10. Oktober
The 1975 in der Theaterfabrik

Gerne wird bei The 1975 von einem Blitzerfolg gesprochen. Die Fakten sprechen dafür: innerhalb von einem Jahr hatten sie zwei eigene ausverkaufte Headline-Touren, waren Support für die Rolling Stones, spielten kürzlich in der Royal Albert Hall in London, hatten ein Nummer Eins Album in Großbritannien und wuchsen zu einer der interessantesten neuen Bands aus England heran.

Die britische Pop-/Indierock-Band aus der Nähe von Manchester besteht schon seit 10 Jahren. Anfänglich waren sie mit 13 eine Punkcover-Band, mehr Lärm als Musik machten sie damals laut Sänger und Songwriter der Band Matthew Healy.

Sie entwickelten sich stetig weiter, nannten sich Talkhouse, The Slowdown, Bigsleep und Drive Like I Do. Inspiriert von einem Buch, dass Healy von einem Künstler im Mallorcaurlaub erworben hat, legten sie sich schließlich auf The 1975 fest. Wenig hat die Band also mit dem Jahr 1975 zu tun. Eher lassen sie sich von Popmusik der 80er Jahre, Michael Jackson und Peter Gabriel, und den Filmen des Regisseurs John Hughes begeistern. Mit dem endgültigen Namen The 1975 sind sie bereit, ihre Musik in die Welt hinaus zu schicken und beginnen ihre vielseitigen Einflüsse auf eine neue Art in diese einfließen zu lassen.

Von Anfang an stand für Healy fest, wie die Band vorgehen wird: Sie veröffentlichen eine EP Trilogie und erst dann das selbst betitelte Album „The 1975“.

Das Konzept war dabei, die drei Singles des Albums, „The City“, „Sex“ und „Chocolate“, zu nehmen und um diese herum die EPs zu schreiben. Nur jeweils ein bis zwei Wochen arbeitete die Band an diesen und machten mit der Facedown EP im August 2012 den Anfang. Ende 2012 dann die Sex EP und erste Headlining Touren. Mit der Veröffentlichung der Music For Сars EP im März 2013 erweckt der Song „Chocolate“, bis heute das bekannteste Lied der Band, großes Interesse. Der jugendliche und verspielte Gitarrensound und die Thematik des Mittelklasse Kleinstadtlebens in England, verbreitet sich schnell und verhilft ihnen zu ihrem Durchbruch.

Entgegen der ursprünglichen Planung, veröffentlicht die Band im Mai 2013 die IV EP und beendet somit die Kette. Die EPs waren, laut Sänger Matt Healy, notwendig, um zuerst ein Bild der Band zu übermitteln. Sie wollten, dass der Zuhörer tiefer in die Band eintauchen und sich in sie wie in eine Person verlieben kann, bevor sie ihr ehrgeiziges Debüt auf sie loslassen.

Die Überlegungen und Pläne der Band haben sich bestätigt, als das gleichnamige Album nach der Veröffentlichung im September 2013 direkt auf Nummer eins der UK Charts schoss. Das Album wurde mit der Idee geschrieben, ihre eigene Version eines John Hughes Soundtracks über ihr Leben zu schreiben. Zudem kombinieren sie in ihm das traditionelle Band Line-Up mit Laptop basiertem Songwriting. Demnach vielfältig ist das Album auch, mal weniger, mal mehr elektronisch oder rockig sind die 16 Tracks.

Das Konzept funktioniert gut: eine ausverkaufte Tour im Frühjahr, weitere 6 Monate auf Tour, endlos viele Kilometer durch Nordamerika und Europa, immer größer werdende Festivalmassen bei ihren Sets und drei Shows im kommenden September im Londoner Alexandra Palace. Und dennoch kein Zeichen davon, dass sie sich auf ihrem Erfolg ausruhen.

Im Gegenteil, sechs Konzerte geben sie auf der kommenden Europatour im Herbst in Deutschland. Eins davon bei uns in München am 10. Oktober in der Theaterfabrik.

>> The 1975


 

>>AUSVERKAUFT // THE 1975, support: Pool // 10. Oktober 2014 // Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr // Theaterfabrik