23. Februar
curt präsentiert: Two Door Cinema Club

Vom Thron des Indie-Elektropop-Olymps steigt einer der heißesten Vertreter seiner Zunft in die TonHalle herab und bittet zum Tanz: Two Door Cinema Club!

Hand aufs Herz – wer von uns ist nicht schon zu den euphorisierenden Klängen von Songs wie “Next Year”, “Cigarettes in the theater” oder der Indie-Überhymne “What you know” durch die Clubs oder die eigenen vier Wände gehüpft?

Die drei Nordiren Alex Trimble, Kevin Baird und Sam Halliday haben dabei eine neue Scheibe dabei, die sie im Zuge ihrer Europatournee auch zu fünf Konzerten nach Deutschland führt. Vier lange Jahre hat es gedauert, bis Album Nummer drei nach dem famosen und gefeierten Debüt “Tourist History” und dessen Nachfolger “Beacon” den Weg in unsere CD-Spieler und auf unsere Smartphones fand. Dass sich in dieser Zeit so einiges getan hat, stellt aber selbst der aufmerksame Two Door Cineast vielleicht nicht auf Anhieb fest. Der Opener und zugleich die erste Singleauskopplung “Are we ready? (Wreck)” kriecht nämlich mit seinem Chorus direkt rein in den Gehörgang, nistet sich dort ein und signalisiert zunächst einmal: da ist er dann doch wieder, der typische TDCC Sound. Alex Trimbles Falsettstimme, funky Gitarren, Tempowechsel (immer schön zum Ausflippen während des Refrains) und die Synthesizer kommen auch nicht zu kurz. Das Kleinhirn nimmt die Arbeit auf und man beginnt, sich wie selbstverständlich zur Musik zu bewegen. Dann aber folgt mit der weiteren Single “Bad decisions” das, was die “neuen” TDCC auch ausmacht: mid-tempo, glitzernde Discokugeln, Plateauschuhe, Schlaghosen, Rollerblades, Dauerwelle, aufgeknöpfte Hawaiihemden auf behaarten Brustkörben. Der offizielle Videoclip sagt eigentlich alles. Man wähnt sich dabei durchaus bei den Bee Gees der 70er oder auf Fever 105. Da ist es ein netter Zufall, dass sich ein Song auch noch “Fever” nennt und dabei in exakt die selbe Kerbe schlägt.

Nicht weniger animierend als der altbekannte TDCC-Sound ist das, verlangt aber vielleicht von dem einen oder anderen Fan der ersten Stunde etwas Anpassungsfähigkeit. Angesichts der überwältigenden Livequalitäten der Band dürfte das aber auch den größten Fortschrittskritiker nicht viel Anstrengung kosten. Und mit Parcels verspricht ein inzwischen in Berlin ansässiger aber aus Australien stammender Newcomer-Act ein anregendes Aufwärmprogramm.

curt präsentiert: Two Door Cinema Club > Homepage // 23. Februar // TonHalle, München // VVK: 32,25 Euro zzgl. Gebühren

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