28. Februar
curt präsentiert: WhoMadeWho

Nicht nur in Sachen Michelin-Stern hat Margarethes Erbmonarchie die Nase vorn. Was den Gourmets der Welt das berüchtigte noma, sind es, was den Dancefloor angeht, zweifelsohne die drei Recken von WhoMadeWho, die die Booties der Welt mit ihrer Fusion aus Rock, Pop und Disco in Schwung halten. Nach rund vier Jahren melden sich Jeppe Kjellberg, Tomas Hoffding und Tomas Barfod mit „Through The Walls“ zurück und gehen wieder einmal neue Wege. Ein alter Weg führt sie aber auch wieder zu uns nach München. Am 28. Februar spielen WhoMadeWho das Technikum in Brand.

Die Frage, die WhoMadeWho in ihrem Bandnamen stellen, zieht sich trotz des fehlenden Fragezeichens durch ihre gesamte Karriere. Sind sie nun eine Rockband, die Danceband sein will, oder eine Danceband, die sich an einer Rockband versucht? Fest steht, dass die drei Dänen seit 2003 für unverkennbaren und handgemachten Discosound stehen. Im Bandformat haben sie jedoch eines ganz gewiss zu ihrem größten Aushängeschild gemacht: überbordende Liveshows made in Kopenhagen.

Dabei entstammt das Trio aus den verschiedensten Ecken der dänischen Musiklandschaft. Mit viel Verve verbinden sie die elektronische Clubmusik, aus der Schlagzeuger Tomas stammt, mit den Feinheiten des Jazz, die sich Sänger Jeppe samt Abschluss am Kopenhagener Konservatorium für Ryhtmische Musik zu Eigenen machte. Nimmt man dann noch das Ungeschliffene und Revoluzzerhafte der Garagenrock-Vergangenheit von Bassist Tomas hinzu, so öffnet sich einem schon die erste Tür zum Klangkosmos der skandinavischen Ausnahmetruppe.

Begonnen hat bei WhoMadeWho alles mit zwei Coverversionen. Die neu interpretierten Songs von Benny Benassi („Satisfaction“) sowie Mr Oizos „Flat Beat“ gehören auch eineinhalb Dekaden später zu den großen Floor-Erdbeben, die die Band auf ihren Konzertern heraufbeschwört. Seitdem sind WhoMadeWho nicht nur auf diversen Remix-Listen vertreten, sondern auf einer Mission, jegliche Konvention zu vermeiden. Hiervon zeugt  der Einsatz von Kastanetten und Oboe ebenso, wie das umtriebige Zweitdasein von Schlagzeuger Tomas. Unter dem Namen Tomboy steht er nochmal selbst für höchste Qualität am Fließband elektronischer Musik.

Co-produziert hat „Through The Walls“, ihr nunmehr sechstes Studioalbum, niemand Geringeres als das Kopenhagener Dance-Duo Kenton Slash Demon. Und das dürfte es der Band noch einmal leichter gemacht haben, wieder neue kreative Wege im Songwriting zu gehen. Das Falsett ist geblieben und die ein oder andere hypnotisierende Bassline sowieso. Nur wer glaubt, dass WhoMadeWho im Jahr 2018 mit dem Kopf durch die Wand gehen, wird eher enttäuscht. Auch wenn sich an ihren impulsiven Live-Shows nichts geändert hat, finden sich zunehmend ruhigere und durchdachte Klänge wieder. Diese werden am 28. Februar im Technikum vermutlich für einen großartigen Kontrast stehen, was die WhoMadeWho‘schen Dancefloor-Smasher in brandneuer Opulenz erstahlen lassen wird.

In jedem Fall haben Tomas, Tomas und Jeppe beim Anrichten ihres funktastischen, aber eben etwas dezenteren Smörrebröds nicht gekleckert, sondern nach bester Art des Hauses mehr als geklotzt! Und wer sich vor rund vier Jahren in der ausverkauften Freiheizhalle schon mehrere Liter Schweiß von der Stirn gewischt hat, weiß: We can’t get no satisfaction


WhoMadeWho > Homepage // 28. Februar // Technikum // Beginn 20 Uhr // VVK 21 EUR zzgl. Gebühren

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