24. Oktober
The Cure @ Olympiahalle

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Ein Blick aus dem Fenster verrät endgültig: Es ist Herbst geworden. Zwar erst kürzlich, aber immerhin. Wer innerlich noch totales Sommerfeeling spürt und denkt „Mensch, das Wetter passt gar nicht zu meinem sonnengebräunten Dauerlächeln“ kann sich freuen: Die Düsterrock-Götter von The Cure beehren nach acht Jahren wieder mal die Landeshauptstadt. Die Band um Songwriter, Sänger und alleiniges Dauermitglied Robert Smith befindet sich im 40sten Jahr ihres Bestehens, kündigt die Tour aber – gewohnt stilsicher – nicht als Jubiläumstour oder Ähnliches an. Es gilt also: Endlich wieder schwarz tragen und sich mit leerer Miene in den melancholischen Klangflächen der britischen Post-Punk-Legenden verlieren.

Gegründet 1976 zur Hochzeit des Punk, machte sich The Cure nach einem recht new-wave-lastigen Album daran den Gothrock zu erfinden. Die entstandene Trilogie „Seventeen Seconds“, „Faith“ und „Pornography“ ist bis heute Inspiration für so unterschiedliche Namen wie Interpol, Smashing Pumpkins, Jesu und Motorama.

Auf ihrem 1984er Album „The Top“ machten Sie eine Wende und zeigten, dass sie auch mit Humor überraschen können: Indische Tonleitern, spanische Gitarren, Flöten, Streicher und ein quietschbuntes Albumcover ergänzten das vorher so reduzierte Image. Dennoch keine Panik: Die Bandoutfits blieben schwarz.

Die nächsten beiden Alben fusionierten die Strömungen der Band und kombinierten erfolgreich dunklere Songs und funky Psych-Pop-Perlen, die auch Prince und Paul Weller synchron mit anerkennender Coolness abgenickt hätten.

1989 kam es dann schließlich zu dem Album, das sie unsterblich werden ließ. „Disintegration“ – ein schwarzer Monolith, der den Hörer beim ersten Durchlauf so verwundert zurücklässt, wie der Klotz aus „2001 – Odyssee im Weltraum“ die Hominiden. Vielleicht mit einem etwas melancholischerem Bauchgefühl dazu. Mit „Lullabye“ und „Love Song“ enthielt das Album sogar zwei zeitlose Hits.

Danach hatte die Band Narrenfreiheit. Diverse Umbesetzungen und sogar Experimente mit Lounge-Jazz ließen sich nicht vermeiden. Dennoch konnten sie 1992, zur Hochphase des Grunge, mit „Friday I‘m in Love“ nochmal einen Welthit landen.

Ihr letztes Album „4:13 Dream“ erschien 2008. Seitdem haben sich die fünf Cureschatten nur sporadisch auf Festivals gezeigt oder mal ein Paul-McCartney-Cover für einen Wohltätigkeitssampler aufgenommen.

Ein Blick auf die Setlisten kürzlich vergangener Konzerte verrät, dass man sich am 24.10. auf ein ausgiebiges Potpourri von alt und neu, grau und groovy freuen darf. Fast so wie bei einer Jubiläumstour also.

Wer die Band schon mal gesehen hat, weiß, dass The-Cure-Konzerte gerne mal 3,5 Stunden dauern und den Serotoninhaushalt entscheidend beeinflussen können. Ein Lächeln beim Weg aus der Konzerthalle scheint also unvermeidbar. Aber spätestens seit dem bereits angesprochenen Album „The Top“ wissen wir: So schlimm ist das ja vielleicht doch nicht.

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THE CURE >> Homepage // Support: The Twilight Sad // 24. Oktober // 19.30 Uhr // Olympiahalle // VVK Tickets: zwischen 45 und 79 Euro