23. April
curt präsentiert: Xavier Rudd in der TonHalle

Outback trifft Weißwurst.

Mit seinen musikalischen Wurzeln tief mit indianischer Musik, amerikanischem Blues, karibischen Klängen und modernen Songwriting verbunden, wirkt der australische Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist Xavier Rudd wie der feuchte Traum aller in Backpacker-Nostalgie schwärmenden Europäer. Dabei handelt es sich bei Rudd, der 1978 im beschaulichen Torquay in Victoria die Sonne Australiens erblickte, weit mehr als ein typischer Tollwood-Blickfang. Nach sieben erfolgreichen Studioalben und dem Ruf eines virtuosen und mitreißenden Live-Musikers bringt Rudd mit „Nanna“ (2015) und seiner neu zusammengetrommelten Band „the United Nations“ – der Name ist selbstredend Programm – neue Songs, eine für ihn untypische Live-Präsentation seiner alten Stücke und internationalen Flair endlich wieder nach München.

Der australische Busch, seine Flora und Fauna aber auch die Kultur der Aborigines sind bei Rudd ebenfalls mehr als nur Versatzstück und Klischee. Ein bisweilen äußerst moderner Rock-Sound, der seiner Zeit weit voraus zu klingen mag, wird mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen, Naturschutzthemen und den Rechten von Aborigines textlich aber auch audiovisuell erweitert. Neben seinem Didgeridoo-Spiel baut er überdies auch australische sowie kanadische Aboriginal-Vocals in seine Songs ein und arbeitete bereits mit Bands wie Izintaba zusammen und teilte mit alternativen Größen wie Jack Johnson, Dave Matthews und Ben Harper die Bühnen.

Rudd der einen Großteil seiner Zeit in der Tat gerne im australischen Busch verbringt und dort auf den Spuren des „Aboriginal Way of Life“ wandelt, wurde maßgeblich durch seine Liveauftritte auf vielen Festivals und seinen ausufernden Konzerten einem größeren Publikum in Australien aber auch in Nordamerika bekannt, blieb jedoch erstaunlich auf dem Boden der Tatsachen.

So nahm er bei mannigfaltigen Zeremonien der verschiedensten Ureinwohner teil, wurde sogar Mitglied des Dhuwa Stamms im Nordosten des Arnhemlands. Seine niederländischen, irischen und schottischen Wurzeln sind eng mit der Welt der Aborigines verbunden – so handelt es sich bei einer seiner Großmütter auch um eine Angehörige der Wurundieri.. Seine Reisen führten ihn überdies in die Arme der nordamerikanischen Cree, Mohawk und Iroquois, die es außerhalb von Oscar gekrönten Überlebens-Epen auch in Rudds Songs Erwähnung finden.

Folgerichtig steht ihm auf seiner diesjährigen „Nanna-Tour“ bei der ihn die 9-köpfige Band „the United Nations“ begleiten wird, auch der samoanisch/australische Songwriter Bobby Alu zur Seite, der das große Weltenbild mit seinem Pazifik-Reggae komplettiert. Indianische Tradition trifft hier auf westlich-moderne Einflüsse. Wobei sich der nordamerikanische Blues und Folk perfekt dafür zu eigenen scheinen, Werten und Harmonien ursprünglicher Aborigine-Musik inhaltlich und musikalisch in Einklang zu bringen. Xavier Rudd beherrscht neben der Gitarre, dem Bass und dem Banjo auch die Mundharmonika und das Lapsteel virtuos, wobei er eben auch das Didgieridoo und viele weitere traditionelle Schlagwerkzeuge in den Mix wirft und zuweilen gleichzeitig bespielt. Ein Mann. Ein Erlebnis.

Rudd vermag es mit seiner zugänglichen und seinem lockeren Wesen auf so gar nicht anbiedernder und weltverbessernde Art und Weise die Kunst der verschiedensten Völker zu einen. Musikliebhabern quer über den Globus verstreut offenbart sich bei aller musikalischer Reichhaltigkeit auch der Anreiz zu neuen Gedankenspielen und kulturellen Eindrücken. Seine handverlesen zusammengestellte Band „the United Nations“ dient als Symbol für jenen Tanz der Kulturen  und vereint Musiker aus  allen Ecken der Welt, maßgeblich jedoch aus Australien, Südafrika, Samoa, Papua Neuguinea und Deutschland. Für Rudd beginnt mit dieser Tour ein komplett neues Kapitel und die anstehenden Konzerte in Europa sind einmal mehr ein Fest um die Spiritualität des Menschen und deren schöpferisches Werk Generationen und Hautfarben überwindend zu feiern. In diese Zeiten ist es also auch ein vielleicht wichtiges Konzert, das zum Nachdenken anregen könnte.

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curt präsentiert: Xavier Rudd  >> Homepage // 23. April in der TonHalle // Beginn: 19.30 Uhr // AUSVERKAUFT!


1 Kommentare

  1. https://www.youtube.com/watch?v=-R6hc6mwB1k
    bitte lasst uns zwei liebenden am 23.04. in münchen mitfliegen, im glück, im ton, in der bewegungdes raumes und der zeit in tiefer dankbarkeit zum einklang des göttlichen bewusstseins.

    liebste grüße, nancy und andreas

    nancy czunczeleit /

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