Kunst betrachtet von Natalie de Ligt #37

SONNTAG, 1. APRIL 2018

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Natalie de Ligt sichtet, kommentiert und bewertet für curt und euch das aktuelle Kunstgeschehen.

IT´S TIME TO SAY ...
Normalerweise würde hier ein Ausstellungshinweis stehen. Aus gegebenem Anlass ist es diesmal die Information, dass Laurentiu Feller seinen Raum für zeitgenössische Kunst schließt – zumindest in der Knauerstraße in Gostenhof. Gerade feierte er dort noch das 15-jährige Bestehen seiner Galerie und lud alle Künstler, mit denen er in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatte, zu einer Gruppenausstellung ein. Hoffnung ist aber aus Fellers Ankündigung herauszulesen: er wird an einem anderen Ort weitermachen. Vorgesehen ist ein Neustart in der Bergstr. 11, und zwar gemeinsam mit dem direkt nebenan liegenden Conceptstore Bohne & Kleid.
Auch die Formate, die Laurentiu Feller erdacht und entwickelt hat, werden fortgeführt: er bewirbt bereits die 8. Ausgabe des supermART, der Ende Mai Auf AEG stattfindet. Medienpartner: curt.

RAUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST. Laurentiu Feller.
kunstsupermart.de, facebook.com/rfzk.feller, rfzk-feller.de


Bis 6. April 2018
KATHARINA GSCHWENDTNER: SCHIPPENDALES
Mit dem tanzenden Männertrupp, der sich Chippendales nennt, hat die Illustratorin Katharina Gschwendtner nichts am Hut. Ihre Schippendales beziehen sich auf die gleichnamige Serie von Tuschezeichnungen, die sie in der Kreis Galerie ausstellt und zu der sie auch eine große Wandzeichnung vor Ort geschaffen hat. Die Schippendales sind, so Gschwendtner, Heldenfiguren oder moderne Heilige, die um ihr Leben schippen oder die sich oder etwas freischaufeln – so wie die kopflose Protagonistin, die sich trotz der misslichen Lage ihrer körperlichen Unvollständigkeit buchstäblich und sprichwörtlich den Kopf freigeschaufelt hat. Neben den A4 großen Tuschezeichnungen aus dieser Serie und dem großen Wandbild zeigt die Illustratorin, die regelmäßig zu Ausstellungen eingeladen wird, außerdem eine Reihe von Hinterglaszeichnungen. Durch ihre Arbeitsweise lässt Katharina Gschwendtner die Übergänge zwischen der angewandten und freien Kunst fließend werden.

KREIS GALERIE - Galerie am Germanischen Nationalmuseum
Karthäusergasse 14, Nbg
Mi 16-20, Do/Fr 14-18, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
kreis-nuernberg.de


Bis 14. April 2018
VERENA ISSEL: WECHAT
Mit Vorliebe nutzt Verena Issel die Ausstellungsräume so, dass sie selbst zum Bildraum werden. Die Gesamtrauminstallation, die sie aktuell geschaffen hat, visualisiert und karikiert gewissermaßen ein ausgeklügeltes System, bei dem alles mit allem in Verbindung steht bzw. ausgetauscht und weitergegeben werden kann, wie es zum Beispiel mit Informationen von Nutzern einer bestimmten App geschehen kann. Auf so eine App mit Namen «WeChat» spielt die Künstlerin an. Freundliche Farben und eine ansprechende Aufmachung verleiten dazu, die Nachteile, oder besser, das eigentlich Skandalöse des Ausspähens zu verdrängen und sich in die totale Überwachung zu fügen. Das mag eine Botschaft von Issels gelungener Präsentation sein.

