12. September
Swedish Death Candy @ Backstage Club

In starker Anlehnung an die schwarze Zuckerscheiße aus Schweden, haben sich Louis, Jiwoon, Marco und Francesco einst benannt. Doch anstatt straight an den Zahnschmelz zu gehen, walkt ihr unter dem Namen Swedish Death Candy berüchtigte Retro-Psychdelic-Ansatz mit Stoner-Anleihen die Synapsen auf bestem Purple-Haze-Niveau durch. Weit entfernt von Umeå und Stockholm, schraubt der fuzzedy Vierer-Bob auch nicht an wackeligen Regal-Konstruktionen, sondern wühlte sich im beschaulichen London durch die Ahnengallerie der Rockgeschichte. Und so besteht ihr sonischer Liebesreigen aus Zitaten von Ty Segall, den Doors oder Pink Floyd. Am 12. September schütten siedann endlich ihre pappsüße Zuckermasse aus feinsten Riffs und spuligsten Abfahrten auch hierzulande im Backstage Club aus.

Swedish Death Candy, offiziell aus London stammend, was in diesem Moment auch der Wahrheit entspricht, könnten was ihr individuelles Erbe angeht, unterschiedlicher nicht sein. Schlagzeuger Marco Ninni und Gitarrist Francesco Codardo kommen aus Italien, während Bassist Jiwoon Wang von Südkorea aus an die Themse zog. Bleibt nur noch Sänger und Gitarrist Louis Perry als einziges Mitglied, das mit der Queen im Nacken aufgewachsen ist.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=vN8Chj6hTHE

Nach ihrer Gründung veröffentlichten Swedish Death Candy Ende 2014 zunächst eine kleine Sammlung von Demos, begleitet von einer Reihe tosender Live-Shows – einschließlich Support-Slots bei Bands wie Wand, Yak und Kvelertak – was schließlich dazu führte, dass sich die Band bald der Aufmerksamkeit von Musikfans, Kollegen und Branchenexperten gleichermaßen erfreuen konnte. Anfang 2015 folgte die Veröffentlichung ihrer gefeierten Debüt-EP “Licorice”. Seit letztem Winter dreht sich nun aber auch ihr selbstbestiteltes Debüt samt acht höchst bewusstseinserweiternden Trips durchs Sonnensystem auf den Plattentellern schwindelig.

Swedish Death Candy füllen ihre Zuckertüte satt und mächtig geschichtet, kraftvoll und melodisch. Dabei vermengen sie gekonnt ihre Einflüsse und kulturellen Hintergründe: Stoner, Doom, psychedelische Zauberei und jede Menge Garage-Fuzz fließen nahtlos ineinander und schaffen etwas, was auf der einen Seite sehr aktuell klingt, aber auch mit einem Gefühl des Vertrauten und der Nostalgie an alte Klassiker äußerst sympathsich daher kommt.  Far out man!

Live: Swedish Death Candy > Homepage // 12. September 2018 // Backstage Club // Beginn 20 Uhr // VVK 13,30 EUR zzgl. Gebühren