STROKE ART FAIR
auf der Praterinsel

Vom 1. bis 5. Mai wird bereits zum 8. Mal die STROKE ART FAIR in München stattfinden. Angefangen von der STROKE in München im Frühjahr 2009 der Brüder Marco und Raiko Schwalbe mit einer einmaligen Aktion, die damals noch unter dem Namen “Kunst im Tresor” lief,  führte die Messe über 1500 Menschen in die alten Tresorräume am Tucherpark.

Die STROKE.01 fand dann im Herbst 2009 statt, ebenso in München. Die Veranstalter entdeckten unsere Stadt als Brachland, was die Förderung von junger und unkonventioneller Kunst angeht. Seitdem findet die STROKE abwechselnd in Berlin und München statt und wurde bisher von 70.000 Besuchern gesehen.

Ihr Konzept kritisiert den klassischen Kunstmarkt als hochpreisiges Haifischbecken, das für Künstler und Konsumenten abseits der elitären Szene unerreichbar ist. Die STROKE hingegen will Kunst von der Straße für alle zugänglich machen. Diese Kunst generiert sich aus ihrem urbanen Umfeld und hat gleichzeitig von Grund auf eine kritische Einstellung gegenüber ihrer Umwelt. Sie verschmilzt mit der Architektur und zwingt ihren Betrachter, genauer hinzusehen. Sie protestiert gegen den Rückzug in die Gemütlichkeit. Noch nie war Rebellion so einfach und auch ironisch darzustellen wie in der Street Art.

Robert Proch

Robert Proch

In München, wo Flächen für legale Street Art rar sind, ist das Bewusstsein für die neue Kunst noch nicht allgemein vorhanden. An der Tumblingerstraße stehen die Sprayer Schlange, und wer gerade eben sein Bild fertig gemacht hat, kann dann gleich zusehen, wie es vom nächsten übermalt wird. Die Münchner Polizei zeigt in einem Informationsblatt über Graffiti ihre Einstellung zu Sprühern: Erkennungszeichen ist „markante Kleidung (z.B. weite Hosen, Home-boy-Look)“ und „Hip-Hop-Musik wird bevorzugt“. Das war einmal.

Denn die Graffiti-Szene hat den Sprung von ihren illegalen Anfängen bis zum Status der zeitgenössischen Kunst geschafft. Und so wandelt sich auch das Selbstverständnis der Sprayer: Sie sind Künstler geworden und erweitern ihre Medien. Farbe aus dem Pinsel auf Leinwand und Papier, Skulpturen, Fotografien und Videos, bis hin zu Kleidung, Möbel und Tattoos. Urban Art ist Gesamtkunstwerk. Und mit der wachsenden Aufmerksamkeit für die neue Kunstform nimmt auch die Möglichkeit zu, mit dieser Geld und Anerkennung zu verdienen.

Blaq

Hierfür bietet die STROKE eine Plattform. Auf der Praterinsel wird das ehemalige Fabrikgelände für fünf Tage zum interaktiven Kunstspielplatz. Künstler aus über 12 Ländern zeigen ihre Werke in getrennten Boxen. Doch die STROKE lädt vor allem ein zur Kommunikation. An jeder Ausstellungsfläche gibt es Ansprechpartner, Künstler und Besucher tauschen sich aus. Im Haus 3 werden unter dem Titel „Stroke Curated“ die Wände live während der Messe besprüht. Und abends geht die Party weiter mit auserlesenen Konzerten und DJs.

Aus München werden unter anderem folgende Galerien und Kollektive ausstellen:

Art Avenue

Galerie Flash

Paintuition Artworks

Young Munich Creatives

Weltraum

Fellherz

BEASTIESTYLEZ

Super 2000

Kleine Welt Tattoostudio

 

Eintrittspreise: 12 Euro // Studenten: 8 Euro // Dauerkarte: 16 Euro // bis 16 Jahre freier Eintritt

Öffnungszeiten: Mi–Sa 13–22 Uhr // So 13–18 Uhr

Abendprogramm:

  • Di, 30.4.: Panda Party
  • Mi,1.5., ab 20 Uhr: Christian Prommer + Opening Lounge
  • Do, 2.5., ab 20 Uhr: Monika Roscher Big Band + H&S DJ Team
  • Fr, 3.5., ab 20 Uhr: Deladap! + Converse Party
  • Sa, 4.5., ab 20 Uhr: Jesper Munk + Swing Thing

Es gibt viel zu entdecken, denken und diskutieren – mit einem Besuch ist es wahrscheinlich schwierig, die gesamte Masse an Eindrücken zu erfassen. Eine Dauerkarte lohnt sich! Wer dabei sein will, ohne in die eigene Tasche greifen zu müssen, für den haben wir 2×2 Tickets im Verlosungstopf: E-Mail mit Betreff “STROKE” an ichwillgewinnen@curt.de und auf unsere Glücksfee vertrauen.

+++ UNSERE VERLOSUNG IST VORBEI +++

 

TEXT: Patricia Breu