22. April
Social Distortion im Zenith

Das Skelett tanzt wieder. Lange stand das Pomaden-Töpfchen im Schrank, ehe am 22. April wieder beherzt in die Schmiere gegriffen und sich durchs Haar gefahren wird. Social Distortion – die Urväter des Rockabilly-Country-Blues-Punks geben sich im Zenith die Ehre.

Schon wieder vier Jahre ist es her, als das letzte Mal Klänge aus den Hotrod-Garagen Orange Counties tönten und Frontmann Mike Ness mit seinen Kumpels über die Schotterpisten des tanzbaren Punks gebügelt ist. Ein neues Album ist erstmal nicht in Sicht, wird jedoch schwerst unter einschlägigen Föhn-Tollen-Priestern und Polka-Dot-Chics gemunkelt.

Nur eins ist sicher: Nach „Hard Times and Nursery Rhymes” folgen „Anniversary Times“. Social Distortion’s sinnstiftendes Self-Titled feiert stolze 25 Lenze.

Dass Mike Ness nach wie vor in den Ring of Fire steigt und optisch wie psychisch lange nicht an sein Band-Logo erinnert, will er nun auch in München beweisen. Abzuwarten bleibt nur, ob nicht doch noch ein paar neue Gassenhauer durch den Kühlergrill fahren werden, oder gar ein kompletter Durchlauf des 1990er Albums erfolgt.

Die Zeiten seit ihrer Gründung 1978 sind nicht leichter geworden, die Gitarre sitzt dafür umso lockerer im Schritt und will gespielt werden, wie eh und je. Also kommt vorbei und huldigt dem einzig noch bestehenden Gründungsmitglied. Mike Ness und Social Distortion bitten zum Tanz. Nicht zum toten, dafür zum rockenden.

Höchste Gel-Ausrutschgefahr und roter Lippenstift-Alarm sind geboten. Der 22. April wird ein Fest der Sonderklasse für alle, die sich die 50ies mit einem kühlen Milchshake in der Hand und dem Tattoo-Ärmel im Anschlag sehnlichst zurück wünschen.


Social Distortion // 22. April im Zenith // Einlass: 18 Uhr >> Tickets: 35 Euro zzgl. Gebühr