Zukünfte der Kunst

19. OKTOBER 2017 - 28. JANUAR 2018

#Ausstellung, #Fotografie, #Institut für moderne Kunst Nürnberg, #Kunst, #Natalie de Ligt

Das Motto aller Ausstellungen des Instituts für moderne Kunst Nürnberg, die im Rahmen seines 50jährigen Jubiläums stattfinden, lautet „Zukünfte der Kunst“. Dementsprechend geht es auch bei den aktuellen Schauen „Another world is possible“ (zumikon) und „Pessimismus Organisieren“ (Defethaus) nicht um einen Rückblick auf Vergangenes und die Chronologie glanzvoller Leistungen des Instituts für moderne Kunst, sondern um den Blick aufs Heute und sogar in die Zukunft.

Schließlich entspricht das auch dem Gründungsgedanken des Instituts und seinem originären Auftrag: Dokumentation, Archivierung und Vermittlung von Kunst der Gegenwart. Das Team des Instituts wagt anlässlich seines Jubiläums den Versuch, mit Ausstellungen, Veranstaltungen und sogar Gastauftritten an anderen Orten einen Ausblick auf mögliche Spielarten und Vorgehensweisen der Kunst in der Zukunft zu geben. Deshalb liegt der Fokus nicht auf dem bereits Etablierten, sondern auf Positionen, die ihrerseits wenig festgelegt, dafür aber einem experimentellen, suchenden Ansatz verpflichtet sind. Im Einzelnen heißt das: Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler gehören einer jungen Generation an, sie arbeiten oft spartenübergreifend oder arbeiten mit Partnern zum Teil aus anderen Sparten zusammen. Die Ausstellungen werden nicht im Vorfeld durchgeplant, sondern die Künstler erhalten eine Carte blanche. Was sich im Zuge der Ausstellung vermitteln lässt, ergibt und entwickelt sich demnach erst in ihrem Verlauf und nicht bereits vor der Eröffnung. Die Organisatoren des Instituts verzichten darauf, die Ausstellung und die einzelnen Positionen im Vorfeld mit Deutungen und möglichen Bedeutungen zu belegen. Hier ist das Publikum stärker – als andernorts üblich – aufgefordert, sich einen Zugang zu erarbeiten und für sich zu entscheiden, ob das Gezeigte sich vielleicht etwas arg in der Lust am reinen Experiment verfängt, oder ob es doch Substanz hat und sich gar als eine der Zukünfte der Kunst erweisen könnte.
Im zumikon präsentieren sich derzeit u.a. Kristina Schmidt und Johanna Strobel mit Bildern und Objekten. Gemeinsam bilden sie auch das Duo Kitti & Joy. Hier entstehen u.a. kurze Videofilme, in denen sie in verschiedene Rollen schlüpfen, um gegenwärtigen absurden Phänomenen wie z.B. dem Selbstoptimierungs- oder Selbstdarstellungsdrang satirisch auf den Zahn zu fühlen. Kitti & Joy treten allerdings nicht im zumikon in Erscheinung, sondern im Edel Extra (Eröffnung: 24. November; siehe auch Hinweis in Kunst & Co.). Denn auch das ist Teil des Jubiläums, wie ein Satellit temporär an andere Institutionen anzudocken. Im Dezember wird das Institut im Projektraum der Kunsthalle Nürnberg zu Gast sein.

Am zweiten festen Ausstellungsort des Instituts, der sich im Atelier- und Galeriehaus Defet befindet, eröffnet am 4. November die Ausstellung „Pessimismus organisieren“ mit Steffen Zillig. Auch hier weiß bisher nur die Zukunft, was gezeigt wird.


Bis 28. Januar 2018
KRISTINA SCHMIDT, JOHANNA STROBEL, ROBERT KEIL, KITTI & JOY: ANOTHER WORLD IS POSSIBLE
INSTITUT FÜR MODERNE KUNST NÜRNBERG – LOUNGE IM ZUMIKON
Großweidenmühlstr. 21, Nbg.
Mi–So 10–18 Uhr

Eröffnung: Samstag, 4. November, 19.00 Uhr
Vom 8. November 2017 bis 20. Januar 2018
STEFFEN ZILLIG: PESSIMISMUS ORGANISIEREN
Einführung: Joshua Groß, Institut für moderne Kunst Nürnberg.
INSTITUT FÜR MODERNDE KUNST IM ATELIER- UND GALERIEHAUS DEFET
Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg.
Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V.

moderne-kunst.org




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