OECHSNER GALERIE im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
oechsner-galerie.de


Bis 15. April 2018
SEJIN KIM: ERWACHEN
Sejin Kim (*1981, Masan, Süd Korea) studierte an der hiesigen Kunstakademie in der Malereiklasse von Thomas Hartmann. 2014 erhielt sie den Titel der Meisterschülerin. Wiederkehrende Motive ihre Malerei sind Gesichter, Tiere oder Landschaft im weiteren Sinn. Ihre Bilder zeichnen sich durch eine kontrastarme Farbigkeit aus, die die Dinge im Bildraum bisweilen wie in einer Wolke zusammenhält. So konkret die Motive sein mögen, Sejin Kim belässt alles in der Schwebe. Es scheint eher der emotionale Resonanzraum der Dinge zu sein, an dem die Künstlerin interessiert ist.
Am Freitag, 27. April, um 19 Uhr, eröffnet die Ausstellung von Annette Voigt mit Drucken und einer Rauminstallation.

GALERIEHAUS NORD
Wurzelbauerstr. 29, Nbg
Di/Mi 11-16 Uhr, Do/Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr
galeriehaus-nuernberg-nord.de


Bis 5. Mai 2018
GÖTZ GRAMLICH, FLORIAN KUHLMANN, TIMOTHY SHEARER: HIGH RES LOW BROW
Die Ausstellung findet im Rahmen von «Aus Gründen - 50 Jahre Institut für moderne Kunst Nürnberg» statt.

INSTITUT FÜR MODERNDE KUNST im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.
moderne-kunst.org


Bis 6. Mai 2018
JÜRGEN BECKER: NEW YORK 1972
Jürgen Becker (*1932, lebt u.a. in Köln) ist eigentlich als Schriftsteller bekannt. Seit den 1970er Jahren betätigt er sich aber auch als Fotograf, ohne mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Sein Sohn Boris Becker, der seinerseits ein bekannter Künstlerfotograf wurde, entdeckte vor einigen Jahren frühe, in den USA entstandene Fotoserien des Vaters. Sie sind, vereinfacht gesagt, im Stile der sogenannten Street Photography gehalten, wie sie Lee Friedlander oder Robert Frank in den 1940er Jahren populär gemacht haben. Das Kunsthaus zeigt nun eine Auswahl aus Jürgen Beckers New York-Serie von 1972.
 
KUNSTHAUS
Königstraße 93, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunstkulturquartier.de/kunsthaus


Bis 6. Mai 2018
SEBASTIAN STEIN UND STEPHAN JANITZKY: REALEASE
Eine Ausstellung im Rahmen von «Aus Gründen - 50 Jahre Institut für moderne Kunst Nürnberg».

INSTITUT FÜR MODERNE KUNST NÜRNBERG – Lounge im Zumikon
Großweidenmühlstr. 21, Nbg
Mi-So 10-18 Uhr
moderne-kunst.org


Bis 14. Mai 2018
DER KUNSTRAUM AN DER AKADEMIE FABER-CASTELL: ICH BIN MEHR ALS NUR MEINE ERSCHEINUNG
Die Künstler der WerkStadt Lebenshilfe arbeiten nicht nur im Atelier des KUNSTRAUMs in den ehemaligen Triumph-Adler-Werken, sondern besuchen seit 2016 auch regelmäßig die Akademie Faber-Castell in Stein, um an der dortigen beruflichen Weiterbildung für Menschen mit einer geistigen Behinderung teilzunehmen. In Zusammenarbeit mit der Akademie ist nun eine Ausstellung im Forum Stein mit Arbeiten zu sehen, die in den Seminaren der Akademie und auch in der unmittelbaren Nacharbeit im KUNSTRAUM entstanden sind. Gezeigt werden Drucke, Zeichnungen und Malerei von Harald Alfa, Maaz Ali, Daniel Birkmann, Manja Horn, Daniel Moser, Thomas Oram, Efthymia Sampsonidou, Nilüfer Yildirim und anderen.

