17.–21. Oktober
QFFM | Queer Film Festival München

Auch wenn es heute gerne immer wieder heißt, dass jeder sein kann, was er will, und Individualismus als neues Ideal angepriesen wird, so gibt es dabei doch Grenzen. Wer sich zu sehr von der Norm entfernt, der darf sich auf Ärger gefasst machen. „Queerness bleibt ein politischer Akt“, heißt es dann auch beim QFFM | Queer Film Festival München, das sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzt. Zum dritten Mal zeigt das Festival zu diesem Zweck in seinen Filmen den LGBTIQ-Alltag, erzählt persönliche Geschichten mit gesellschaftlicher Relevanz.

Das österreichische Drama „L’Animale“, das am 17. Oktober das Festival eröffnet, stellt uns die junge Mati vor, die aus ländlicher Tristesse und elterlicher Bevormundung ausbrechen will. Auch andere Filme berichten von dem Druck, dem Jugendliche ausgesetzt sein können. Im preisgekrönten „Mario“ (>> Filmkritik) kämpfen zwei schwule Fußballer gegen Mobbing und Erwartungen. „The Miseducation of Cameron Post“ (>> Filmkritik) schockiert das Publikum durch die Geschichte eines religiösen Umerziehungslagers für homosexuelle Jugendliche.

Das bedeutet aber nicht, dass man beim QFFM | Queer Film Festival München nicht auch seinen Spaß haben könnte. So macht die Regenbogenfamilien-Doku „Gayby Baby“ (>> Filmkritik) Mut darauf, dass das Leben in Zukunft vielleicht doch einmal bunter sein darf. „The Wild Boys“ ist ein surreales bis komisches Abenteuer mit überraschender Wendung. Und natürlich darf auch wieder ausgiebig gefeiert werden: Der israelische Dj und Musikproduzent David Pearl mischt am Samstag (20.10.) orientalische Klänge des Nahen Ostens und Afrikas mit elektronischen Beats zu einer besonderen und für alle offenen Partyerfahrung.


QFFM | Queer Film Festival München 2018 // 17.–21. Oktober// Alle Infos und das komplette Programm gibt es auf der Homepage