Support Your Locals 4: Der virtuelle Tresen

DONNERSTAG, 9. APRIL 2020

#Bar, #Corona, #coronasucks, #Drinks, #Gastronomie, #Support your locals

Barflys wie wir sitzen dank Corona auf dem Trockenen. Es ist ein Jammer. Und der Jammer für die Barbesitzer ist sicher noch größer, denn im Gegensatz zu Shops oder auch Speiselokalen haben sie kaum die Möglichkeit, mittels Online-Shop und Lieferung auszugleichen. Nichtsdestotrotz: Auch wenn die Türen verschlossen bleiben, könnt ihr Geld in eurer Lieblingskneipe ausgeben. Wir listen an dieser Stelle die verschiedenen Kampagnen, die ihnen hoffentlich allen das Überleben sichern können.

Kneipen und Bars

Im Ludwigs kann man jetzt nach wie vor Drinks kaufen, man muss sie halt später trinken: Pay now, drink later. Das Gutschein-Prinzip wird über Paypal abgewickelt. Die Gutscheine kommen dann enwteder per Post oder werden in der Bar für euch hinterlegt. Das hilft dem Ludwigs und kurbelt die eigene Vorfreude an.
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Wanderer & Bieramt oben am Tiergärtnertor sind im Sommer der Nürnberger Altstadt-Treffpunkt. Die Startnext-Kampagne lockt mit diversen Zuckerln für SpenderInnen. Das reicht von der Krugpatenschaft über Shirts bis zum Gitarrenunterricht. Einige Angebote sind bereits weg also ranhalten!
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Das Prinzip der Mata Hari Bar ist ganz einfach: Wer jetzt fleißig mithilft, die Schönheit der Weißgerbergasse zu erhalten, vergnügt sich nach Wiedereröffnung vergünstigt. Und verdient sogar noch was dran: 50 Euro zahlen, heißt 60-Euro-Gutschein, für 100 Euro bekommt man sogar 125 raus. Der curt-Anlagaberater rät aus Vernunftsgründen zu dieser Maßnahme!
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Der Tiger-Keller im Schatten der Burg, besser bekannt als Downtown, macht es ganz ähnlich wie die Mata Hari: Gutschein auswählen, jetzt Geld ausgeben, später davon profitieren. Was kann man einer Barfliege Besseres tun?
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Und auch die Kneipe am Downtown, USG6, ringt um die Liebe ihrer Stammgäste. Zum einen kann man hier jetzt schon eine Flasche Schnaps für die Zeit danach vorbestellen, zum anderen besteht die Möglichkeit zur Etiketten-Verewigung: Die Gesichter der drei SpenderInnen mit den höchsten Geboten ab 250 Euro kommen für je drei Monate auf die Bierflaschen!
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Das Kloster hat es derweil geschaff, eine eigene Homepage mit eigenem Shop aus dem Boden zu stampfen. Dort gibt es einerseits Shirts, andererseits Gutscheine. Der Erlös aus dem Shirtsverkauf geht dabei zum 100 Prozent an die MitarbeiterInnen, wer Gutscheine kauft, beteiligt sich an den Fixkosten der Kneipe. 
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Auch Norman vom Hannemann hat sich für einen etwas anderen Weg entschieden. Er schreibt, dass für ihn Crowdfunding nur wenig Sinn macht und Gutscheine das Problem in die Zukunft verschieben. Stattdessen gibt es eine maximal solidarische Lösung: Wer kann, darf und soll per PayPal was spenden, bekommt dafür aber keine Extrabehandlung. Nach der Wiedereröffnung profitieren dafür alle von vergünstigen Getränkepreisen. Feiner Zug.
Hier geht’s zur Aktion

Das kollektivistisch organisierte, schönste Wohnzimmer der Stadt, Arsch & Friedrich, hält die Südstadtflagge hoch. Als Dankeschöns für Spender gibt’s Beutel, Buttons, Shirts. Und wer 50 Euro übrig hat, darf im wiedereröffneten A&F sogar einen Abend als DJ bestreiten.
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Die monoBar in der Klaragasse stellt ihren Unterstützerinnen für die Zeit danach spezielle Gedecke zusammen. Das heißt: Wer einen 20er spendet, ist mit Huppendorfer Bieren und Haas-Schnäpsen dabei, das Fränkische Gedeck. Für 25 gibt’s das Tanqueray Tonic Quartett – oder eine lustige Bar-Runde, also 20 Pfeffis bzw. Mexikaner. Sounds like fun. Darüber hinaus kann man seinen Namen auf der Retter-Wand verewigen lassen oder sich für 150 Euro gar ein eigene Party inklusive DJ gönnen. Kriegt man so günstig nie wieder.
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Die Harlem Bar beschränkt sich weitestgehend auf das bewährte Gutschein-Prinzip, bei dem die Gäste am Ende mehr für ihr Geld kriegen. Die personalisierten Gutscheine werden per Mail verschickt. Und für einen 10er kann man sich fünf Shots seiner oder ihrer Wahl reinknallen. Muss ja auch nicht alleine sein!
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Fünf Mexikaner um das Ende der Katastrophe in der Bar42 zu begießen, kosten zehn und zehn Mexikaner zwanzig Euro. Daneben gibt’s freilich auch unspezifische Gutscheine für Leute, die keinen Mexikaner mögen. Für 200 Euro kommt dein Name auf die Supporter-Plakette in der Bar am Josephsplatz. Und für 500 findet hier deine Geburtstagsparty statt – 450 Euro erhälst du in Getränkebons zurück. Mega Deal.
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Die fünf Bar-Bienen der Bar Biene brauchen eure Unterstützung und bieten im Gegenzug Gutscheine und Goodies mit dem schicken Bar-Biene-Logo. Also Beute, Shirts und Waist-Bags in der Bar-Sofa Farbe. Alles organic, versteht sich. Für 35 Euro kommt dein Name sogar auf ein Kunstwerk, das die Mitarbeiterinnen in der freien Zeit anfertigen.
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Only Ol’skool Hip-Hop – die Ol’ Dirty Urban Soundbar ist für Hip-Hop-Freunde dieser Stadt unverzichtbar. Für ihre Supporter will sie nach der Katartrophe eine Supporter-Party schmeißen, Tickets kriegt ihr für 10 Euro Support, macht Sinn. Ziemlich cool außerdem die Slipmats zum Vinyl-Scratchen und Shirts. Außerdem natürlich Gutschein-Optionen quasi ohne Ende.
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Ähnlich wie das Hannemann möchte die Vintage Bar die Gefahr umgehen, das Schlamassel mittels Gutscheinen in die Zukunft zu verschieben. Wer die sytlische Cocktail Bar unterstüzt, darf sich allerdings auf seine persönliche Support-Your-Locals-Party freuen, inklusive vergünstigter Drinks, eh klar.
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Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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