberg
Königstraße 93

 




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Kultur  14.01.2021
INTERNET. Kino 3, wir berichteten, ist das digitale Angebot des Nürnberger Filmhauses. Cineasten, denen das geschmackvolle Filmhaus-Programm fehlt, finden hier immer eine sauber kuratierte Auswahl, die nicht mit Zeug überfrachtet, sondern gezielt anbietet: Klassiker, Raritäten, sehenswerte Neuerscheinungen. Immer donnerstags wechselt das Programm im kino 3, heißt, manche Filme fliegen raus, blöd, wenn man sie verpasst hat, neue kommen hinzu: cool. curt schaut drauf.    >>
KINO3 . ICH, DANIEL BLAKE

Der britische Regisseur ken Loach ist bekannt für seine schnörkellos erzählten Sozialdramen, Filme über das echte, harte Leben, die Loach bereits zwei Mal die Goldene Palme von Cannes eingebracht haben. Unter anderem für Ich, Daniel Blake (2016), der ab dieser Woche im kino3 gestreamt wird. Der titelgebende Held hat sein Leben lang als Schreiner in Newcastle gearbeitet. Nach einem Schlaganfall muss er sich zum ersten Mal um staatliche Hilfen bemühen. Im Zuge dessen trifft er auf Katie, eine alleinerziehende Mutter, die um der Obdachlosigkeit zu entgehen, gezwungen ist, in eine Wohnung weit weg von ihrer Heimat zu ziehen. Ich, Daniel Blake gewährt einen Einblick in die Lebensrealität von Menschen, die sich schuldlos durch die bürokratischen Maschen des Sozialsystems wühlen müssen. Auf der kino3-Homepage findet ihr ein Interview mit dem Regisseur Ken Loach.

DAS SALZ DER ERDE

Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado hat jahrzehntelang internationale Konflikte, Kriege und Vetreibung dokumentiert und damit weltweite Bachtung erlangt. Unter anderem vom deutschen Star-Regisseur Wim Wenders, der sich für diese Dokumentation auf die Spuren Salgados begeben hat. Wenders begleitet den Fotografen und seinen Sohn bei der Arbeit an dem weltumspannendenen Großprojekt “Genesis”, einer gewaltigen Liebeserklärung an die Erde. Auch Das Salz der Erde wurde in Cannes ausgezeichnet und für den Oscar als bester Dokumentarfilm nomminiert. Das kino3 zeigt den Film anlässlich des laufenden Fotofestivals.

BEUYS

Die Zeitungen sind voll davon, das kino3 lässt sich nicht lumpen: 100 Jahre großer Düsseldorfer Kunstprediger, 100 Jahre Fett and Filz, 100 Jahre Joseph Beuys. In dieser Dokumentation aus dem jahr 2017 erteilt Regisseur Andreas Veiel des Künstler selbst das Wort und montiert aus zahlreichen, zuvor unbekannten Bild- und Tondokumenten ein durchlässiges, assoziatives Portrait. Darin lernen die Zuschauer*innen den Lehrer kennen, den Boxer, den Hutträger, den Grünen-Kandidaten, aber auch den Menschen Beuys hinter allen Rollen. Auch Widersprüche und Gegensätze werden in dieser Form der intimen Betrachtung deutlich. 

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Kino 3
im Filmhaus Nürnberg
Königstraße 93

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