Laras garantiert Corona-freie Post aus Berlin 1

FREITAG, 20. MäRZ 2020

#Corona, #coronasucks, #Kolumne, #Lara Sielmann, #Lesen!, #Literatur

In diesen Tagen ist alles anders. Nicht mal der curt erscheint im April. Das heißt aber nicht, dass unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten faul auf der Haut liegen. Das lassen wir nicht zu. Unsere Literatur-Lara beispielweise schreibt euch ab sofort Briefe aus Berlin. Hier ist der erste Brief, der uns garantiert gesund erreichte:

Liebe Curt FreundInnen,

am Wochenende war es so weit: Der Curt benachrichtigte mich, dass er bis auf Weiteres nur online erscheinen würde und fügte hinzu, dass irgendwas Richtung „Quarantäne bestehen mit mir“ cool wäre als vorübergehender Ersatz für die Literaturseiten und Lesungsstipps.

Ich weiß nicht, ob Ihr darauf gewartet habt mit mir, die die wenigsten von euch kennen, generell irgendwas zu überstehen, aber hey, es wollte auch niemand diesen Virus und schlimmer als der ist das hier sowieso nicht. Deshalb versuchen wir das jetzt einfach mal und ich werfe gleich ein paar Sachen in den digitalen Ring was UNS ALLE HIER die nächste Zeit erwarten wird: Ich erzähle euch einfach ein bisschen – vielleicht sogar täglich – was ich so von meinem Balkon (I know!) im Berliner Süd-Westen aus beobachte –, wie das ist, wenn man seine NachbarInnen morgens beim Zähneputzen auf dem Balkon trifft (Status: Noch sehr awkward, aber ich glaube in drei Tagen prosten wir uns schon mit unseren Zahnputzbechern zu), eventuell nehme ich euch sogar mal mit in meine kleine Küche – nicht, dass ich eine begnadete Köchin wäre, aber wer schaut nicht gerne mal in die Töpfe anderer Menschen –, berichte davon, wie ich so meinen Tag verlebe, verrate euch welche Übungen wirklich bei Nacken- und Rückenschmerzen helfen (ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber wahrscheinlich bewegt ihr euch weniger als noch vor einer Woche und da ich schon als Kind Probleme mit meinem Rücken hatte, bin ich mehr oder weniger bestens ausgebildet für schonenden Übungen auf kleinem Raum), welche Vögel vor meinem Schlafzimmer besonders laut kreischen (Spoiler: alle, die man sich in der Stadt vorstellen kann).

Und vor allem aber werde nicht immer nur ich berichten, sondern auch mein Lieblingsnetzwerk „Die Unabhängigen Lesereihen“ (ein paar von euch erinnern sich vielleicht an dieses kleine Literaturfestival namens ULF, das wir letzten September im Z-Bau veranstaltet haben und der Curt monstermäßig krass medial begleitet hat).

Wie das genau aussehen wird, sehen wir ebenfalls in den kommenden Tagen. Da es sich bei dieser Übergangskolumne auch um ein Serviceformat handelt, wird es auf jeden Fall auch immer Tipps geben (auch darum hatte mich der Curt gebeten), deshalb:
Falls ihr ein Bücherregal zuhause haben solltet oder verschlossene Umzugkartons und Kisten im Keller oder auf dem Speicher, auf denen groß geschrieben BÜCHER steht, macht sie auf und nehmt die Titel raus, die ihr noch nicht gelesen habt. Stellt sie in eurer Wohnung irgendwo hin, wo ihr sie zumindest ab und zu mal im Sichtfeld habt und früher als ihr denkt, seid ihr schon am Lesen und raus aus der Quarantäne.

So einfach kann es manchmal sein.

Sehr gerne könnt ihr mir Mails schicken – generell antworte ich nicht, wenn sie beleidigent, sexistisch oder in irgendeiner Form diskriminierend sind – hier nochmal meine Mailadresse: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst

Auf garantiert Virus freie Post!


Allerliebste Grüße
aus dem frühlingshaften Berlin




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