30. September
curt präsentiert: Steel Panther

Two in the pink, one in the stink.

Die Bestandsaufnahme in Sachen Glamrock im Jahre 2016 fällt deprimierend aus. Mötley Crüe? Haben letztes Jahr den Hut geworfen. Van Halen? Ein Schatten ihrer selbst und überhaupt noch anwesend? Was ist mit KISS? Paul Stanley ist schon lange nicht mehr dazu geboren worden um uns zu lieben und Gene Simmons überlegt auch eher wie er aus seiner „Me Inc.“ die nächsten Millionen melken kann. Umso verrückter scheint es, dass es gerade eine vulgäre Lausbuben-Bande bestehend aus vier verflixt guten Musikern direkt vom Sunset Strip braucht, um die alten Tage der schillernden Mähnen und engen Hosen wieder aufleben zu lassen.

Mittlerweile sind Steel Panther, geboren aus der sporadisch im Viper Room in LA auftretenden Spaß-Band Metal Shop, eine wahre Institution und verzeichnen wohl eines der größten Register an Live-Gästen überhaupt. So ziemlich jeder, der im internationalen Rock-Geschäft etwas auf sich hält, will die Bühne mit den vier Testosteron-Eimern Michael Starr, Stix Zadinia, Lexxi Foxx und Satchel geteilt haben. Und das obwohl sie erst mit dem Covern alter Helden groß geworden sind.

Im Herbst 2008 nahm der Siegeszug von Steel Panther mit Hits wie „commuity property“ und „death to all but metal“ konkrete Züge an und ihr verballhornendes Image aus Sex, Glamour, Drogen und Rockn Roll war zu voller Größe geschwollen.

Von nun an machte man sich auf, die Bühnen vornehmlich im vereinigten Königreich zu entern, für Begeisterungsstürme und bare Busen zu sorgen. Steel Panther, trotz ihres vulgär ironischen Images, funktionieren nicht aufgrund ihrer Texte, die bisweilen sehr an die Bloodhound Gang erinnern, so gut, sondern weil es sich bei den vier Viagra-Sunnyboys um waschechte Herzblut-Musiker handelt, die Gitarren-Soli feiern können, wie kaum eine kontemporäre Band es heutzutage schafft. Wo genau aber die Stage-Persona anfängt und wo sie wieder aufhört, das wird nur den eingefleischtesten Kennern bekannt sein.

Mit „all you can eat“ das vor rund zwei Jahren erschien, steht erstmals kein neues Album auf der Party-Agenda und auch das Live-Album „live from Lexxi’s Mom’s Garage“ ist nur ein akustischer Zwischenruf. Nichtsdestotrotz bauen Starr, Satchel, Foxx und Zadinia auf die altbewährten Hits, die die Hüften kreisen lassen und bei maximaler Spielfreude und fiesen Skills an den Saiten auch die miesesten Kritiker beruhigend auf den Schoß nehmen. Eine explosive Show, eine Menge Stage-Banter und die ultimative Rockshow-Persiflage stehen auch dieses Jahr wieder fett rot markiert im Kalender.

Also, lasst die Spandexhosen runter und zieht den Kajalstift nach. Die Glamrock-Ferkel von Steel Panther wollen es nach ihren restlos ausverkauften Shows im letzten Jahr noch einmal wissen und bringen nach bester Hollywood Manier ihren breitbeinigen Hair-Metal mit reichlich Augenzwinkern am 30. September ins Zenith – Die Kulturhalle.

curt präsentiert: Steel Panther >> Facebook // 30. September // Zenith // Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr // Tickets: 32 Euro zzgl. Gebühren


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