Im Kino: Uta

An biografischen Dokumentarfilmen, die irgendwelche Künstler und Künstlerinnen zum Inhalt haben, mangelt es nicht gerade. Je größer der Star ist, umso wahrscheinlicher ist, dass sich jemand findet, der diesem Star mit der Kamera folgt. Aber es gibt auch spannende Porträts abseits der roten Teppiche, siehe „Uta“. Die Protagonistin ist kein internationaler Star, der an der Spitze der Charts steht, unzählige Preise einheimst und durch die ganze Welt tourt. Ihre Bühne ist die Straße. Das Publikum Leute, die zufällig an ihr vorbeigehen und – wenn es gut läuft – vielleicht den einen oder anderen Euro da lassen. Auch optisch hat sie wenig mit den Porträtierten anderer Dokumentarfilme gemeinsam. 70 Jahre ist sie inzwischen, hat kaum noch Haare. Auch ihr Augenlicht hat sie mehr oder weniger verloren. Wer an ihr vorbeigeht, wird in ihr womöglich nur eine dieser vielen verrückten, etwas verkommenen Alten sehen, die nichts in ihrem Leben auf die Reihe bekommen hat.

Auch Mario Schneider kam eines Tages an ihr vorbei. Doch er blieb, hörte ihr zu. Uta, der Sängerin. Uta, dem Menschen. Und er kam wieder, mit einer Kamera bewaffnet, um auch anderen die Möglichkeit zu geben, der alten Frau zuzuhören. Das lohnt sich auch tatsächlich. Die Protagonistin hat jede Menge zu erzählen. Nicht alles davon ist schön. Tatsächlich hat sie in ihrem Leben eine Reihe von Schicksalsschlägen verkraften müssen. Wenn sie beispielsweise von dem Missbrauch in ihrer Familie erzählt, dann muss sich das Publikum auf richtig etwas gefasst machen. Die Geschichten sind die, wie man sie immer wieder hören muss, leider. Aber sie sind so lebendig erzählt, so voller Persönlichkeit, dass sie einem unweigerlich zu Herzen gehen.

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Überhaupt ist es die Persönlichkeit, welche die Doku so sehens- und hörenswert macht. Die Musik spielt zwar in ihrem Leben eine große Rolle, im Film kommt das Thema aber eher kurz. Es gibt vergleichsweise wenige Szenen, in denen sie tatsächlich spielt und singt. Dafür erfahren wir umso mehr aus ihrer Vergangenheit. Wobei es in „Uta“ nicht allein um das Private geht. Bei ihren Erinnerungen streift die Straßenmusikerin auch immer wieder gesellschaftliche Aspekte auf. So stand sie früher der DDR-Underground-Szene nahe, war damals wie heute ein kämpferischer Mensch, der offen das ansprach, was er sah.

Trotz der bitteren Erfahrungen, die sie gemacht hat und immer noch macht, trotz des offensichtlich fehlenden Geldes, ist „Uta“ deshalb kein Film, der sich an dem Elend ergötzt. Hier gibt es keinen Armutstourismus, mit dem sich das Publikum für die Dauer eines Films auf die Niederungen einlässt, um danach ins eigene Leben zurückzukehren. Stattdessen ist ihre Geschichte auch die eines Triumphes. Selbst wenn sie nie den Durchbruch hatte und vieles schief ging, sie durchaus eigene Fehler machte: Sie gab nicht auf. Sie gab sich nicht auf, gab ihre Ideale nicht auf. Stattdessen geht sie noch immer offen durchs Leben, hat trotz des verlorenen Augenlichts einen scharfen Blick auf die Welt und die Menschen, denen sie begegnet – daheim oder auf der Straße.

Fazit: „Uta“ begleitet eine nahezu blinde Straßenmusikerin und lässt diese aus ihrem Leben erzählen. Das beinhaltet viele Schicksalsschläge, aber auch Einblicke in die Gesellschaft. Dabei beeindruckt die Protagonistin durch ihre Persönlichkeit, ließ sich trotz allem nie unterkriegen.

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„Uta“ // Regie: Mario Schneider // Kinostart: 7. Oktober 2021