7. Februar
Swan Valley Heights @ STROM

Diese Albumkritik zur neuen Swan Valley Heights-Platte solltet ihr vorsichtlig lesen. Sie könnte als brutal voreingenommen wahrgenommen werden, schließlich ist David Kreisl, Sänger der Band, einer meiner ältesten Freunde. Dennoch erlaube ich mir zu behaupten: Ist sie nicht. Noch nie war ich so stolz auf Freunde von mir, die Musik machen, wie nachdem ich The Heavy Seed zum ersten Mal gehört hatte. Noch nie. Das Trio hat seit dem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2016 einen dermaßen krassen Entwicklungssprung hingelegt. Ich bin erst einmal eine Stunde lang vor meinem Rechner gesessen und wusste gar nicht, wie ich meine Begeisterung sachlich und kompetent in Worte fassen soll.

Swan Valley Heights kommt ursprünglich aus dem Stoner Rock, diese Einflüsse sind auch noch deutlich zu hören. Dennoch sprengen sie mit The Heavy Seed die Grenzen zu anderen Genres, weben Heavy Metal, Progressive Rock und irgendwie auch lateinamerikanische Rhythmen in den Klangteppich. Zu Take a Swim in God’s Washing Machine könnte man durchaus Rumba tanzen. So eigenartig diese Melange sich vermutlich liest, desto besser klingt sie. Die Platte lebt von Gegensätzen und nutzt Instrumente und gelegentlich auch Kreisls Stimme, um eine lebendige Geschichte zu erzählen. Denn der Fokus bei Swan Valley Heights liegt nicht auf dem Gesang, sie liegt auf den Instrumenten.

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https://www.youtube.com/watch?v=1Dc4Lu55sl4&feature=emb_logo

 

Auf 41 Minuten Platte kommen grob geschätzt etwa fünf Minuten Gesang. Das macht gar nichts. Denn die Songs sind so dynamisch arrangiert und produziert (übrigens von Mr. Django der Band Truckfighters), dass sich das Album wahnsinnig abwechslungsreich anhört. Brachiale, verzerrte Episoden weichen verletzlich anmutenden Jams, in der jedes Instrument seinen Platz findet und glänzen darf. Wenn Kreisl dann mal seinen Gesang einsetzt schwebt er transzendent über Gitarre, Bass und Schlagzeug hinweg.

Live funktionieren die Songs übrigens genau so gut. Am 7. Februar spielen Swan Valley Heights bei Still in Smoke im Strom mit Witchrider und Mount Hush. Es gibt noch Karten – für jeden, der auch nur Ansatzweise Fan von Kyuss, QOTSA oder Tool ist, sollte dieser Termin Pflicht sein.


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