Gehört: THE SMITH STREET BAND – Throw Me In The River

VERLOSUNG! „And you ask me if I’m drinking again and you say it like it’s a good thing.“ Australiern sagt man gemeinhin ein weltoffenes, lebensfrohes und bodenständiges Wesen nach. Dazu kommt Feierfreude und Trinkfestigkeit. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um eine Band zu gründen, ehrliche und direkte Folkpunksongs zu schreiben und damit um die Welt zu touren.

The Smith Street Band aus Melbourne/Australien sind vier Kumpels, die seit 2010 gemeinsam Musik machen und in dieser kurzen Zeit ein beachtliches Pensum on the road zurückgelegt haben. Als junge Band die Clubs im eigenen Land zu beackern, ist das eine, ausgedehnt durch Europa, USA und China zu touren das andere. „I’m not from here so I think with my mouth.“ Auf den Mund gefallen sind die Aussis auf gar keinen Fall. Egal wie klein die Bühne, egal wie übersichtlich das Publikum: Jeder Abend schult dich fürs Leben. „In dark corners in bars and ballrooms, boys get childish and grow up too soon I sit and stare at the Calgary girls, their pretty hair and their mummy’s pearls.“

Die Songs ihres bald veröffentlichten dritten Albums „Throw Me In The River“ strotzen vor Selbstbewusstsein und schwitzen erdige Folk-Attitüde und bluten Punk-Spirit. Hier sitzt das Herz am rechten Fleck und mit der eigenen Meinung wird nicht lange hinterm Berg gehalten. Damit stehen sie in einer Reihe mit artverwandten Bands wie den hochgeschätzten Weakterthans aus Winnipeg/ Kanada oder dem Engländer Frank Turner, mit dem sie schon ausgiebig durch Nordamerika getourt sind. Hier wie da zieht sich eine feine Spur von Melancholie durch die Lieder, ohne sauertöpfig zu werden. Denn das Fundament ist und bleibt ein kraftstrotzender Punkrock und das feine Wissen, an welcher Stelle es einfach krachen muss. Auf Folkpunk-typische Instrumente wie Banjo, Flöten oder Dudelsack wird wohltuend verzichtet. Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und die nicht immer glockenklare Stimme von Wil Wagner reichen völlig aus.

Schade, dass die aktuelle Tour die Band nicht nach München führt. Der Sound passt einfach perfekt auf die Bühne eines verschwitzen Clubs. Wir müssen uns dann eben mit einem XXXX Bitter und den Songs aus der Konserve trösten. Was einem echten Aussi aber nur ein freundliche „no worries, mate entlocken würde. „And I love life so fucking much right now I have to pinch myself I can’t quite believe how far I’ve been dragged up from the depths of hell.“

The Smith Street Band Throw me in the river Rezension curt München

Dafür haben wir aber für euch 3 superfrische CDs plus 3 The-Smith-Street-Band-Frisbees im Verlosungstopf. Ihr schickt uns eine E-Mail an willhaben@curt.de mit Betreff „The Smith Street Band“ sowie eurer Adresse und die Glücksfee schickt euch Geschenke retour. Deal?

Text: David Eisert


THE SMITH STREET BAND – Throw Me In The River // Uncle M Music / Poison City Records / Cargo Records GmbH // VÖ: 31.10.2014