Samsara Blues Experiment & Monkey3 im Feierwerk

In a galaxy far far away … Am 27. November heißt es im Feierwerk Kehrblech raus und die bewusstseinserweiternden Substanzen bereithalten. Samsara Blues Experiment aus Berlin und Monkey3 aus dem schweizerischen Lausanne treten kräftig in den Wüstensand und heizen dem kalten Herbst mit fetten Soundwänden ein.

Nach einem grandiosen „Keep it low“-Festival angeführt von den Genre-Größen Colour Haze reißt der fast schon am Siedepunkt befindliche Strom an Stoner Rock aus dem europäischen Festland nicht ab und treibt die eingefleischte Fan-Gemeinde mal wieder, wo denn auch sonst, ins wüsten-loyale Feierwerk. Und das Vorbeiwanken will sich lohnen:

Sowohl die deutsche Hauptstadt als auch die behagliche Schweiz schicken zwei ihrer größten Exporte in Sachen Psychedelic und Doom in den mit heißem Sand gefüllten Ring der Hansastraße.

Während sich die Jungs von Samsara Blues Experiment unter Leitung von Multi-Instrumentalist Christian Peters seit Anno 2007 leidenschaftlich durch die Beton-Wüste Berlins gniedeln und unter anderem den Spirit der frühen Monster Magnet versprühen, tüfteln die Schweizer von Monkey3 seit 2001 an ihren instrumentalen Reisen, die tief in die Synapsen der Wüstensound-Süchtigen führen und für angenehme Kurzschlüsse sorgen. Auf dass man anstatt Gesichtern nur wallende Haartrachten mit Mindestlänge halber Meter sehen wird.

Die Lava-Lampe auf Anschlag gedreht und das Kyuss-Shirt über die Plauze gezogen, dürfen sich Fans egal ob alt oder jung auf einen Abend freuen, der neben Burg-Herzberg, Roadburn und Hellfest so in europäischen Gefilden dank Feierwerk nicht selten vorkommt, aber noch viel  zu  sparsam zelebriert wird.

Wie hieß es Anfang der 50er so schön bei Disney? Die Wüste lebt! Also schwingt die Matte, schließt die Augen und stellt die Ohren auf Unendlich. Das Spaceship zweier der angesagtesten Stoner-Truppen des europäischen Festlands öffnet am 27. November für eine Begegnung der staubtrockenen Art seine Luke im Feierwerk.

TEXT: TIM BRÜGMANN