Lasst liefern + Support Your Locals 1: Entertainment & Essen

MITTWOCH, 25. MäRZ 2020

#Corona, #coronasucks, #Essen / Trinken, #Lesen!, #Musik

Corona-Quarantäne heißt nicht, Rollos runter und warten, bis es vorbei ist. Wir alle können auch daheimbleibend etwas dafür tun, dass die Post-Pandemie-Welt nicht ganz so scheiße ist und den kleinen, feinen Einzelhandel weiterhin unterstützen. Support your local business – auch wenn es zu hat!


In den vergangenen Tagen haben wir immer wieder, wenn auch bislang bloß auf Social Media, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kleinen, feinen Läden auf Fahrrädern gesehen. Was machen die da? Ausliefern. Wir werden versuchen an dieser Stelle eine unendliche Liste mit den Läden anzulegen, die ihr auch in Corona-Zeiten supporten könnt. Damit die Auswirkungen eure Lieblingsläden nicht ganz so heftig treffen und ihr gleichzeitig besser durch die Heimquarantäne kommt.

MUSIK/BÜCHER/UNTERHALTUNG

Buchhandlung Jakob

Die Leute von der Buchhandlung am Hefnersplatz waren wahrscheinlich die ersten, die auf die Idee kamen. Lesestoff ist ja jetzt ohnehin wichtiger denn je. Zwischen 10 und 17 Uhr bearbeitet die Buchhandlung Bestellungen, die per Mail oder Telefon eingehen. Außerhalb des Stadtrings kommen die Bücher dann per DHL, innerhalb per fahrradfahrenden Buchhändler*innen. Alle infos und Empfehlungen hier entlang.

Buchladen am Kopernikusplatz
In der Südstadt kümmert sich Stefan Beutel vom Buchladen am Kopernikusplatz über die Pandemieversorgung. Bestellungen am besten per Mail oder auf den Anrufbeantworter. In der Südstadt wird persönlich und so schnell wie möglich ausgeliefert. Außerhalb kommt das Buch per Post. Mailadresse und Telefonnummer hier entlang.

C. Rauch’sche Buchhandlung
Christina Rauch von der Buchhandlung in der Jakobstraße verspricht: “Wir gehen hin. Wir bleiben dran.” Sie ist für alle Kund*innen per Telefon, Mail und Whatsapp erreichbar. Und bekam kurz vor Ladenschluss noch Besuch vom Frankenfernsehen. Telefonnummer und Mailadresse findet ihr auf der Homepage.

mono-Ton Schallplatten
Musiknerds, denen im Moment der Schließungen Angst und Bang wurde, gibt’s in dieser Stadt freilich genug. Der mono-Ton Schallplattenladen liefert, solange die Lieferdienste fahren. Und wenn’s grad passt, schwingt sich der Tobias schon auch mal aufs Rennrad. Einfach zwischen 10 und 13 Uhr anrufen oder eine Mail mit den gewünschten Platten schicken. Besonderer Service von Musikexperten für Musikhörende: Schreibt den mono-Tonern, was ihr sonst gerne hört und was nicht und sie suchen euch was raus, was ihr noch nicht kennt! Mail und Fon.

Casablanca
Das Filmkunsttheater in der Brosamerstraße ist ein gemeinnütziges Projekt, was gleichzeitig heißt, dass es keine großen Rücklagen bilden kann. Jetzt sind Kino und Kneipe zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung im September 2009 zu. Veranstaltungen bis einschließlich April sind abgesagt, ob und wann und welche nachgeholt werden können, steht noch nicht fest. Was kann man tun? Gutscheine kaufen für die Zeit danach. Die gibt’s deshalb nun auch mit 10 Prozent Bonus, entweder im Postversand oder einfach als Online-Gutschein. Jeden Tag um 21.30 Uhr finedt zudem eine virtuelle Kinovorstellung, Casa @Home statt, für die man reguläre Tickets kaufen kann. Wer im Casa lieber trinkt als Filmchen kuckt, kann sich auch einen Kneipengutschein gönnen. Infos und Bestellung hier.

Ultra Comix
Der Laden in der Vorderen Sterngasse hat namensgebend natürlich eine wahnsinnige Comic-Auswahl, aber auch, und das schlägt den Lagerkoller womöglich wirklich in die Flucht, Brettspiele und Computergames ohne Ende. Per Mail oder Telefon kann man die Waren jetzt auch bestellen, auch Wunsch filmen die Mitarbeiter auch die Regale, für ein virtuelles EInkaufserlebnis. Mindestbestelltwert liegt bei 30 Euro, ab 50 wirds versandkostenfrei. Zum Shop.

