Vielen Dank für viele Dunks! Brose Bamberg

DIENSTAG, 6. NOVEMBER 2018

#Basketball, #Brose Arena Bamberg, #Brose Bamberg, #Sport

Seit dieser Saison spielen sich die großen Kerle der Brose Bamberg und curt, das kleine Stadtkultur-Magazin von Welt, partnerschaftlich die Bälle zu. Beim Antrittsbesuch in der Brose Arena zum Championsleague-Heimspiel gegen JDA Dijon waren auch zwei glückliche curt-Leser dabei.

Beim Heimspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg wurde Brose Bamberg vom Marketingverein der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V. mit dem Titel „Spitzensport Metropolregion Nürnberg“ auszeichnet. Den bekommt, wer regelmäßig mehr als 3.000 Zuschauer aus einem Einzugsgebiet über die Metropolregion hinaus zu den Heimspielen anlockt, nationale oder internationale Medienwirkung besitzt und mindestens in einer 2. Liga spielt. Wie sehr Bamberg zur Metropolregion um die Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach gehört, merken wir auf dem Weg vom Nürnberger Büro nach Bamberg. So müssen sich Basketballfans in Los Angeles fühlen, wenn sie zu den Lakers fahren, auch wenn die Bamberger nicht in der NBA spielen und die Metropolregion keine Megacity ist, sondern ein Verbund von 23 Landkreisen und elf kreisfreien Städte im Norden Bayerns. Dafür spielen die Bamberger in der BBL, der ersten Deutschen Liga, und international in der Champions League, und warum Bamberg von den Fans auch Freakcity genannt wird, wollen wir an diesem Abend erfahren. Champions League (CL) hört sich für einige fußball-geprägte Ohren unserer Reisegruppe erstmal nach oberste Liga an, ist aber die Konkurrenzveranstaltung des Weltbasketball-Verbandes FIBA zur EuroLeague, einer „geschlossenen“ Liga, in der sich der Geldadel der europäischen Basketballszene tummelt und sich die Bälle und vor allem viel Geld zuschiebt. Aus der sind die Bamberger diese Saison freiwillig in die Champions League gewechselt, u.a. auch, weil man das Wettrüsten mit der internationalen Konkurrenz und den Ligakonkurrenten aus dem bayerischen Süden nicht mehr mitmachen will, nachdem Uli Hoeneß vor einigen Jahren die Basketballabteilung seines FC Bayerns für sich entdeckte. Gerüchten zufolge sollen zur nächsten Saison auch andere Topvereine aus der CL dem Bamberger Weg folgen.

Gegner an diesem Spieltag in der CL ist der JDA Dijon. Keine Senftruppe, sondern als Tabellenerster nach Freakcity gereist, auch wenn das nach nur einem Spiel nichts zu sagen hat. Die Bamberger dagegen haben ihr erstes Champions League Spiel mehr als unglücklich verloren. Fünf Sekunden vor Schluss noch durch Freiwürfe von Kapitän Nikolaos Zisis drei Punkte in Front gegangen, zogen die Gäste aus Fuenlabrada mit einem Freiwurf, einem taktisch vergebenen Freiwurf samt Ballbesitz und Verzweiflungswurf nahe der Mittellinie, in letzter Sekunde noch mit einem Zähler an den Franken vorbei. Bamberger Basketballfans sind nette, freundliche Menschen. Die Stimmung rund um und in der Halle ist ausgelassen und familiär. Mit unseren Karten werden wir nicht nur all-inclusive verpflegt, sondern sitzen in erster Reihe am Spielfeldrand. Näher dran wäre nicht nur mittendrin, sondern aufm Platz. Die VIP-Tickets-Gewinner Andi und Lukas können ihr Glück kaum fassen, müssen dafür aber auch ordentlich Leistung bringen, denn pausenlos wird mitgefiebert, aufgesprungen und geklatscht. Basketballfans benötigen ein gutes Rhythmusgefühl. Chef auf dem Parkett ist ganz klar Kapitän Zisis, der „Lord of the Rings“. Aber auch er, der einpeitschende Lärm aus tausenden Klatschklappen und Maskottchen Freaky können nicht verhindern, dass ihr Team ein verheerendes erstes Viertel hinlegt. Glücklicherweise hat Elias Harris noch vor der Halbzeit einen guten Lauf, davon sogar mehrere, und bringt seine Kollegen und „unser“ Team wieder heran. Team und Fans geben alles. Weil beim Basketball immer Action und kaum Leerlauf auf dem Parkett herrscht, hat Fußballfan Fränk die Halbzeitpause als solche gar nicht erkannt und als Viertelpause quittiert. Der Typ, der per Korbwurf ein teures E-Bike gewinnen hätte können, hat den Korb auch nicht erkannt und läuft nach Hause. Anders Point Guard Tyrese Rice, der mit einer überragenden Performance in der zweiten Halbzeit und 20 Punkten zum Matchwinner des Abends wird. Am Ende heißt es 73:64 für Bamberg. Spiel gedreht, die Halle bebt. Im Basketballfieber und Siegesrausch lässt sich selbst unser IT-Nerd, der den 90%-antibakteriellen One-Finger-Handshake im Büro durchsetzte, zu High-Fives mit den langen Kerlen hinreißen. Achtung! Manche Spiele bevorzugen die Ghettofaust. Also aufpassen und wenn nötig schnell wechseln, sonst wirkt es peinlich und sieht eher aus wie „Papier schlägt Stein“. Auf dem Nachhauseweg begleitet uns vor der Halle einige Meter spontan ein Ordner, nicht weil wir so gefährlich aussehen, sondern genauso fröhlich wie er. Wir unterhalten uns über das Spiel, dann muss er wieder zurück auf seinen Posten. Aber wir kommen wieder. Vielen „Dunk“ Brose Bamberg und Freakcity, auch im Namen von Andi und Lukas.

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BBL. So, 11.11.2018, 15:00 Uhr    Brose Bamberg : Giessen 46ers
BCL. Mi, 14.11.2018, 20:00 Uhr    Brose Bamberg : Hapoel Jerusalem
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BCL. Di, 20.11.2018, 18:30 Uhr    Brose Bamberg : CEZ Nymburk
BBL. So, 25.11.2018, 15:00 Uhr    Brose Bamberg : Science City Jena




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