10. Dezember
curt präsentiert: Shame @ STROM

Really bloody good! Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass sich die gefeierte Post-Punk-Sensation mit dem Namen Shame bei ganz und gar nicht peinlichen Auftritten im Süden der Republik verausgabt hat. Musste vergangenen Mai erst das Orangehouse von der Decke gebröckelten Putz vermelden, ging es auch auf dem diesjährigen Puls-Festival zu Kaltenberg nicht weniger zimperlich zu. Blutjung und stinksauer zitiert der Fünfer-Schlitten aus dem Süden Londons stets nur die Größten der Großen. Joy Division, The Fall, Killing Joke – sie alle lassen sich auf dem universal gelobten Debüt „Songs of Praise″ wiederfinden, während gerade auch die Lyrics nur so vor frecher Adoleszenz triefen. Am 10. Dezember gibt es kurz nach Nikolaus noch einmal die Gelegenheit, einer der großen Sensationen aus dem Empire erneut auf die Finger zu gucken.

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https://www.youtube.com/watch?v=7Mz_K1b5rVk

 

Seit Anfang des Jahres ernten Shame und ihr Überraschungserfolg „Songs of Praise″ genau das: Ruhm und Lobesbekundungen bis zum Umfallen. Egal ob NME, The Guardian oder Clash, sogar die ewig krittelnden Pitchfork können sich dem rotzigen Charme der fünf Engländer nicht entziehen. Unlängst als lang ersehnter Hoffnungsschimmer am britischen Punk-Himmel geachtet, kotzt gerade Frontmann Charlie Steen unausgesprochene Warheiten aus. Ein bisschen politisch, unglücklich verliebt oder einfach nur wütend, bedient er sich einer hooliganesken Straßen-Mentalität oder trägt seinen Groll in energetischem Spoken-Word-Duktus aus. Schneidende Gitarren und fiebrige Bassläufe schnüren dabei ein Paket, das großen Post-Punk-Helden mehr als nur die Hand reichen kann. Dabei machen die Londoner keinen Hehl daraus, dass sie sich einmal querbeet in den Song-Bibeln von The Buzzcocks oder den Sex Pistols bedienen. Und es sei ihnen verziehen, denn das was Shame dieser Tage über die Bühne schicken, ist nicht nur angesichts des jungen Alters der Bandmitglieder beachtlich.

Unverfälscht und direkt traten Shame so auch ihren Siegeszug in Übersee an, spielten beispielsweise das SXSW-Festival in Austin Texas an gleich mehreren Tagen in Grund und Boden und können gar nicht so viele T-Shirts eingepackt haben, wie sie durchgeschwitzt haben. Angesichts des musikalischen Erbes, welches Shame angetreten haben, kommt es natürlich immer wieder zu Unkenrufen. Doch während man einigen Revival-Bands die Unauthentizität auf die Stirn geschrieben sieht, schaffen es Shame Abend für Abend den Lügentest zu bestehen. Mit Sicherheit wird aber auch der kommende Abend im Dezember einer der nur noch wenigen Gelegenheiten bieten, diese Ausnahmeband in ihrem Frühwerk abfeiern zu können. Großes könnte für sie auf dem Weg bereitliegen oder die Band sich doch noch als Eintagsfliege entpuppen. Doch, selbst wenn, gibt es zwei Wochen vor Weihnachten mit das Feinste zu erleben, was das Empire in Sachen Gitarrenmusik derzeit zu bieten hat.

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curt präsentiert: Shame > Homepage // Support: Sorry // 10. Dezember 2018 // STROM // Beginn 21 Uhr // VVK 20 EUR zzgl. Gebühren