LEBENSMITTEL

Lieferamt
Das Amt, strenggenommen ein Lieferservice für Gastronomie und Hotelierie, nutzt seine Infrastruktur jetzt, um euch daheim mit quasi allem zu versorgen. Heißt: Für 17,90 Euro bekommt ihr das Care-Paket Stay at Home in der süßen oder salzigen Variante. Inklusive Nudeln, Mehl, Reis, Aufstrich, alles Bio, und, das allein ist schon 17,90 Wert, eine Rolle Klopapier. Außerdem gibt’s natürlich sämtliche Getränke, die man sich denken kann. Mindestbestelltwert gibt es keinen, es sollten aber ab fünf Einheiten sein. Alle Infos findet ihr auf Facebook

Link Gemüse
Gesund bleiben geht natürlich am besten, wenn man sich regelmäßig frisches Gemüse zuführt. Auch das kommt ab sofort per Lieferservice, den die Familie Link kurzerhand eingerichtet hat. Das Gemüse kommt direkt aus dem Knoblauchsland, außerdem Brot und Eier aus der Region, Obst und Südfrüchte. Wer bis 18 Uhr per Mail oder Fon bestellt, bekommt seine Ware garantiert am nächsten Tag, Mindestbestellwert 25 Euro. Alles, was man noch wissen muss, findet ihr auf der Homepage

Hofladenbox
Die Roßtaler von der Hofladenbox müssen ihren Service nicht umstellen, die sie funktionieren ohnehin als Lieferanten: Bei der Box kann man aus über 5.000 Produkten von rund 500 regionalen Herstellern auswählen. Milch und Joghurt, Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Fertiggerichte, Getränke… So können wir über einen Anbieter verschiedene regionale Unternehmen gleichzeitig unterstützen. Die Lieferung kommt immer dienstags und sonntags, entweder zu euch nach Hause oder zu einer Abholstation. Alle Infos auf der Homepage.

Wurstdurst
Neulich noch Lebensretter im Nachtleben, jetzt natürlich: zu. WTF. Zum Glück wird die Wurstdurst-Currywurst seit kurzem auch in der Konservendose angeboten – also holt sie euch einfach nachhause! Egal, ob Ihr Euch für die „Black Edition“ mit 100% Rind oder die „White Edition Berliner 0815“ mit 100% Schweinefleisch entscheidet – beide Versionen gibt es nochmal alternativ mit Kater-, Emergency- oder Zombie-Etikett. Bestellen hier.

Di Simo
Stay at home macht deutlich mehr Spaß, wenn man nicht ganz allein ist, sondern guten Wein dabei hat. Vino, aber auch Prosecco oder edlen Kaffee, liefert und versendet Di Simo – caffè e vini, ansässig am Nürnberger Trödelmarkt. Die Bestellungen können via Facebook, Instagram oder Mail aufgegeben werden und sind ab 50 Euro versandkostenfrei.

Käskoung Stub’n
Wie soll man die Quarantänezeit ohne Käsekuchen überstehen? Der Laden in Johannis ist nach wie vor für Abholer geöffnet. Gleichzeitig gibt es für die, die nicht raus dürfen, einen Lieferservice. Ab vier Stück Kuchen wird ausgefahren, die Auswahl für den kommenden Tag findet ihr immer in der Facebook- oder Insta-Story. Außerdem gibt´s Müsli, Brot, Osterbrot, Marmelade oder den Nodfallbeutel mit all diesen Leckereien plus Klopapier für 17,50. Ab 15 Euro Lieferung frei Haus.

Ludwigs
In die Bar gehen und trinken, ist besonders schwierig und das Barfeeling, das man im Ludwigs erlebt, kann man auch schlecht liefern. Die Kneipe in der Inneren Laufer Gasse hat sich deshalb etwas anderes einfallen lassen, damit der Geldfluss nicht ganz und gar versiegt: Pay now, drink later. Das Ludwigs hat ein PayPal-Konto eingerichtet, auf das man Geld überweisen kann, im Gegenzug gibt’s Gutscheine für die Zeit danach.

Meister Küfner
Wer die Nussecken des Meisters gekostet hat, wird in der Quarantäne nicht darauf verzichten wollen. Muss auch keiner, man kann sie sich auch nach Hause liefern lassen und zwar innerhalb Nürnbergs Mittwoch und Freitag, Erlangen und Fürth nur Mittwoch. Bestellungen per Mail, WhatsApp, SMS, Telefon sind gerne gesehen. Im Liefergebiet hier in der Region spart man sich auf dem Weg die Versandkosten. Mindestbestellwert ab 15 Euro, entspricht 6 Nussecken. Einen Überblick kann man sich auf der Homepage verschaffen - aber nicht im Online-Shop bestellen, wenn man sich den Versand sparen will. Alle weiteren Infos auf Facebook.


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Schreibt uns, wenn Ihr oder Euer Lieblingsgastronom / -Shop nun auch liefert!

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Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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