Im Gespräch: Die Kuhmuhne und ihr guter Charity Dienstag

DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2018

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„Vollsten Support!“, riefen wir mit übervollen Mündern und halben Burgern in den Händen. Unsere Zeche floss direkt in den Spendentopf – wir taten beim Burgeressen Gutes! Warum das so ist, fragten wir ganz keck-unverblümt Simon Staudigl, Geschäftsführer und Teilhaber der „KUHmune“.

curt: Simon, Ihr seid ein Burger-Restaurant. Wie kommt es dazu, dass Ihr den Charity Dienstag ins Leben gerufen habt?

SIMON STAUDIGL: So unspektakulär, wie man es sich nur vorstellen kann: Zwei Männer, zwei Bier und ein lockeres Gespräch, aus dem nebenbei die Idee für den Charity Dienstag entstand. Natürlich haben wir das Rad nicht neu erfunden, nein. Inspiriert hat uns ein Kölner Lokal und die simple Tatsache, dass wir auch gern soziale Verantwortung übernehmen
wollten, um unserer Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. Der Laden läuft gut, warum nicht etwas Gutes tun?

curt: Beteiligen sich auch Personal und Lieferanten an der Charity-Aktion?

Natürlich ist es jedem selbst überlassen, ob man einen Beitrag für den guten Zweck leisten möchte. Bei unserem Team war da überhaupt keine Überzeugungsarbeit nötig. Als wir die Idee im Team-Meeting präsentiert haben, brannten alle dafür – vom Koch bis zum Service. Auch unsere Lieferanten waren der Aktion positiv gestimmt, sonst würde auch nicht so viel zusammenkommen. Mich persönlich freut es am meisten, zu sehen, dass wir und unser Umfeld in der gemeinsamen Sache so gut harmonieren und alle am gleichen Strang ziehen.

curt: Welche Organisationen durften bisher profitieren?

Bis dato konnten wir schon acht verschiedene Vereine und Hilfsorganisationen unterstützen, u.a. die Nürnberger Tafel, die Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche “Sleep-In” oder den B.U.D. e.V., der mit seiner Arbeit Opfer rechtsextremer Gewalt unterstützt. Feste Kriterien gibt es keine, es muss einfach passen.

curt: Am Charity Dienstag gibt es kein Mittagsmenü. Gibt es deswegen trotz der Spendenaktion auch fränkische Nörgler?

Nörgeln tut deswegen keiner unserer Gäste. Falls doch – was wirklich selten der Fall ist – informieren wir ausführlich über unsere Aktion, warum die Pommes jetzt doch Normalpreis kosten, wohin das Geld geht und was damit gemacht wird. Selbst der größte Nörgler zeigt dann, dass er im Grunde ein gutes Herz hat.

curt: Die „Aktivierung des Franken“ war schon oft ein schwieriges Unterfangen. Kommen Eure Gäste konkret zum Charity Dienstag?

Natürlich gibt es diejenigen, die einfach nur wegen der Burger kommen. Aber wir haben schon ein oder zwei Gesichter an einem der Charity Dienstag wiedererkannt. Wir bekommen es auch in den sozialen Netzwerken mit, wie dieser Dienstag ankommt. Eins kann ich sagen: Die Anzahl unserer Gäste, die Burger schlemmen für den guten Zweck, steigt auf jeden Fall an.

curt: Ist es Eure Vision, dass der Charity Dienstag sich ausbreitet und auch von anderen Läden angeboten wird?

Haha, ja. Jetzt gilt es erst mal, diesen Tag an sich als feste Institution in den Nürnberger Köpfen zu etablieren. Wenn von Charity die Rede ist, dann soll es heißen: Geile Leute, geile Burger, bumsvoller Laden – und alles für den guten Zweck! Es soll einfach ein richtig krasser Tag werden. Vielleicht schaffen wir es ja, anderen Läden Vorbild zu sein, sich für wohltätige Vereine einzusetzen. Wer weiß?!

DER CHARITY DIENSTAG DER KUHMUHNE. 
Am 13. Dezember – diesmal alles zugunsten unserer Freunde des Sozialmagazins „Straßenkreuzer“.
www.kuhmuhne-nuernberg.de 
Supportet von curt.
 




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