„Rangoon“ live:
Max Prosa im Ampere

Manchmal braucht es nicht viel, außer die richtigen Worte. So auch bei Max Prosa. Der 22-Jährige spielt mit der deutschen Sprache wie kaum jemand zuvor. Am 8. Mai legt der junge Berliner mit seinem zweiten Album „Rangoon“ einen Stopp im Ampere ein. Unterstützt wird er von Trio Schmetterling.

Mit 17 Jahren bereits das Abi in der Tasche machte er sich auf den Weg nach Dublin, um Matrose zu werden. Doch das stellte sich schwieriger heraus als erwartet. Er ging zurück nach Berlin, wo zwei abgebrochene Studiengänge und eine abgelehnte Bewerbung an der Mannheimer Popakademie auf ihn warteten. Nur unterkriegen ließ er sich nicht. So wurde schnell Clueso auf ihn aufmerksam, der ihn kurzerhand auf seiner Tour als Support mitnahm.

Schnell wurde klar, dass sich hier zwei gefunden haben und Max Prosa nahm sein Debütalbum „Die Phantasie wird siegen auf“. Mehrere Fernsehauftritte und seine erste Solotour folgten. Die Presse verglich ihn mit dem jungen Bob Dylan und schnell wurde Prosa zu einem Begriff der jungen Singer-Songwriter-Szene in Deutschland.

Die Mischung aus seiner Lindenberg-artigen Stimme, dem Umgang mit Worten und den eingängigen Melodien machen diesen so jungen Künstler ganz speziell. Am 19. April kam sein zweites Album „Rangoon“ auf den Markt und knüpft hervorragend an den Vorgänger an. Ein bisschen reifer ist der Berliner geworden, aber dennoch seiner Linie treu geblieben. Er schreibt über das, was ihn bewegt, und bewegt damit seine Fans.

TEXT: Michael Dengler