Laras Post aus Berlin 6: Kühlschrankinhalt überbacken!

MONTAG, 20. APRIL 2020, BERLIN

#Corona, #Küche, #Lara Sielmann, #Lasagne, #Podcast

Liebe curt FreundInnen,

 

Ich hoffe, ihr hattet entspannte Ostertage und seid gut durch die letzte Woche gekommen. Hier ist es bei stetiger Sonne wieder etwas kühler geworden, nachdem der Ostersamstag (nennt man den so?) sehr warm war und die halbe Stadt in Tank Top und kurzer Hose unterwegs war – hier in Berlin sind die Coronavorschriften lockerer als bei euch in Bayern. Aber klar, das mit der Distanz lief dabei so mäßig.

Ich mag dieses Frühlingswetter sehr, eine Freundin von mir meinte neulich, dass das für sie das eigentliche Frühlingsgefühl sei: mehr als die Knospen an den Bäumen, kühle klare Luft und warme Sonne. So sitze ich jetzt auch an diesem Sonntagmorgen auf meinem Sofa, eingepackt in meine Bettdecke und habe die Balkontür weit offen. Unser spitzen-Curt-Redakteur Andi hat mich schon sehr früh darum gebeten, doch mal meine Kochtöpfe zu öffnen und ich dachte mir, so nach Ostern ist das doch eigentlich ein guter Zeitpunkt, das Fasten ist vorbei und wir erwachen so langsam aus unserem Winterschlaf.


Grundsätzlich muss ich gestehen, dass ich sehr schlecht darin bin, mich an Rezepte zu halten und füge direkt hinzu, dass ich kein Fleisch koche oder zubereite, Dinge fermentiere oder mich an Soßen versuche (wobei ich mich natürlich tierisch freue, wenn andere das machen und mich zum Essen einladen. Mir fehlt dafür die Geduld). Wie ich mit einem Freund neulich feststellte, sind wir eher so Kartoffeln in der Küche und mediterran unterwegs, wobei ich manchmal auch eine Abzweigung gen Curry meiner Art mache. Sprich, grundsätzlich habe ich Folgendes im Kühlschrank: irgendein Gemüse, Salat, Crème fraîche, Zitronensaft, Butter, Currypaste, oft Mozarella und auf jeden Fall irgendeine Art von Käse zum Überbacken. Außerhalb des Kühlschranks habe ich Kartoffeln, Nudeln, Reis, Oliven- wie Sonnenblumenöl, Zwiebeln, Knoblauch und Ahornsirup da – das sind so ziemlich genau die Lebensmittel, die ich seit sechs Wochen in irgendeiner Art und Weise miteinander verkoche. Mittlerweile auch so, dank Corona (das ist auch komisch zu schreiben), dass es mir richtig gut schmeckt. Besonders oft kommt dabei meine Auflaufform zum Einsatz, weil ich Aufläufe aller Art wirklich sehr gerne mag (vor allem mit Kartoffeln).

In diesem anderen Alltag, den wir nicht so gut wie 24/7 zuhause verbrachten, war ich recht viel unterwegs und habe dementsprechend oft auswärts gegessen, sodass, wenn ich zuhause gekocht habe, das meist eher unbewusst geschah. Die Zeit zum Kochen hingegen nehme ich mir jetzt und das ist richtig schön. Ich höre einen Podcast (z.B. Fest&Flauschig oder die Radio Eins Literaturagenten, ein sehr nettes Bücher-Magazin, in dem über aktuelle Bücher mit interessanten Gästen gesprochen wird), ein Hörspiel oder Feature vom Deutschland Funk Kultur oder einfach nichts, das tut ja auch mal gut.

Und dann schnibbel ich halt so drauf los. Mittlerweile bin ich richtig gut darin das, was an Abfall und dreckigem Geschirr dabei entsteht, parallel zu entsorgen oder abzuwaschen.

In diesem Sinne, lasst es euch schmecken

 

Auberginen-Lasagne

Aubergine/ Zwiebeln/ Möhre/ Fleischtomaten oder passierte Tomaten/ frische Kräuter/ Crème fraîche/ Lasagne-Scheiben/ Gratinkäse/ Ahornsirup

 

Aubergine in Streifen/Scheiben schneiden, salzen, ölen und in den Ofen tun, damit der bittere Geschmack verschwindet und sie weich werden

Zwiebeln (wer mag auch Knoblauch) klein schneiden, Öl erhitzen, in die Pfanne und mit Ahornsirup leicht karamellisieren, klein geschnittene Möhre dazu, kurz anschwitzen, dann die passierten Tomaten dazu, miteinander köcheln lassen (Deckel auf die Pfanne). Kräuter nach Wahl hinzufügen (ich hatte: frische Petersilie sowie Dill), mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen guten Esslöffel Crème fraîche dazu.

In diesem Rhythmus schichten: Lasagneplatten – Aubergine – Soße – bisschen Käse, wer mag, ansonsten nur on top

 

 

 

 

 

 

 




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