NEWSTICKER

Bayrische Soforthilfe für KünstlerInnen: Die Anträge sind da

MITTWOCH, 20. MAI 2020, NüRNBERG

#Bayern, #Corona

Antragsberechtigt sind:

Menschen mit Hauptwohnsitz Bayern, die in der KSK versichert sind ODER nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend mit erwerbsmäßiger künstlerischer Arbeit verdienen. Es kann verschiedene Gründe geben, warum jemand nicht in der KSK ist, wenn er oder sie aber deren Kriterien erfüllen würde, hat er/sie trotzdem ein Anrecht auf die Soforthilfe. Zu den unterstützten Berufsfeldern gehören aber nicht nur die “klassisch künstlerischen” (AutorIn, SängerIn, TänzerIn, MusikerIn, etc.), sondern auch die im Kontext, also z.B. Kameramänner und -frauen, GrafikdesignerInnen, TechnikerInnen und auch freie JournalistInnen.

Wer nachweisen kann, dass wegen der Corona-Ausfälle der Lebensunterhalt nicht sichergestellt werden kann, erhält drei Mal bis zu 1.000 Euro monatlich. Der Leistungszeitraum beginnt frühestens im Monat, in dem der Antrag gestellt wird, kann also noch Mai beinhalten.

Zum Antrag geht’s hier: www.kuenstlerhilfe-corona.bayern




Twitter Facebook Google

#Bayern, #Corona

Vielleicht auch interessant...

Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


   >>