11. Dezember
Stone Sour im Zenith

Das Stiernackenkommando aus Des Moines headbangt wieder! Corey Taylor ist nicht nur einer der begnadetsten Rock-Sänger der Neuzeit, er ist auch ein Mann der vielen Gesichter. Und Masken. Vornämlich durch den Crossover-Juggernaut Slipknot bekannt, wissen außer den treuen Fans jedoch nicht alle, dass seine eigentliche Band schon immer Stone Sour war. Facettenreich wie immer bahnt sich Taylor, nachdem er erst im letzten Jahr mit Schussweste und Doppel-Maske die Olympiahalle zerlegt hat, mit Bandprojekt Nummer zwei den Weg ins Zenith.

Schon vor fast 25 Jahren kam es im als Heimatort der 9-Maskenmänner bekannten Des Moines im Bundesstaat Iowa zur Bandgründung zwischen Taylor und Joel Ekman (Drums). Kurz darauf stand mit Shawn Economaki der Mann an den tiefen Saiten fest, ehe 1995 schließlich auch Slipknot-Klampfer Jim Root zur Band stieß. Demotapes waren fix aufgenommen und im Fahrtwind Slipknots im Jahr 2000 das erste Stone Sour-Debüt auf die Massen losgelassen.

Melodiöser und ein wenig mainstreamiger gelang es Corey Taylor, aus dem Schatten seiner Hauptband herauszutreten und mit nunmehr sechs Studioalben sowie einigen Mitgliederwechseln ein nicht minder erfolgreiches Bandprojekt auf dem headbang-gestählten Nacken zu balancieren. Mit ihrem neuesten Werk „Hydrograd“ ist Stone Sour nun auch ein Album gelungen, welches Fans beider Bands munden und für einige hochgerissene Pommes-Gabeln sorgen dürfte. Der Groove alter Rock ’n’ Roll-Tage schlängelt sich durch Album #6, wobei ein Gastauftritt der Band im aktuellen Musikvideo von Steel Panther wieder einmal die ironische Komponente Taylors unterstreicht.

Während die Masken im Schrank ruhen, beweist Taylor neben Solo-Shows und Buchpräsentationen, einigen Gastauftritten sowie Moderations-Beiträgen wieder einmal, wie rastlos er ist. Genau diese Rastlosigkeit lässt das sympathische Großmaul aus Iowa zusammen mit Josh Rand (Gitarre), Roy Mayorga (Drums), Christian Martucci (Gitarre) und Johnny Chow (Bass) auch heuer auf Europas Bühnen los. Wer Stone Sour kennt oder auch nur ein bisschen darin bewandert ist, was Taylor so treibt, kann sich sicher sein, dass es auch am 11. Dezember kein Entkommen vor schweißnassen Haaren und Malstrom-artigen Mosh-Pits gibt. Mitgröhlen erwünscht, nur den Vokuhila-Undercut sollte man Taylor derzeit vielleicht nicht unbedingt nachmachen.

In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass das in diesem Jahr großaufgebotverwöhnte Zenith sich am Riemen reißt und Stone Sour nicht nur in Sachen Kapazität den Hof macht. Mit dabei haben sie schließlich auch niemand Geringeres als Taylor Momsen und the Pretty Reckless. In diesem Sinne: Sour macht lustig!


Live: Stone Sour > Facebook // Support: the Pretty Reckless > Facebook // 11. Dezember // Zenith // Beginn 20 Uhr // VVK 40 EUR zzgl. Gebühren