AUSSTELLUNGSRAUM DER WERKSTADT LEBENSHILFE NÜRNBERG - FORUM STEIN
Forum 1, Stein
Mo-Sa 10-20 Uhr
lhnbg.de


Bis 19. Mai 2018
ALEX HANIMANN: IN OTHER WORDS

GALERIE SIMA
Hochstr. 33, Nbg
Di/Mi 17-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr u.n.V.
sima-projects.de


Bis 21. Mai 2018
ALTERED STATES – SUBSTANZEN IN DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST
Im Rahmen der Gruppenausstellung mit Werken unterschiedlicher Medien zum Thema bewusstseinserweiternder Substanzen findet am 21. und 22. April eine interdisziplinäre Tagung statt. Das Motto der Tagung lautet: «Substanzen in Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst» und beinhaltet Vorträge aus den Bereichen Bioethik, Kunstgeschichte, Neurowissenschaft, Strafrecht und Sexualwissenschaft.

KUNSTPALAIS ERLANGEN
Marktplatz 1, Erlangen
Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
kunstpalais.de


Bis 10. Juni 2018
SAUM DER ZEIT /
AUF WIEDERSEHEN ISTANBUL

Die Ausstellung «Saum der Zeit» im Neuen Museum ist eine Kooperation mit ARTER (Istanbul). Sie stellt drei türkische Künstler aus verschiedenen  Generationen vor: Bilge Friedlaender (1934–2000), Ahmet Dogu Ipek (*1983) und Füsun Onur (*1938), die große alte Dame der türkischen Gegenwartskunst, wie es im Pressetext heißt. Alle drei verbindet, dass sie in ihren Werken eher leise, poetische Töne anschlagen. Die Ausstellung steht zugleich in Zusammenhang mit der Sammlungspräsentation «Auf Wiedersehen Istanbul» und damit mit der Verabschiedung von 30 Dauerleihgaben aus der einstigen Sammlung René Block, die nun nach Istanbul abgezogen werden. Die Arbeiten gehören mittlerweile der Vehbi Koç Foundation, einer kulturell und sozial engagierten türkischen Familienstiftung, die 2010 das erwähnte Kunstzentrum ARTER initiierte und die ihre gesamte Sammlung ab 2019 in einem neuen Museumsbau in Istanbul unterbringen will. Vor dem Abtransport werden nochmals jene 30 Dauerleihgaben mit Werken von Joseph Beuys, Karl Horst Hödicke, Nam June Paik, Sigmar Polke, Wolf Vostell und anderen gezeigt.
 
NEUES MUSEUM NÜRNBERG
Klarissenplatz, Nbg
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr
nmn.de


Eröffnung: Samstag, 7. April, 18 Uhr
8. bis 11. April 2018
KAI OH GHAYOUNG OH: KAI DRINKS NO WATER
Dieaus Süd Korea stammende Künstlerin Kai Oh studiert seit 2016 in der Fotografie-Klasse an der hiesigen Kunstakademie. Ihre meist schnappschussartigen Fotos sampelt sie zu wilden Collagen, die scheinbar kein Oben und Unten kennen und in denen die Anarchie des Nebeneinanders von allem gefeiert wird. Es passt, dass Kai Oh, die neben Fotografien auch Skulpturen, Schmuck und Turnbeutel verfertigt, auf ihrer Website über sich schreibt: «Creator rather than Artist».
Vom 18. bis 27. April ist dann eine Ausstellung von Cristina Moreno und Laia Ventayol zu sehen.

EDEL EXTRA – Verein zur Förderung ästhetischer Prozesse
Müllnerstraße 22, Nbg
Während der Ausstellung täglich 17-20 Uhr
edelextra.biz


Eröffnung, Sonntag, 8. April, 11 Uhr
8. April bis 20. Mai 2018
MARCUS SCHWIER: DRAUßEN UND DRINNEN - STADTRAUMKÖRPER
Der in Düsseldorf lebende Fotograf Marcus Schwier (*1964) wurde nach Fürth eingeladen, um «mit dem Blick des Fremden durch wiederholte Besuche Fürths ein Bild der äußeren Stadt, also ihrer Architektur, aber auch der inneren Stadt, also ihrer Bewohner, zu suchen». (Pressetext). Das Projekt ist im Rahmen des diesjährigen Ausstellungsschwerpunkts der Kunstgalerie Fürth zu sehen, bei dem es im weiteren Sinn um Architektur, Stadtbild und Urbanität geht. Heuer feiert die Stadt Fürth nämlich den 200. Geburtstag ihrer Eigenständigkeit.

