8. November
curt präsentiert: Shakey Graves

Alejandro Rose-Garcia interessiert sich nicht für Menschen. Zumindest nicht, wenn es um die Geschichten in seinen Songs geht. Der Musiker hinter dem Künstlernamen Shakey Graves bewegte sich traditionell vor allem im Blues-Folk. Vor Veröffentlichung seines neuesten Albums aber kündigte er auf Twitter an, sich in neue Gefilde zu bewegen. „Lose your suspenders“ – werdet eure Hosenträger los; eine deutliche Abgrenzung von bekannten Folkmusiker à la Mumford and Sons, Edward Sharpe und anderen, mit denen der Folk Ende der 2010er-Jahre wieder richtig Mainstream wurde.

Das neue Album „Can’t Wake Up“ jedenfalls hört sich an wie ein Rock-Märchen, ein Traum. Songs wie „Big Bad Wolf“ oder „Tin Man“ greifen Themen aus bekannten Geschichten wie „Rotkäppchen“ oder „Der Zauberer von Oz“ auf. Protagonisten beschreibt Rose-Garcia keine, dafür Stimmungen und Erinnerungen. Diese reichen bis in seine Schulzeit zurück, etwa in „Kids These Days“, wo er seine vermeintliche Unsterblichkeit im Alter von 17 besingt.

Musikalisch bewegt sich Shakey Graves aber nicht so deutlich vom Folk weg, wie er zunächst anklingen ließ. Klar, als geborener Texaner liegt ihm ein bestimmter Stil eben im Blut. Fingerpicking und Folk saugt ein Musiker aus Austin mit der Muttermilch auf. Dennoch entwickelt sich Rose-Garcia auf der neuen Platte weiter, greift Musikrichtungen wie Jazz und Swing und den melodiösen Brill-Building-Pop der 60er-Jahre auf. Diese neuen Noten verleihen den Stücken auf dem dritten Shakey-Graves-Album eine subtile Vielschichtigkeit, die oft erst nach mehrmaligem Hören wirklich auffällt. Eines haben sie allerdings mit den Vorgänger-Werken gemeinsam: die meisterhaft gezupfte Gitarre und der treibende, einfache Rhythmus. Dieser stammt übrigens aus den Anfängen seines Schaffens, als er einen Samsonite-Koffer zu einem Drumset umbaute und so als Einmannband auftrat. 

Den wird er hoffentlich am 8. November im Münchner Freiheiz auf seiner „The Tour Tour Tour Tour Tour Tour Tour Tour Tour“ auch auspacken. Erwartet wird zwar das volle Bandset, doch Shakey Graves ist dafür bekannt, auf seinen Konzerten auch einige Songs solo zu spielen. Und auch das meisterhaft.

Wer sich von Alejandro Rose-Garcia aka Shakey Graves in fantastische Welten entführen lassen will, der schreibt eine Mail an ichwillgewinnen@curt.de mit dem Betreff Shakey Graves. Wir verlosen 3 x 2 Freikarten.


Shakey Graves > Homepage > Facebook > Twitter // Support: Petal > Facebook // 8. November // Freiheiz // Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr // VVK 22 Euro zzgl. Gebühren