Der Moll von Lauf links

DONNERSTAG, 7. DEZEMBER 2017, KATANA KUNST & KURHAUS E.V.

#Comedy, #Film, #Kabarett, #Kurhaus Katana, #Philipp Moll

Julia Thomas und Thomas Steigerwald vom Verein Medien Praxis e.V. haben einen Film über den Künstler, Musiker, Kabarettisten, Literaten und Weltanschauungsbeauftragten Philipp Moll gedreht - ein Nachruf auf einen ganz besonderen Menschen.

Seit fast 30 Jahren dokumentiert der Verein Themen aus dem sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich und berichtet über Menschen, die Spuren hinterlassen und etwas bewegen in der Region. Auch über Philipp Moll. Fast waren die Dreharbeiten dafür schon abgeschlossen, als Philipp vor gut einem Jahr plötzlich verstarb. Mit Unterstützung vieler seiner Freunde, insbesondere von Matthias Egersdörfer und Martin Fürbringer, ist es gelungen, den Film doch noch fertigzustellen. Herausgekommen ist das Portrait eines Menschen, der schon früh seine kreative Ader entdeckte und in seiner künstlerischen Vielseitigkeit wohl einzigartig in der Region war, und das nun im Katana, wohin er auch immer zum Moll‘schen Trichter einlud, zum ersten Mal zu sehen ist. Im Anschluss wird auch der Film „Die Weltanschauungsbeauftragten“ mit Philipp Moll und Martin Fürbringer gezeigt.

„DER MOLL“ VON LAUF LINKS
am 7. Dezember ab 20 Uhr im Kunst & Kurhaus Katana, Wilhelm-Spaeth-Str. 18, Nbg.
Dauer ca. 47 min.
katana18.de

Danach auch auf Franken Fernsehen, Sonntag, 10.12. (1.Teil), und Sonntag, 17.12. (2.Teil), jeweils 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr.




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#Comedy, #Film, #Kabarett, #Kurhaus Katana, #Philipp Moll

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Was für ein nicht enden wollender Sommer das heuer gewesen ist. Bis in den Oktober hinein wurde ich immer dringlicher gemahnt: Genieße unbedingt den sonnigen Tag heute! Morgen kommt der Herbst, dann ist alles vorbei. Immer wieder habe ich mich in die Sonne gesetzt und habe die Sonne mit aller Kraft genossen bis zur Langeweile, bis zum vollständigen Überdruss. Das kommt daher, dass ich Befehle stets gewissenhaft und verlässlich ausführe. Da kann man sich einhundertprozentig auf mich verlassen. Meine Zuflüsterer taten immer so, als ob das Himmelgestirn im nächsten Moment unwiderbringlich explodieren würde und man sein Leben fürderhin in lammfellgefütterten Rollkragenpullovern, Thermohosen und grob gestrickten Fäustlingen verbringen müsste – in Zimmern, in denen die Heizung unentwegt auf drei gestellt ist. Aber es hat ja nicht aufgehört zu scheinen. Wenn ich an einem Tag genossen und genossen habe, hat der Leuchtkörper sein blödsinniges Leuchten am nächsten Tag keineswegs eingestellt. Die Dummköpfe aber haben es nicht unterlassen, weiterhin ihre Sonnengenussbefehle auf mich auszuschütten. Die Aufforderungen blieben keineswegs aus, sondern steigerten sich zur Unerträglichkeit. Wenn einer endlich einmal sein dummes Maul gehalten hat, dass ich mich unbedingt bestrahlen lassen muss, hat ein anderer damit angefangen, mich aufdringlich aufzufordern, mein Glück unter dem drögen Kauern unter dem aufdringlichen Glanz des leuchtenden Planeten zu finden. Noch Anfang November saß ich voller Wut auf der Straße und habe Kaffee getrunken und gehofft, dass mir die Sonne ein Loch in die Stirn schmort, dass den Schwachköpfen ihr blödsinniges Gerede leidtut und sie mich um Verzeihung bitten müssen. Die Sonne hat immer weitergeschienen wie ein Maschinengewehr, dem die Patronen nicht ausgehen.  >>
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