KUNSTGALERIE FÜRTH
Königsplatz 1, Fürth
Mi-Sa 13-18 Uhr, So/Feiertage 11-17 Uhr
kunst-galerie-fuerth.de


Eröffnung: Dienstag, 10. April, 20 Uhr
11. bis 29. April 2018
ANNA HOFMANN, MEIKE MÄNNEL, REBECCA SCHWARZMEIER, RENÉ RADOMSKY: IMAGINATION OF THE UNKNOWN

AKADEMIE GALERIE NÜRNBERG / AUF AEG
Muggenhofer Str. 135, Nbg
Mi-So 14-19 Uhr
adbk-nuernberg.de


Eröffnung: Donnerstag, 19. April, 19 Uhr
20. April bis 24. Juni 2018
DIE STELLE DES SCHNITTS
Es ist die erste Ausstellung des neuen Kunstvereinsleiters Milan Ther. Die eingeladenen Künstler sind: Renée Green, Thuy-Han Nguyen-Chi, James Richards und Cosey Fanni Tutti. Mehr darüber hier auf der Website.

KUNSTVEREIN NÜRNBERG - Albrecht Dürer Gesellschaft.
Kressengartenstr. 2, Nbg
Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 13-18 Uhr u.n.V.
kunstvereinnuernberg.de


Eröffnung: Sonntag, 22. April, 17 Uhr
22. April bis 20. Mai 2018
MARTIN FÜRBRINGER: THE BÖCKLIN FAKTOR
In der Galerie Bernsteinzimmer wird es Malereien zu sehen geben, die zwischen Kitsch und Pathos lustig wippen, die irgendwo im Nebelmeer zwischen Rokoko und Symbolismus schunkeln, die verzweifelt um Ironie kämpfen, wo doch nur Inbrunst wohnt, so die Ankündigung zu Martin Fürbringers Einzelschau. Der Nürnberger Künstler ist außerdem bekannt und beliebt dafür, dass er anderen Halt und eine geistig-kulturelle Heimat gibt, und zwar mittels dem von ihm vor über zehn Jahren initiierten Kunst- und Kurhaus Katana. Das Publikum darf nun auf die Präsentation mit neuen Bildern von Martin Fürbringer gespannt sein. Zur Eröffnung sprechen seine beiden Künstlerkollegen: Peter Wendl und Johannes Kersting.

GALERIE BERNSTEINZIMMER
Großweidenmühlstraße 11, Nbg
Sa/So 15-19 Uhr
galerie-bernsteinzimmer.de


Eröffnung: Mittwoch, 25. April, 20 Uhr
26. April bis 7. Oktober 2018
URBANE ZUKUNFT
Die Kunstvilla ist immer für ein Jubiläumsdatum zu haben. Diesmal ist es der 100. Geburtstag des Nürnberger Immobilienunternehmens wbg. Es werden Werke aus dessen Sammlung und aus städtischem Besitz gezeigt. Mit der Auswahl soll «die Entwicklung des Stadtbilds vom Fensterblick der Klassischen Moderne über abstrahierte Luftaufnahmen bis zu den Utopien heutiger Kunstschaffender» (Pressetext) dargestellt werden. Bis zum 8. April läuft noch die Ausstellung «Du sollst Dir kein Bild machen» des vor fünf Jahren verstorbenen Nürnberger Künstlers Giorgio Hupfer.

KUNSTVILLA
Blumenstraße 17, Nbg
Di, Do-So 10-18, Mi 10-20 Uhr
kunstvilla.org




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